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Dirk Nowitzki war 2002 wertvollster Spieler der Weltmeisterschaft © getty

Dallas zittert sich zum Sieg. Nowitzki verletzt sich am Handgelenk und liefert sich eine Rangelei. Cleveland mit Negativrekord.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben eine gehörige Blamage gerade noch vermieden.

Gegen die Cleveland Cavaliers zitterte sich Dirk Nowitzkis Team zu einem 99:96 (59:49)-Heimerfolg. Die Mavericks bescherten mit ihrem neunten Erfolg in Serie Cleveland die 25. Pleite hintereinander und damit einen neuen NBA-Rekord.

Dirkules verstauchte sich im ersten Viertel das rechte Handgelenk und musste behandelt werden. Er kam zwar im zweiten Spielabschnitt in die Partie zurück, erzielte insgesamt aber lediglich zwölf Punkte und sechs Rebounds. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Ich habe es mit einem Tape versucht, aber es hat nicht geholfen. Egal, wir haben gewonnen", sagte Nowitzki und gab Entwarnung: "Es wird von Tag zu Tag besser werden." Beim Röntgen wurde keine Verletzung festgestellt.

Nowitzkis Fehler ohne Folgen

Am Ende hätte ein Ballverlust des gehandicapten Würzburgers die Cavaliers aber beinahe noch in die Verlängerung gerettet.

Anthony Parker setzte seinen Dreier Sekunden vor Schluss aber nur auf den Ring, und das heißeste Team der NBA kam mit einem blauen Auge davon. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das erinnert mich an meine ersten beiden Jahre in der Liga. Wenn du einmal in diesem Strudel steckst, findest du immer einen Weg zu verlieren. Ihr letzter Ballbesitz war ein perfektes Beispiel dafür", meinte Nowitzki.(STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Rangelei mit Sessions

Im letzten Viertel zeigte sich der deutsche Superstar nicht so verständnisvoll. Eine kleine Rangelei zwischen ihm und Clevelands Ramon Sessions sorgte kurzfristig für Aufregung.

Nach einigen harten Aktionen der Gäste ließ sich Nowitzki um ein Haar zu einem Schlag gegen den Guard der Cavaliers hinreißen und hatte Glück, dass ihm nur ein normales Foul angelastet wurde.

"Es war kein Schlag. Es war gar nichts", spielte der 32-Jährige die Situation herunter.

Terry überragt

Dabei hatte Dallas zur Pause bereits mit zehn Punkten geführt, ehe nach der Pause der Rhythmus im Angriff völlig verloren ging.

Aber Reservist Jason Terry markierte elf seiner 23 Zähler im Schlussviertel und traf auch den wichtigen Sprungwurf zum 99:94.

"Wir hatten ein schweres Spiel erwartet. Das ist ein Team, das um sein Leben kämpfte, um diesen Rekord zu vermeiden", sagte "Jet" im Anschluss.

Shawn Marion steuerte mit 17 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double bei.

Stojakovic-Debüt bescheiden

Der relativ selten eingesetzte Ersatz-Center Ian Mahinmi sammelte elf Zähler und acht Rebounds.

"Er war heute unser bester Spieler. Er hat Fouls gezogen und war immer in der Nähe des Balls", lobte Mavs-Coach Rick Carlisle den Franzosen.

Das Debüt von Neuzugang Peja Stojakovic verlief dagegen alles andere als glanzvoll. Der Serbe traf nur einen seiner sechs Versuche jenseits der Dreierlinie und beendete die Partie mit acht mageren Pünktchen.

"Peja braucht noch etwas Zeit. Er wird seine Form finden", forderte Carlisle Geduld mit dem 33-Jährigen.

Hickson erneut bester Cav

Cleveland wartet dagegen seit dem 18. Dezember sehnsüchtig auf einen Sieg.

"Jetzt stehen wir in den Geschichtsbüchern und wir können nichts mehr dagegen tun. Wir müssen nach vorn schauen", sagte Antawn Jamison.

Der Power Forward hätte noch zum Helden werden können, als er sich nach Parkers Fehlwurf den Rebound sicherte. Anstatt zu werfen, passte er jedoch zu Jamario Moon - und die Schlusssirene ertönte.

J.J. Hickson war mit 26 Zählern und zwölf Rebounds wieder einmal der mit Abstand beste Akteur seines Teams.

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