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Jamario Moon wurde 2008 ins All-Rookie Second Team gewählt © getty

Cleveland besiegt nach 26 Niederlagen die Los Angeles Clippers und feiert. Kobe Bryant rockt sein Wohnzimmer. Die Spurs patzen.

Von Eric Böhm

München - Die Cleveland Cavaliers haben ihre geschichtsträchtige Negativserie endlich beendet.

Nach zuvor 26 Niederlagen hintereinander schlug das Schlusslicht der Eastern Conference die Los Angeles Clippers mit 126:119 (52:53) nach Verlängerung. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Antawn Jamison stellte mit 35 Punkten seine Saisonbestleistung ein und verwandelte 22 Sekunden vor Ende der Overtime den vorentscheidenden Dreier zum 123:119.

"Es ist ein großartiges Gefühl für die Stadt und die Fans. Wir haben so hart gearbeitet", meinte der Power Forward erleichtert. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Hickson rettet Cavaliers

Dabei hätten die Cavs den ersten Sieg seit dem 18. Dezember am Ende der regulären Spielzeit um ein Haar noch aus der Hand gegeben.

J.J. Hickson (27 Zähler, 14 Rebounds) blockte bei auslaufender Spielzeit einen Korbleger von Baron Davis und rettete sein Team in die Verlängerung. Die Gäste aus Kalifornien bemängelten allerdings ein Goaltending von Hickson.

"Das war unglaublich. Es gibt in der Liga einen Heimvorteil, aber viele dieser Entscheidungen heute waren unfassbar", kritisierte Blake Griffin die Schiedsrichter.

Der Clippers-Jungstar verbuchte 32 Punkte und 13 Rebounds. Baron Davis markierte 26 Zähler.

Mo Williams ist zurück

Cleveland kümmerte das wenig. Schließlich fiel von Spielern, Verantwortlichen und Fans eine riesige Last ab.

"Ich kann endlich wieder lachen. Siege fühlen sich so gut an", meinte Guard Daniel Gibson.

Vor allem die Rückkehr von Mo Williams schien die Cavaliers zu beflügeln. Der Aufbauspieler kam nach seiner Hüftverletzung erstmals seit einem Monat wieder zum Einsatz und steuerte 17 Zähler und 14 Assists bei.

"Er hat das Team gepusht. Jetzt haben wir die Serie durchbrochen, aber wir müssen jetzt immer so spielen. Dann haben wir keine Probleme", hakte Clevelands Coach Byron Scott den Sieg relativ schnell ab.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

New York Knicks - Los Angeles Lakers 96:113

Kobe Bryant stellte in seinem Wohnzimmer erneut seine ganze Klasse unter Beweis.

Einen Tag nach dem Sieg in Boston führte er die Los Angeles Lakers zu einem souveränen 113:96 (62:48)-Erfolg bei den New York Knicks.

Im Madison Square Garden fühlt sich der Superstar besonders wohl. Diesmal gelangen ihm 33 Punkte und zehn Rebounds.

Vor zwei Jahren hatte Bryant mit 61 Zählern den aktuellen Rekord in der legendären Heimstätte der Knicks aufgestellt.

"Ich wollte einfach ein gutes Spiel liefern. Wenn ich früh zwei oder drei Treffer setze, macht das den Gegner nervös", sagte Bryant.

"Kobe hat unser Herz genommen"

Pau Gasol markierte 20 Punkte für die Lakers, die zum achten Mal in Folge gegen die Knicks triumphierten.

"Wir sind momentan gut drauf. Wir arbeiten in der Defensive sehr hart und haben im Angriff einen guten Rhythmus", meinte der Spanier.

Mit dem Sieg übernahmen die Lakers im Westen den alleinigen zweiten Rang vor den spielfreien Dallas Mavericks.

Amare Stoudemire lieferte bei den Gastgebern mit 24 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double ab.

"Kobe hat uns frühzeitig aus dem Spiel genommen. Er hat uns das Kämpferherz genommen", analysierte New Yorks Trainer Mike D'Antoni.

Philadelphia 76ers - San Antonio Spurs 77:71

Die San Antonio Spurs kommen in Philadelphia einfach nicht zurecht.

Bei den heimischen 76ers verlor das beste Team der NBA mit 71:77 (46:46) und kassierte damit in der "Stadt der brüderlichen Liebe" bereits die vierte Pleite hintereinander.

Eine ganz schwache Quote von jenseits der Dreierlinie (drei von 17) und die starke Verteidigung der Sixers brachten San Antonio in der zweiten Hälfte zur Verzweiflung.

"Dieses Spiel hat den Offensiv-Basketball um mindestens zehn Jahre zurückgeworfen", flüchtete sich Spurs-Coach Gregg Popovich in Galgenhumor.

Holiday überzeugt

Jrue Holiday erzielte für die Gastgeber 27 Zähler. Elton Brand holte 17 Rebounds und blockte zwei Würfe.

"Die Verteidigung hat uns das Spiel gewonnen. Wir haben ihnen nur schwere Würfe gestattet und haben unser Ding durchgezogen", freute sich Brand.

Bei den Spurs zeigte lediglich Tim Duncan mit 16 Punkten und 13 Rebounds eine ansprechende Leistung.

Die Sixers behaupteten mit dem Erfolg Rang sieben in der Eastern Conference.

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