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Zach Randolph spielte am College für die Michigan State Spartans © getty

Memphis trotz der Verletzung des Topscorers und siegt dank Zach Randolph in Oklahoma City. Die Spurs machen ihr Ding.

Von Eric Böhm

München - Die Memphis Grizzlies haben ohne ihren Topspieler Rudy Gay einen überraschenden Auswärtserfolg gefeiert.

Bei den Oklahoma City Thunder siegte das Team aus Tennessee mit 105:101 (44:55) nach Verlängerung. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

In Abwesenheit des Topcorers übernahm vor allem Zach Randolph Verantwortung und markierte 28 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung mit einem Korbleger das vorentscheidende 102:99. "Zebo" gelangen insgesamt 31 Zähler und 14 Rebounds.

"Er hat gerade im letzten Viertel und in der Overtime unglaublich gut gearbeitet. Seine Offensiv-Rebounds waren der Schlüssel", lobte Grizzlies-Trainer Lionel Hollins seinen Power Forward. Alle fünf Grizzlies-Starter punkteten zweistellig.

Allen ragt heraus

Gay fiel mit einer Zehprellung kurzfristig aus, aber sein Ersatzmann Tony Allen sprang mit seiner Saisonbestleistung von 27 Punkten exzellent in die Bresche.

"Tony hat wie ein All-Pro gespielt. Er hat heute für sie das Spiel gewonnen", zog Oklahoma Citys Coach Scott Brooks verbal seinen Hut.

Denn eigentlich ist Allen ein Abwehrspezialist und hatte deshalb auch die denkbar undankbare Aufgabe, Thunder-Star Kevin Durant zu beschatten. Durant erzielte zwar 31 Punkte, der Topscorer der NBA benötigte dafür aber gleich 25 Versuche aus dem Feld.

"Tony hat unglaublich gut verteidigt. Er hatte allein fünf Steals. Durant ist ein Scorer, aber wenn Tony nicht gewesen wäre, hätte er uns mindestens 40 Zähler eingeschenkt", meinte Hollins.

Harden verpasst Sieg

Außerdem verlor Durant gegen Allen und Co. Sekunden vor Ende der Overtime den Ball und bescherte Memphis den Sieg. Zuvor hätte in der regulären Spielzeit James Harden (13 Zähler) zum Held werden können, doch sein Korbleger verfehlte das Ziel.

Thunder-Aufbauspieler Russell Westbrook sammelte 21 Punkte und elf Assists, leistete sich aber auch acht Ballverluste.

Oklahoma City bleibt in der Western Conference dennoch Vierter. Memphis steht auf Rang neun, ganz dicht hinter den Portland Trail Blazers. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Detroit Pistons ? San Antonio Spurs 89:100

Die San Antonio Spurs bleiben das beste Team der NBA und gewannen bei den Detroit Pistons mit 100:89 (52:51).

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte gestatteten die Spurs den Gastgebern im dritten Viertel lediglich 15 Punkte und brachten das Spiel in der Folge souverän über die Bühne.

Tony Parker überzeugte mit 19 Punkten und sieben Assists. DeJuan Blair steuerte 18 Zähler und zwölf Rebounds bei.

"Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. Jeder hat offensiv etwas beigetragen", sagte San Antonios Point Guard Parker.

Popovich unzufrieden

Trainer Gregg Popovich war dennoch alles andere als zufrieden: "Wir sind nicht das beste Team der Liga. Die Bilanz kann täuschen. Wir müssen uns in der Verteidigung noch deutlich steigern."

Detroit bleibt dagegen nach der zwölften Heimniederlage auf Rang elf der Eastern Conference hängen.

Richard Hamiltons Comeback dauerte dagegen nur ein Spiel. Der Guard musste gegen San Antonio mit Leistenproblemen passen. Nach seiner Verbannung war "Rip" beim Sieg in Milwaukee erstmals seit dem 10. Januar wieder zum Einsatz gekommen.

Rookie-Center Greg Monroe war mit 14 Punkten und 13 Rebounds einer der wenigen Pistons-Lichtblicke.

Orlando Magic ? Los Angeles Clippers 101:85

Dwight Howard führte die Orlando Magic zu einem deutlichen 101:85 (42:46) gegen die Los Angeles Clippers.

"Superman" feierte mit 22 Zählern und 20 Rebounds sein fünftes 20/20-Spiel der Saison und behielt im Duell der besten Dunker der NBA gegen Blake Griffin klar die Oberhand.

Griffin verbuchte mit zehn Punkten und zwölf Rebounds zwar sein 43. Double-Double der Saison, traf aber nur vier seiner zwölf Versuche aus dem Feld.

"Wir verzeichneten 25 Fast-Break-Punkte und hatten Blake speziell nach der Pause gut im Griff", analysierte Orlandos Coach Stan Van Gundy.

Nur Davis gefährlich

Es war bereits Orlandos neunter Sieg hintereinander gegen die Gäste aus Kalifornien. Die Magic stehen im Osten trotz des Sieges weiterhin nur auf Rang fünf.

"Sie haben mich ständig gedoppelt. Also spielst du den Ball zu einem offen Teamkollegen und hoffst, dass er trifft. Heute haben wir nicht viele unserer offenen Würfe getroffen", meinte Griffin.

Einzig Guard Baron Davis (25 Punkte, acht Assists) wies mit vier von sechs verwandelten Dreiern seine Gefährlichkeit von außen nach.

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