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Dirk Nowitzki wurde im NBA-Draft 1998 von den Milwaukee Bucks ausgewählt © getty

Dallas lässt sich auch von Lieblingsgegner Charlotte nicht stoppen. Nowitzki überragt und wird von einem Ex-Bobcat unterstützt.

Von Eric Böhm

München/Charlotte - Die Dallas Mavericks haben ihre Erfolgsserie auch gegen ihren Lieblingsgegner weiter ausgebaut.

Bei den Charlotte Bobcats feierten Dirk Nowitzki und Co. mit dem 101:92 (55:45) ihren achten Sieg in Folge. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nowitzki präsentiert sich endgültig wieder in der Form, die ihn vor seiner Verletzung zu einem der heißesten MVP-Kandidaten gemacht hatte.

Der Würzburger war mit 25 Punkten nicht nur Topscorer der gesamten Partie, er traf auch mehr als 50 Prozent seiner Würfe. Außerdem stellte Nowitzki mit vier Blocks seinen Saisonrekord ein. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Serie gegen die Bobcats hält an

"Wir mussten härter arbeiten, als wir es uns vorgestellt haben", sagte Nowitzki: "Aber die letzten Begegnungen sind eben schon regelrechte Play-off-Spiele, und da muss man sich eben durchkämpfen."

Dallas bleit damit auch nach dem 14. Aufeinandertreffen das einzige Team der NBA, das noch nie gegen die Bobcats verlor.

Ein 14:5-Lauf im dritten Viertel brachte den Mavs die deutliche 69:51-Führung und das Spiel war entschieden. Nowitzki markierte während dieses Zwischenspurts allein sechs Zähler.

"Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir ihre Quote aus dem Feld bei unter 40 Prozent halten konnten", hob Dirkules die Abwehrarbeit seiner Truppe hervor. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Immer wenn die Gefahr bestand, Charlotte könnte näher heran kommen, übernahm der deutsche Superstar Verantwortung und setzte wichtige Treffer.

Chandler überzeugt

Tatkräftig unterstützt wurde er von Tyson Chandler (neun Zähler, 15 Rebounds) und Jason Terry. Der sechste Mann der Mavericks verbuchte 21 Punkte.

Gerade Chandler zeigte gegen sein ehemaliges Team eine klasse Vorstellung. Teambesitzer Michael Jordan dürfte sich schon häufiger geärgert haben, dass er den Center im Tausch für Erick Dampier regelrecht nach Dallas abschob.

"Ich fühle mich dieses Jahr wie ein neuer Mensch. In der letzten Saison war ich einfach noch nicht fit. Jetzt kann ich zeigen, was ich draufhabe", meinte Chandler selbst.

Seine Präsenz unter den Körben verleiht Dallas im Vergleich zu den Vorjahren eine ganz neue Dimension.

"Er ist sehr vielseitig. Er punktet, holt Rebounds und hat keine Angst vor Kontakt. Zudem ist er für uns eine wichtige Führungspersönlichkeit", lobte ihn Jason Kidd nach der Partie.

Selbstvertrauen ist zurück

Erst seit Nowitzkis Comeback hat Dallas aber auch in der Offensive sein Selbstvertrauen zurück gewonnen.

Immerhin verloren die Mavericks nur ein einziges von 26 Spielen, in denen sie mehr als 100 Punkte erzielten.

Der Angriff ist also trotz der Defensiv-Philosophie von Coach Rick Carlisle ein ganz wichtiger Faktor.

"Wir haben unsere positive Arroganz vom Saisonbeginn zurück. Die schlechte Phase mit den Verletzungen hat uns stärker gemacht", sagte Terry der "Dallas Morning News."

Jackson rastet aus

Charlottes Point Guard D. J. Augustin markierte 21 Zähler, benötigte dafür aber 17 Versuche und konnte die zweite Heimpleite hintereinander nicht verhindern.

"Sie sind ein sehr gutes Team und haben einen Lauf. Wir haben hart gekämpft, aber es hat nicht gereicht", sagte Charlottes Trainer Paul Silas.

Zu allem Überfluss leistete sich Stephen Jackson auch noch einen Disput mit den Schiedsrichtern und kassierte sein bereits sein elftes technisches Foul der Saison.

"Er zeigt dieses Verhalten schon seit einiger Zeit. Es liegt an ihm, sich Gedanken zu machen" meinte Silas.

Den Rest der Partie durfte sich "Captain Jack" von der Seitenlinie aus ansehen, sehr weit weg von einem entsprechend geladenen Michael Jordan.

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