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LeBron James ist bereits zum siebten Mal beim All-Star Game dabei © getty

LeBron James führt die Miami Heat mit einem glanzvollen NBA-Saisonrekord zum Sieg bei den Magic und hat auch das letzte Wort.

Von Eric Böhm

München/Orlando - "Ohne Frage ein besonderes Spiel" sei das Duell mit den Magic, meinte LeBron James: "Vor der Saison kamen aus Orlando einige Bemerkungen über uns. Wir wollten hier ein Statement abgeben."

Da hatte der Superstar der Miami Heat dieses Statement schon abgegeben - in aller Deutlichkeit. Satte 51 Punkte markierte er beim 104:100 (55:45)-Erfolg. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Damit stellte der "King" einen neuen NBA-Saisonrekord auf. Die bisherige Bestmarke hielten Blake Griffin und Kevin Durant mit 47 Zählern. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Außerdem sorgte James mit einem Dreier zum 97:88 auch höchstpersönlich für die Entscheidung.

Magic-Comeback zu spät

Miami ging bereits mit einem Vorsprung von 16 Zählern in den Schlussabschnitt, ehe Orlando wie schon so oft in dieser Saison einen späten Comeback-Versuch unternahm.

Gilbert Arenas (insgesamt zehn Punkte) brachte sein Team kurzzeitig auf sechs Zähler heran, doch gegen LeBron war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.

"Wir hatten gegen Ende etwas Probleme, aber das soll den Sieg nicht schmälern. Die Spieler waren sehr motiviert und haben über weite Strecken hervorragend gespielt", zeigte sich Miamis Trainer Erik Spoelstra nicht hundertprozentig zufrieden.

LeBron wie Jordan

Im neunten 50-Punkte-Spiel seiner Karriere sammelte James auch noch elf Rebounds und acht Assists.

In den letzten 25 Jahren gelang nur dem großen Michael Jordan im Januar 1989 gegen die Phoenix Suns ein ähnlich dominanter Auftritt.

"His Airness" erzielte damals 53 Zähler, elf Rebounds und acht Assists.

Da fiel es kaum ins Gewicht, dass Dwyane Wade (14 Punkte) und der frischgebackene All-Star Chris Bosh (13 Zähler) eher unterdurchschnittlich agierten.

Schrecksekunde für Wade

Außerdem musste Wade im dritten Viertel noch eine Schrecksekunde überstehen.

Nach einem harten Foul von Dwight Howard schlug der Guard hart auf den Boden auf und blieb eine Minute liegen.

Nach seinen Freiwürfen verschwand der 29-Jährige für eine kurze Behandlungspause in der Kabine, kehrte jedoch zu Beginn des letzten Viertels zurück.

"Es war keine unsaubere Aktion. Ich werde mit dem Team nach Charlotte reisen", sagte Wade mit einem Eisbeutel bepackt.

Magic hadern

Die Magic haderten dagegen mit ihrer schwachen Wurfquote.

"Wir haben uns gute Möglichkeiten erarbeitet, aber konnten sie einfasch nicht nutzen. Damit muss du manchmal leben", meinte Magic-Coach Stan Van Gundy.

Jameer Nelson verbuchte für die Gastgeber 22 Punkte.

Orlandos Topstar Dwight Howard kam zwar auf 17 Zähler und 16 Rebounds, ihm gelang jedoch nur ein einziger Punkt nach der Pause. Außerdem traf er nur drei seiner 13 Freiwürfe.

Mit dem Sieg bleibt Miami in der Eastern Conference Spitzenreiter Boston weiter dicht auf den Fersen. Orlando rangiert auf Rang fünf.

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