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Kobe Bryant wurde bereits zwölfmal in ein All-NBA-Team berufen © getty

Nach zwei Pleiten gelingt dem Meister ein schwer erkämpfter Overtime-Sieg. Bryant überragt. Die Wizards setzen ihre Serie fort.

Von Eric Böhm

München - Nach vier Niederlagen aus den letzten sieben Spielen hatte Kobe Bryant sein Team in die Pflicht genommen.

Der Superstar forderte vor dem 114:106 (54:48) nach Verlängerung gegen die Houston Rockets vor allem Pau Gasol zu einer aggressiveren Spielweise auf. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das ist eigentlich gegen seine Natur. Er ist ein weißer Schwan, aber er müsste manchmal auch ein schwarzer Schwan sein" sagte Bryant in Anlehnung an den gleichnamigen Kinofilm.

Der Appell verfehlte seine Wirkung nicht. Gasol erzielte 26 Punkte und 16 Rebounds. Außerdem brachte sein Korbleger die Lakers kurz vor Ende der Verlängerung in Führung. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

"Hatte keine Zweifel"

Bryant selbst ließ seinen Worten entsprechende Taten folgen. Der Guard sammelte nicht nur 32 Zähler, sondern bezog mit elf Assists auch seine Kollegen stärker ein als zuletzt.

"So ein Spiel tut gut, um nach den letzten schwachen Auftritten wieder aufzustehen. Ich hatte keine Zweifel an unserem Sieg", gab sich Kobe selbstbewusst.

Dabei führte der Meister zwei Minuten vor dem Ende der regulären Sielzeit schon mit sechs Punkten, doch Luis Scola markierte fünf Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich.

In der Overtime ging den Rockets allerdings der Treibstoff aus, und Bryant machte mit dem Layup zum 110:106 den Sack zu.

Bynum fehlt

Erst das Gipfeltreffen mit den Spurs in der Nacht auf Freitag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) wird zeigen, ob den Lakers mit dem recht wackligen Sieg schon der Befreiungsschlag geglückt ist.

"Wir haben in der Verlängerung besser verteidigt. Das Spiel gegen die Spurs wird ein Härtest. Wir müssen das richtige Mittel finden", blickte Lakers-Trainer Phil Jackson auf den Kracher voraus.

Ob Andrew Bynum dann mit von der Partie sein wird, ist fraglich. Der Center fehlte gegen Houston wegen einer Knieprellung.

Rockets hadern

Die Rockets haderten dagegen nach der zwölften Niederlage aus den letzten 18 Spielen mit der eigenen Leistung.

"Wir müssen in so engen Spielen einfach bis zum Schluss konzentrierter sein", sagte Aufbauspieler Aaron Brooks.

Kevin Martin ragte mit 30 Punkten heraus. Luis Scola kam auf 24 Zähler und 15 Rebounds.

New Orleans Hornets ? Washington Wizards 97:89

Die Washington Wizards bauen ihre Schreckensbilanz weiter aus. Bei den New Orleans Hornets setzte es mit dem 89:97 (44:55) die 25. Auswärtsniederlage der Saison.

Die Wizards lagen fast die gesamte Partie hindurch zweistellig in Rückstand und hatten nie eine echte Chance auf ihren ersten Sieg außerhalb Washingtons.

"Wir geben nicht auf. Wenn wir so weiter spielen, werden wir die Serie beenden", gab sich Forward Andray Blatche kämpferisch.

Nick Young zeigte bei den Gästen mit 30 Punkten eine starke Leistung.

Okafor-Ersatz überzeugt

Den Hornets gelang dagegen auch ohne ihren Center Emeka Okafor (Muskelverletzung) nach zwei Niederlagen wieder ein Sieg.

Der Center musste erstmals seit drei Jahren und 306 Partien wieder aussetzen.

Okafors Ersatzmann Jason Smith überzeugte mit 20 Zählern.

"Emeka ist ein großartiger Spieler. Ich wollte einfach so aggressiv auftreten wie er", meinte Smith bescheiden.

Sacramento Kings ? Boston Celtics 90:95

Die Celtics gewannen in Kaliforniens Hauptstadt mit 95:90 (45:54) gegen die Sacramento Kings und bleiben die Nummer eins im Osten.

Ausschlaggebend war ein 11:3-Lauf, der Boston vier Minuten vor Schluss eine 89:80-Führung einbrachte. Ray Allen war mit 22 Punkten Topscorer der Partie.

"Wir haben schwach gespielt. Aber gegen Ende nahmen die Routiniers den Rest in die Pflicht. Es ist toll, wenn du ein erfahrenes Team hast", sagte Bostons Trainer Doc Rivers.

Westphal optimistisch

Für die Kings gelangen Tyreke Evans und DeMarcus Cousins jeweils 20 Zähler.

"Obwohl wir verloren haben, blitzte das große Potenzial der Truppe auf", blickte Kings-Coach Paul Westphal optimistisch in die Zukunft.

Die Gegenwart sieht mit dem vorletzten Platz in der Western Conference wesentlich düsterer aus.

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