vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki schafft ein Double-Double in New York © getty

Die Dallas Mavericks drehen dank Dirk Nowitzki das Spiel bei den New York Knicks und beenden ihre lange Pleitenserie.

Von Jessica Pulter

München/New York - Die Dallas Mavericks hatten noch eine Rechnung mit einem der besten Spieler aller Zeiten offen.

Denn wenn es nach Earvin "Magic" Johnson geht, dann gehören die Mavericks nicht zu den besten Teams der Liga.

Doch im Spiel bei den New York Knicks nahm Dallas die Anwesenheit der NBA-Legende im Publikum zum Anlass, Johnson vom Gegenteil zu überzeugen.

Die Texaner drehten einen 15-Punkte-Rückstand erst in ein Remis, um schließlich in der Verlängerung und mit einem beeindruckenden Schlussspurt den ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge einzufahren.

Mit 124:114 gewannen die Mavericks im Madison Square Garden das erste von drei Auswärtsspielen.

Nervenstarker Nowitzki

"Diese Niederlagenserie fühlte sich an, als ob sie nicht nur über fünf Spiele, sondern über zwei, drei Monate gehen würde", meinte Nowitzki erleichtert.

Der Würzburger war mit 39 Punkten und 15 Rebounds bester Akteur auf dem Platz und zeigte insbesondere in schwierigen Situationen Nervenstärke.

Aufholjagd der Mavs

Die Knicks hatten den besseren Start in die Partie erwischt, machten 35 Punkte allein im ersten Viertel und erspielten sich im zweiten Spielabschnitt zwischenzeitlich eine 50:35-Führung.

Doch Nowitzki fand die passende Antwort, machte im Anschluss noch 13 Punkte bis zur Halbzeitpause und führte sein Team bis auf 57:64 heran.

Es wären sogar nur vier Punkte Abstand möglich gewesen, doch ein Drei-Punkte-Buzzer-Beater des Deutschen (Nowitzki-Watch) wurde nachträglich per TV-Beweis aberkannt, da der Ball die Hand zu spät verlassen hatte.

Starkes Viertel von Terry

Das dritte Viertel gehörte dann Jason Terry, der zwar von der Bank aus ins Spiel kam, es dennoch auf 40 Minuten Einsatzzeit brachte.

Terry erzielte 14 seiner 20 Punkte in diesem Viertel und trug maßgeblich dazu bei, dass der Rückstand vor dem Schlussabschnitt nur noch zwei Zähler (89:91) betrug.

Endspurt zum Ausgleich

Der Point Guard war es auch, der zum 112:112-Ausgleich traf, dann aber neun Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den Korb verfehlte.

Trotz der verpassten Chance zeigten die Mavericks in diesen Minuten, dass sie aus den Fehlern der letzten Partien gelernt hatten.

Während sie zuvor oft dem Gegner eine Serie gestatteten, waren sie es diesmal selbst, die mit einem 7:0 Endspurt noch den Ausgleich erzielten. (Zu den Teamseiten)

Entscheidung in der Verlängerung

In der Verlängerung nahm dann Nowitzki wieder das Heft in die Hand. Dank des Deutschen, der in den fünf Minuten sieben Punkte erzielte, einer sehr guten Defensive und einem 8:0-Start entschieden die Gäste die Overtime mit 12:2 für sich.

New York gelang kein einziger Punkt mehr aus dem Feld.

"Kopf hoch und weitermachen"

"Wir hätten das Spiel gewinnen können", musste dann auch New Yorks Bester Zach Randolph (27 Punkte und 18 Rebounds) zugeben.

"Wir hatten die Chance, doch der Ball wollte nicht so fallen, wie wir wollten. Es gibt solche Abende. Wir müssen den Kopf hochnehmen und weitermachen."

Zweiter in der Atlantic Division

New York bleibt mit einer Bilanz von 6:4 hinter den Boston Celtics Zweiter der Atlantic Division.(Ergebnisse und Tabellen)

Für Dallas war es zwar erst der dritte Sieg der Saison (3:7), doch selbst "Magic" Johnson dürfte von dieser Aufholjagd beeindruckt sein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel