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Dirk Nowitzki spielt bereits seit 1998 für die Dallas Mavericks © getty

Der Superstar der Dallas Mavericks bringt im Falle eines Ausfalls der nächsten NBA-Saison neue potenzielle Arbeitgeber ins Spiel.

München/Dallas - Die Brose Baskets Bamberg, ALBA Berlin und Bayern München hätten ihn gerne, doch Dirk Nowitzki denkt zurzeit in eine ganz andere Richtung.

"Vielleicht gehe ich nach China und spiele dort. Oder nach Südamerika", sagte Deutschlands Weltstar im Gespräch mit der "WAZ/NRZ." (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Dabei ließ der 32-Jährige offen, ob in dieser überraschenden Ankündigung nicht doch eine Prise Ironie steckte. Schließlich musste er zuletzt immer wieder Fragen zum möglichen Ausfall der nächsten NBA-Saison beantworten.

"Alles möglich. Warten wir erstmal ab, wie die Verhandlungen in der NBA ausgehen", wollte sich Nowitzki dann doch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhrim TV die SPORT1 News)

"Es sieht schlecht aus"

Momentan ist die planmäßige Durchführung der nächsten Saison in der NBA gefährdet, denn Klub-Besitzer und Spielergewerkschaft streiten um die Gehälter. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Es droht eine Aussperrung, möglicherweise sogar der Ausfall der gesamten Saison.

"Im Moment sieht es mit einer Einigung schlecht aus, aber Klub-Besitzer und Gewerkschaft treffen sich rund um das All-Star Game am 20. Februar zu Verhandlungen", sagte Nowitzki. Dann könne alles schnell gehen: "Auch eine Einigung ist möglich."

Mit Cuban beim Super Bowl

Mit Mark Cuban hat er über diese Situation, trotz des fast schon freundschaftlichen Verhältnisses zum Besitzer der Dallas Mavericks, dagegen noch nicht gesprochen.

"Es ist ja noch nichts entschieden. Worüber sollen wir also reden? Außerdem waren wir zuletzt gemeinsam beim Super Bowl", erzählte Nowitzki.

Obwohl er seit zwölf Jahren in Dallas wohnt, war er beim Aufeinandertreffen der Green Bay Packers mit den Pittsburgh Steelers zum ersten Mal bei einem Football-Spiel vor Ort.

"Wir spielen ja auch meist Sonntags, also hat es sich nie ergeben, aber es hat sich wirklich gelohnt", gab Nowitzki zu.

"Werde nicht pausieren"

Im Übrigen wird auch in der NFL derzeit über einen potenziellen Arbeitskampf spekuliert.

Sollte es allerdings in der NBA zu einer Aussperrung kommen, wird Nowitzki sich schleunigst nach einem neuen Arbeitgeber umsehen.

"Ich persönlich werde mit Sicherheit kein Jahr Pause machen. Es wäre Blödsinn, danach mit 34 Jahren noch einmal neu anzufangen", sagte der gebürtige Würzburger.

Titel bleibt das Ziel

Zunächst aber will er mit den Dallas Mavericks unbedingt den Titel in der NBA gewinnen. "Nominierungen, Statistik, Rekorde, alles schön, aber es interessiert mich nicht mehr. Unter dem Strich ist das alles zum Fenster raus", sagte Nowitzki.

An seinem großen Ziel ließ "Dirkules" dagegen keinen Zweifel: "Mich interessiert nur noch eins: Die Meisterschaft."

In seinem Spind in der Mavericks-Kabine hängt seit Jahren ein Foto vom Meisterpokal.

"Und wenn wir im Juni hoffentlich das letzte Spiel der Saison gewonnen haben, sind wir die Champions, dann nehme ich das Ding ab und zerreiße es", meinte der ehemalige MVP.

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