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Shaquille O'Neal (l.) verwandelte bis zu seinem Platzverweis 50 Prozent seiner Würfe © getty

Erneut geht es bei den Phoenix Suns unfair zu. O'Neal sieht den Sieg nur noch von der Tribüne. Die Spurs tun sich schwer.

Von Jessica Pulter

München - Die Phoenix Suns machen in der NBA derzeit weniger durch ihre Leistungen auf sich aufmerksam.

Vielmehr die Aggressivität auf dem Platz sorgt bei dem Team aus Arizona für Schlagzeilen.

Beim deutlichen 104:86-Heimsieg gegen die Detroit Pistons war es Shaquille O'Neal, dem die Sicherungen durchbrannten.

O'Neal mit unfairem Foul

Es ist erst wenige Tage her, dass die Suns sich ein Handgemenge mit den Houston Rockets lieferten.

Während O'Neal sich am vergangenen Mittwoch noch schützend vor seine Teamkollegen stellte, war es der Center diesmal selbst, der seinen Gegner unfair stoppte.

"Das war reine Physik"

Detroits Rodney Stuckey bekam bei einem Korbleger-Versuch Mitte des zweiten Viertels die geballte Kraft des 2,16-Meter-Koloss zu spüren.

O'Neal stellte sich dem Point Guard in den Weg und räumte ihn in der Luft ab.

Stuckey landet unsanft auf dem Boden, der Center wurde wegen unsportlichem Foulspiel vorzeitig unter die Dusche geschickt.

"Das war reine Physik", wiegelte der 36-Jährige später das harte Aufschlagen des Pistons-Spieler ab.

"Ein Körper in Bewegung bleibt in Bewegung. Wenn sich also zwei Objekte in der Luft begegnen, dann fällt das kleinere Objekt viel härter. Ich mache soetwas nicht mit Absicht. Der Kleine ist einfach gegen eine Steinwand gelaufen."

Vorsprung zu groß

Den Sieg der Suns gefährdete die Herausstellung des bis dahin gut spielenden O'Neal (12 Punkte) aber nicht.(Ergebnisse und Tabellen)

Zu groß war der Vorsprung, den sie sich vor der Halbzeitpause (61:46) herausgespielt hatten.

Detroit kam zwischenzeitlich nur noch bis auf neun Punkte heran.

Porter ist zufrieden

"Es ist schön zu sehen, dass unsere Jungs auf den Platz kommen und ein richtig gutes Basketball-Team dominieren können", war Suns-Trainer Terry Porter mit der Leistung zufrieden.

Für die Gastgeber war es der achte Sieg im elften Saisonspiel, Detroit hat nun eine Bilanz von 7:3.(Zu den Teamseiten)

Sacramento Kings - San Antonio Spurs 88:90

Etwas schwerer fiel den San Antonio Spurs der 90:88-Sieg bei den Sacramento Kings.

Das Team von Coach Gregg Popovich konnte sich nie deutlich vom Vorletzten der Pacific Division absetzen, der Abstand zwischen beiden Teams betrug nie mehr als acht Punkte.

Finley und Duncan übernehmen

Mit 72:68 für die Kings ging es ins Schlussviertel, in dem Michael Finley und Tim Duncan dann den Ton angaben.

Die beiden Spieler machten jeweils sechs Punkte und sorgten 15 Sekunden vor Schluss im Zusammenspiel für den entscheidenen Korb.

"Sind offensiv nicht gerade berauschend"

"Wir haben im Schlussviertel einen richtig guten Job gemacht. Das ist das Einzige, das zählt", meinte Popovich zum knappen Ausgang des Spiels.

"Wir sind in der Offensive derzeit nicht gerade berauschend. 88 Punkte sind wohl alles, was wir in deshalb in der Abwehr zulassen dürfen, um doch noch zu gewinnen."

Die weiteren Ergebnisse

Toronto - Miami 107:96Beste Werfer: Chris Bosh 27 Punkte - Dwyane Wade 29 Punkte

Charlotte - Orlando 85:90Beste Werfer: Gerald Wallace - Hedo Turkoglu 20 Punkte

Denver - Minnesota 90:84Beste Werfer: Chauncey Billups 26 Punkte - Al Jefferson 20 Punkte

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