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Pau Gasol wechselte 2001 vom FC Barcelona in die NBA © getty

Der Spanier führt die L.A. Lakers mit Saisonbestleistung zum Sieg in New Orleans. Cleveland stellt einen NBA-Negativrekord auf.

Von Eric Böhm

München - Die harsche Kritik von Kobe Bryant hat bei Pau Gasol ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt.

Der Spanier führte die Los Angeles Lakers zu einem 101:95 (60:50)-Auswärtserfolg bei den ersatzgeschwächten New Orleans Hornets. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Er ist einfach ein sehr netter Mensch. Das ist aber auf dem Court nicht immer von Vorteil. Also habe ich ihm gesagt, er muss eigensinniger sein", präzisierte Bryant seine Aussagen der vergangen Tage.

Derartig angestachelt zeigte Gasol die geforderte Aggressivität gegen die Hornets und stellte mit 34 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung auf. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Gasol zufrieden

Außerdem verfehlte der Forward nur vier seiner 17 Versuche aus dem Feld und sammelte noch zehn Rebounds.

"Ich versuche mich noch mehr durchzusetzen und aktiv zu bleiben, anstatt nur zuzuschauen. Heute hat das ganz gut geklappt", meinte Gasol.

Bryant steuerte 32 Zähler bei und brachte die Lakers 3:20 Minuten vor Schluss mit einem Dreier letztlich entscheidend in Führung.

Nach zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen stellten die Lakers mit nur vier Ballverlusten eine neue Saisonbestmarke auf.

Williams kritisiert Schiris

Für die Hornets, die weiter ohne Emeka Okafor und Trevor Ariza auskommen mussten, gelangen Chris Paul 21 Punkte und 15 Assists.

Vor allem unter den Körben konnte New Orleans kaum gegenhalten und war immer wieder zu Fouls Gezwungen.

"Es ist schwer zu gewinnen, wenn du bei den Freiwürfen 4:27 unterlegen bist. Diesen Unterschied kann ich in so einem umkämpften Spiel nicht nachvollziehen", kritisierte Hornets-Coach Monty Williams die Schiedsrichter.

Der Meister bleibt in der Western Conference den Dallas Mavericks auf den Fersen, New Orleans ist Fünfter.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Utah Jazz - Oklahoma City Thunder 105:121

Die Oklahoma City Thunder feierten mit dem 121:105 (62:57) bei den Utah Jazz ihren fünften Erfolg aus den letzten sechs Spielen.

Russell Westbrook erzielte 33 Zähler und zehn Assists. NBA-Topscorer Kevin Durant markierte 21 Punkte.

"Russell war einfach phänomenal. Er hat einen Wurf nach dem anderen eiskalt verwandelt", lobte Durant seinen Teamkollegen.

Die Thunder erwischten von Draußen einen ausgesprochen guten Tag und stellten mit 13 verwandelten Dreiern bei nur 21 Versuchen eine neue Saisonbestmarke auf.

"Sie haben uns ausgesaugt"

Da half den Gastgebern auch die starke Leistung von Paul Millsap nicht. Der Power Forward verbuchte 34 Zähler, zehn Rebounds und sechs Assists.

"Wir haben gar nicht so schlecht verteidigt, aber sie haben uns die Dreier trotzdem nur so eingeschenkt", meinte Millsap.

All-Star Deron Williams kam im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause auf 14 Zähler und elf Assists.

"Sie haben uns förmlich das Leben ausgesaugt. Wir haben alles versucht", zeigte sich der Aufbauspieler ratlos.

Cleveland Cavaliers - Portland Trail Blazers 105:111

Die Cleveland Cavaliers stellten mit ihrer 24. Pleite hintereinander innerhalb einer Saison einen neuen NBA-Rekord auf.

Diesmal musste sich das Schlusslicht der Eastern Conference den Portland Trail Blazers mit 105:111 (57:55) geschlagen geben.

Den eigenen saisonübergreifenden Rekord aus dem November 1982 stellten sie ein.

"Es fühlt sich wie ein böser Traum an", sagte Daniel Gibson. Der Guard war mit zwölf Punkten und neun Assists von der Bank noch einer der besseren Cavs.

Miller will keine Schlagzeilen

Wesley Mathews zeigte bei den Gästen aus Oregon mit 31 Zählern eine starke Leistung.

Eine Minute vor dem Ende verwandelte ausgerechnet der frühere Cavalier Andre Miller einen extrem schweren Wurf im Rückwärtsfallen zum 109:105 und besiegelte Clevelands Schicksal.

"Du stehst unter besonderem Druck. Wir wollten schließlich nicht als Lachnummer in den Schlagzeilen auftauchen", meinte der Guard.

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