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Kobe Bryant war bereits dreimal MVP des All-Star Games © getty

Der Meister siegt im Traditionsduell in Boston und schließt zu den Mavericks auf. Ray Allen knackt den Rekord einer NBA-Legende

Von Eric Böhm

München/Boston - Die Los Angeles Lakers haben das Rematch der letztjährigen Finals bei den Boston Celtics mit 92:86 (45:53) gewonnen.

Kobe Bryant erzielte 20 seiner insgesamt 23 Punkte nach der Pause und sorgte 48 Sekunden vor Schluss mit einem Sprungwurf für das vorentscheidende 92:84. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bei den Gastgebern überholte Ray Allen (insgesamt 20 Zähler) den legendären Reggie Miller und hat nun mit 2.562 die meisten Dreier der NBA-Geschichte verwandelt.

"Es war mir schon peinlich, wie viel Aufmerksamkeit dem Rekord gewidmet wurde. Es war aber ein tolles Gefühl, dass ich nie vergessen werde. Trotzdem hätte ich lieber das Spiel gewonnen", meinte der Celtics-Routinier. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

"Spiele gern hier"

Die Lakers wollten unbedingt die Heimniederlage aus dem Hinspiel im Januar wettmachen und kamen nach einem Pausenrückstand von acht Punkten wie ausgewechselt aus der Kabine.

Ein 10:0-Lauf brachte Los Angeles die Führung und Bryant machte am Ende den Sack zu.

"Es gibt keine Halle, in der eine bessere Atmosphäre herrscht. Ich spiele immer sehr gern hier", sagte Bryant.

Der Superstar wurde vor allem von Pau Gasol (20 Zähler, zehn Rebounds) und Lamar Odom (zehn Punkte, zwölf Rebounds) unterstützt, die beide ein Double-Double lieferten.

Lakers dominieren die Bretter

Ohne die beiden O'Neals hatte der Titelverteidiger unter den Körben einen riesigen Vorteil und holte elf Rebounds mehr als die Gastgeber.

"Es macht einfach Spaß in Boston zu gewinnen. Wir haben in der zweiten Hälfte besser verteidigt und Kobe lief heiß. So einfach ist das", meinte Center Andrew Bynum.

Insgesamt punkteten gleich fünf Lakers zweistellig.

Die Kalifornier zogen mit ihrem dritten Sieg in Folge in der Western Conference mit den zweitplatzierten Dallas Mavericks gleich.

Pierce mit Klartext

Boston büßte dagegen die alleinige Spitzensposition im Osten ein und teilt sich den Platz an der Sonne jetzt mit den Miami Heat.

"Die Ausfälle tun uns schon weh, aber wir hatten eine deutliche Führung und vier All-Stars auf dem Parkett. Da müssen wir uns anders präsentieren", sprach Paul Pierce Klartext.

Kevin Garnett beendete das Spiel mit elf Rebounds und zehn Zählern, traf aber lediglich vier seiner 13 Versuche aus dem Feld.

"Ich wusste, wenn Kobe eine Chance auf den Sieg sieht, dann wird er richtig loslegen. So ist er einfach", ahnte Celtics-Coach Doc Rivers schon vor der Endphase nichts Gutes.

Phoenix Suns - Golden State Warriors 112:88

Die Phoenix Suns gewannen deutlich mit 112:88 (65:42) gegen die Golden State Warriors und hielten Anschluss an die Playoff-Plätze.

Steve Nash war für die Gastgeber der überragende Mann auf dem Parkett. Dem Point Guard gelangen 18 Punkten und elf Assists.

"Unsere Abwehrarbeit hat sich in den letzten Wochen merklich verbessert. Dadurch standen wir offensiv nicht so stark unter Druck", meinte der Kanadier.

Für Golden State erzielten die beiden Reservisten Reggie Williams und Ekpe Udoh jeweils 16 Punkte.

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