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Jason Kidd wurde 1994 von den Dallas Mavericks gedraftet © getty

Der Guard ist der Matchwinner beim Sieg der Mavericks in Boston. Dirk Nowitzki ist der Topscorer. Kevin Garnett rastet aus.

Von Eric Böhm

München/Boston - Ein beherzter Schlussspurt hat den Dallas Mavericks ihren siebten Sieg hintereinander beschert.

In Boston triumphierte das Team um Dirk Nowitzki bei den heimischen Celtics mit 101:97 (54:51). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nowitzki war mit 29 Punkten Topscorer der Partie und leitete rund zwei Minuten vor dem Ende mit einem Drei-Punkte-Spiel den entscheidenden 10:0-Lauf ein. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Dirk ist für mich fraglos ein MVP-Kandidat. Er ist für uns wertvoller, als jeder andere Star-Spieler für sein Team", rührte Mavs-Trainer Rick Carlisle für seinen Schützling die Werbetrommel.

Nowitzki fast der Depp

Dabei wäre Nowitzki fast zum tragischen Helden geworden.

Beim Stand von 96:97 hätte er umringt von Celtics-Verteidigern beinahe die Kontrolle über den Ball verloren.

Irgendwie gelang es Dirkules noch, wenige Sekunden vor der Schlusssirene Jason Kidd zu finden, der nervenstark den Dreier zum Sieg verwandelte.

"Das war eine verrückte Situation. Ich wollte erst selbst werfen. Zum Glück habe ich den Ball zu Jason gebracht", zeigte sich Nowitzki erleichtert.

Kidd bescheiden

Der Aufbauspieler kam insgesamt auf zehn Zähler und neun Assists. Seinen wichtigsten Treffer analysierte er gewohnt nüchtern.

"Ich bin nicht gerade als Shooter bekannt, also ließen sie mich relativ frei stehen", meinte Kidd.

In dieser Aussage steckte eine gehörige Portion Understatement. Denn immerhin haben nur Reggie Miller und Ray Allen in der Geschichte der NBA mehr Dreier verwandelt.

"Er hat während seiner gesamten Karriere gezeigt, dass er Dreier versenken kann. Er hat aber nur selten die Anerkennung bekommen", zeigte Bostons Allen Respekt.

"Chandler unser MVP"

Außerdem überzeugte bei den Mavericks der sechste Mann Jason Terry mit 17 Punkten. Tyson Chandler steuerte zum Erfolg mit 14 Zählern und 15 Rebounds ein Double-Double bei.

"Er ist unser MVP. Ich bin traurig, dass er nicht für das All-Star Game berücksichtigt wurde. Er hätte es verdient", lobte Nowitzki seinen Teamkollegen. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Mit dem Sieg festigte Dallas Rang zwei im Westen. Bereits das Hinspiel hatten die Texaner mit einem späten Treffer für sich entschieden.

Garnett mit Ausraster

Für die Celtics, bei denen Shaquille O'Neal kurzfristig angeschlagen passen musste, gelangen Ray Allen 24 Punkte.

"Wir haben uns offene Würfe erarbeitet, konnten sie aber einfach nicht nutzen", haderte Paul Pierce vor allem mit der schlechten Dreierquote seines Teams.

Kevin Garnett sammelte lediglich16 Zähler. Außerdem leistete sich der Forward im dritten Viertel auch noch einen Ausraster.

Nach einem harmlosen Foul von J.J. Barea legte sich Garnett zunächst mit dem Puertorikaner an und schüttelte dann den Arm eines Schiedsrichters, der schlichtend eingegriffen hatte, unsanft beiseite. Dafür holte sich KG sein siebtes technisches Foul der Saison ab.

Boston bleibt in der Eastern Conference trotz der Pleite an der Spitze.

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