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Dwyane Wade ist mittlerweile siebenmaliger All-Star © getty

Dwyane Wade überragt in Detroit und beschert Miami Rang eins. Jetzt wartet der Kracher. LeBron legt sich mit einem Fan an.

Von Eric Böhm

München/Detroit - Die Miami Heat haben erstmals seit dem 12. Januar wieder die alleinige Führung in der Eastern Conference übernommen.

Mit dem 106:92 (64:43) bei den Detroit Pistons überholten "Miami Thrice" die Boston Celtics und feierten den achten Sieg in Serie.

Vor allem Dwyane Wade lieferte mit 24 Punkten, acht Rebounds und sieben Assists eine starke Vorstellung ab.

"Wir spielen in den letzten Wochen besser zusammen. Je länger die Saison dauert, desto besser wachsen wir zusammen", sagte der Guard nach der Partie. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Überraschung nur Illusion

Ein 12:2-Lauf früh im zweiten Viertel raubte den Gastgebern dabei bereits jegliche Illusion, eine Überraschung schaffen zu können.

Nach seinen dominanten Auftritten zuletzt hielt sich LeBron James etwas zurück, schrammte jedoch mit 16 Zählern, zehn Rebounds und acht Assists knapp an einem Triple-Double vorbei. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der "King" musste sich aber während des Spiels mit einem hartnäckigen Zuschauer herumschlagen, der ihn und seine Familie offenbar übel beleidigte, ehe James den Störenfried zurechtwies.

"Ich verstehe, dass die Fans leidenschaftlich sind. Sie dürfen über mich gern alles sagen, aber die Familie sollte tabu sein. Das habe ich ihm klargemacht", meinte der Superstar.

"Wir sind gefährlich"

Chris Bosh steuerte 17 Punkte und zehn Rebounds zum Sieg der Heat bei, bei denen alle fünf Starter zweistellig punkteten.

Bei den Pistons schaffte dies mit Tayshaun Prince (elf Zähler) nur ein Spieler aus der ersten Fünf. Außerdem gelang neun Spielern der Gäste mindestens ein Assist.

"Wenn wir diese Ausgeglichenheit konstant zeigen, dann sind wir extrem gefährlich", lobte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Seine Truppe lag während des gesamten Spiels nie in Rückstand und traf über 50 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld.

Gipfel steht an

Spoelstra ist aber noch lange nicht zufrieden: "Wir wollen uns immer weiter verbessern und ein ganz neues Spielniveau erreichen."

Am Sonntag werden die Heat dazu Gelegenheit bekommen. Dann kommt es in Boston zum Gipfeltreffen mit den Celtics (So., ab 19 Uhr LIVESCORES).

Die ersten zwei Aufeinandertreffen mit dem amtieren Meister der Eastern Conference verlor das Team aus Südflorida recht deutlich.

"Wir sind jetzt ein völlig anderes Team. Ihre starke Abwehrarbeit hat uns einfach überwältigt. Aber diesmal werden wir uns anders präsentieren", blickte James auf den Kracher.

Monroe ehrfürchtig

Die Pistons konnten dagegen nicht an die starke Leistung von Ende Januar anknüpfen. Damals verlor Detroit in Miami mit nur einem Punkt.

"Das hört sich vielleicht verrückt an, aber wir haben nicht so schlecht gespielt und alles gegeben", sagte Coach John Kuester.

Reservist Austin Daye war mit 18 Punkten bester Scorer der Gastgeber.

"Sie sind einfach verdammt gut. Egal ob in Abwehr oder Angriff. Sie sind unglaublich gut", meinte Greg Monroe ehrfürchtig.

Detroit weist damit bereits sechs Niederlagen mehr auf als die Indiana Pacers, die auf dem letzten Playoff-Platz rangieren.

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