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Carmelo Anthony gewann mit den Syracuse Orange 2003 die College-Meisterschaft © getty

Denver verliert trotz der Bestleistung seines Superstars gegen Houston. Die Celtics patzen in Charlotte. Neuer Ärger für Jackson.

Von Eric Böhm

München - Selbst Carmelo Anthonys Glanzleistung hat den Denver Nuggets nicht zum Sieg gereicht.

Der Superstar stellte mit 50 Zählern zwar seine persönliche Bestmarke ein, aber auch er konnte die 103:108 (50:52)-Heimpleite gegen die Houston Rockets nicht verhindern. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Small Forward ist der erst der zweite Spieler, der in dieser Saison diese Marke knacken konnte. LeBron James schenkte den Orlando Magic sogar 51 Punkte ein.

"Wenn du 50 Punkte machst und trotzdem verlierst, fragst du dich: wieso? Wieso die 50? Hätten wir gewonnen, wäre es etwas anderes", konnte sich Anthony nicht freuen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Comeback kommt zu spät

"Melo" erzielte allein neun Punkte in der letzten Minute und hätte seinem Team fast noch zu einem Erfolg verholfen, obwohl die Gastgeber zwischenzeitlich bereits mit 15 Zählern im Rückstand lagen.

Houstons Kyle Lowry erwies sich jedoch als Spielverderber und verwandelte zwei Freiwürfe zum entscheidenden 107:101.

Die Nuggets mussten ohne Center Nene (Grippe) auskommen. Außerdem fiel Spielmacher Chauncey Billups mit einer Knieverletzung schon früh aus.

Der Rest des Teams war kaum zu sehen, also musste Anthony im Angriff die alleinige Verantwortung tragen.

Ein Trade zu den New York Knicks steht trotz der Gala weiter im Raum.

Rockets mit perfekter Strategie

Die Rockets setzten ihre Strategie dagegen perfekt um.

"Wir wollten ihn zu Sprungwürfen zwingen und Denvers andere Spieler abmelden. Melo wird immer seine Punkte machen. Das ist uns gut gelungen", meinte Houstons Shane Battier.

Rockets-Topscorer Kevin Martin bot Anthony mit insgesamt 37 Punkten über weite Strecken sehr gut Paroli.

Mit dem Sieg hält Houston auf Rang elf zumindest Kontakt zu den Playoff-Plätzen der Western Conference. Denver bleibt Siebter.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Charlotte Bobcats - Boston Celtics 94:89

Die Charlotte Bobcats feierten einen überraschenden 94:89 (51:50)-Sieg gegen die ersatzgeschwächten Boston Celtics.

Gerald Wallace erzielte nicht nur 19 Zähler, er verwandelte drei Sekunden vor Schluss auch die Freiwürfe zum Endstand.

"Das ist ein wunderbarer Sieg für uns", freute sich Bobcats-Coach Paul Silas.

Wieder Ärger um Jackson

Nicht einmal das neuerliche Fehlverhalten seines Stars Stephen Jackson verhagelte ihm die gute Laune.

Jackson beschwerte sich kurz vor der Halbzeit derartig bei den Schiedsrichtern über ein angebliches Foul, dass er mit zwei technischen Fouls vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.

"Es war klar, dass er rausfliegen würde. Danach haben die Jungs ein tolles Spiel gezeigt", lobte Silas die Reaktion seines Teams.

Garnett rastet aus

Die Celtics wirkten nach den letzten schweren Spielen mit ihrem Rumpfkader ausgelaugt.

Boston musste auf Shaquille O'Neal (Beinverletzung), Jermaine O'Neal (Knie), Delonte West (Handgelenk) und Marquis Daniels (Wirbelsäule) verzichten.

Ray Allen kam auf 25 Punkte. Dem Routinier fehlen zudem nur noch zwei erfolgreiche Dreier zum NBA-Rekord von Reggie Miller.

Zu allem Überfluss ließ sich Kevin Garnett noch zu einem Ellbogenschlag gegen Eduardo Najera hinreißen.

"Ich habe ihm gesagt, er schlägt so hart wie meine Oma", nahm Najera die Szene mit Humor.

Portland Trail Blazers ? Chicago Bulls 109:103

Die Portland Trail Blazers schlugen die Chicago Bulls in einem Duell zweier Superstars mit 109:103 (50:50).

Portlands Power Forward LaMarcus Aldridge entschied die Partie mit der persönlichen Bestleistung von 42 Zählern. Derrick Rose kam "nur" auf 36 Punkte.

"Es hat Spaß gemacht. Ich hatte zu Beginn einige einfache Dunks. Die haben mich ins Rollen gebracht", sagte Aldridge.

Andre Miller machte mit seinen zwei erfolgreichen Freiwürfen den Sack zu. Der Aufbauspieler verbuchte insgesamt 27 Zähler und elf Assists.

Rose spricht Klartext

Chicago litt vor allem unter der klaren Rebound-Unterlegenheit von 31:41.

"Im Angriff läuft es ja recht gut, aber in der Abwehr leisten wir uns furchtbare Schnitzer", legte Rose den Finger in die Wunde.

Die Gäste verloren bereits zum vierten Mal hintereinander im Rose Garden.

Die Bulls bleiben im Osten dennoch Dritter. Portland besetzt in der Western Conference weiter Rang acht.

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