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Miamis LeBron James ist mittlerweile siebenmaliger All-Star © getty

Der Superstar verlängert mit 41 Punkten Miamis Serie und stößt in einen elitären Kreis vor. Die Heat sind Boston auf den Fersen.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben dank LeBron James gegen die Indiana Pacers einen 117:112 (63:66)-Heimerfolg gefeiert.

Dabei verbuchte der "King" 41 Punkte, 13 Rebounds, acht Assists sowie drei Steals und setzte wenige Sekunden vor Schluss auch noch den entscheidenden Sprungwurf.

In den letzten 25 Jahren gelang in der NBA nur Hakeem Olajuwon, David Robinson und Larry Bird ein zahlenmäßig ähnlich starker Auftritt.

"Er spielt in Abwehr und Angriff wie ein MVP. Es war unglaublich. Sein Motor lief heute einfach immer weiter", schwärmte Miamis Trainer Erik Spoelstra. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

James mit Heat-Rekord

Dabei lagen die Heat zwischenzeitlich bereits mit 14 Punkten im Rückstand, ehe sie Indiana im letzten Viertel bei einer Wurfquote von lediglich 28 Prozent hielten.

"Ohne LeBron hätten wir bereits mit 40 vorn gelegen. Er war unfassbar gut", sagte Indianas Danny Granger nach der Partie.

Es war bereits James' drittes 40/10-Spiel der Saison. Das gelang noch keinem Heat-Spieler vor ihm.

"Wir haben im vierten Abschnitt endlich besser verteidigt und sie bei nur 15 Punkten gehalten. Das war ausschlaggebend", meinte der Superstar. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bosh und Wade solide

In seinen letzten 20 Spielen erzielte James im Durchschnitt fast 30 Zähler, 8,6 Rebounds und 7,5 Assists. In der Crunchtime legt er aber häufig sogar noch eine Schippe drauf. Da machte das Spiel gegen die Pacers keine Ausnahme.

Mit nur noch 14 Sekunden auf der Uhr versenkte er von Höhe der Freiwurflinie mit traumhafter Sicherheit den Wurf zum 113:110. Indiana war nach einer Auszeit nicht in der Lage, den Ball ins Spiel zu bringen und musste sich geschlagen geben.

Die beiden anderen Mitglieder von "Miami Thrice" zeigten solide Vorstellungen. Chris Bosh steuerte zu Miamis Erfolg 19 Zähler bei. Dwyane Wade sammelte 17 Punkte und gab sieben Vorlagen.

"Du musst nicht immer fantastisch spielen. Du musst nur einen Weg finden zu gewinnen. Das haben wir heute getan", sagte Wade.

Spoelstra nicht zufrieden

Bereits vor dem Spiel hatten Miamis Spieler immer wieder betont, dass die 77:93-Heimpleite aus dem November noch immer in ihren Köpfen herumspukte.

"Es war drei Viertel lang ein echter Shootout mit vielen Offensiv-Highlights. Im Schlussabschnitt konnten wir sie dann endlich stoppen", fasste Spoelstra zusammen.

Der Coach war trotz des siebten Sieges hintereinander nicht ganz zufrieden: "Wir sind ein gutes Team. Um ein großartiges Team zu werden, müssen wir konstanter auftreten."

Erste Pleite für Vogel

Die Pacers, die auf Brandon Rush (Knöchel) verzichten mussten, kassierten dagegen im fünften Spiel unter Interimscoach Frank Vogel ihre erste Niederlage.

Roy Hibbert gelang mit 20 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double. Tyler Hansbrough markierte 18 Punkte.

"Der beste Spieler der Welt ist in Topform und tritt in eigener Halle an. Da ist es schwer gegenzuhalten", sagte Vogel.

Damit liegen die Heat im Osten nur noch ein halbes Spiel hinter Spitzenreiter Boston. Indiana folgt auf Rang neun, hält aber Kontakt zu den Playoff-Plätzen.

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