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Derrick Rose spielte am College für die Memphis Tigers © getty

Der Aufbauspieler treibt seine Bulls zum Sieg und meldet den Hornets-Star ab. Die Thunder kommen mit einem blauen Auge davon.

Von Eric Böhm

München - Derrick Rose hat die Chicago Bulls in beeindruckender Manier zu ihrem zweiten Auswärtssieg hintereinander geführt.

Nach dem Erfolg in Utah gewann der sechsmalige Meister bei den New Orleans Hornets mit 97:88 (42:53). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Rose war mit 23 Punkten nicht nur der Topscorer seines Teams, sondern ließ auch Hornets-Aufbauspieler Chris Paul kaum zur Entfaltung kommen. "CP3" erzielte zwar 15 Zähler, traf aber lediglich drei seiner zehn Versuche aus dem Feld.

"Er ist im Angriff unser Schlüsselspieler und verteidigt sehr stark. Derrick ist ein Monster. Wenn er irgendwann aufhört, wird er der Beste sein", lobte Carlos Boozer seinen Point Guard.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Rose gibt Lob weiter

Im dritten Viertel lagen die Bulls bereits mit zwölf Punkten zurück, ehe Rose die Kontrolle über das Spiel übernahm.

"Ich habe es Chris Paul sehr schwer gemacht offene Würfe zu finden, aber unsere Bank hat das Spiel entscheiden", spielte Rose seine eigene Leistung herunter. Die Reservisten erzielten zusammen 30 Punkte und 20 Rebounds. Boozer steuerte 17 Zähler und acht Rebounds bei.

Fünf Minuten vor dem Ende übernahmen die Gäste mit einem 9:0-Lauf die Führung und brachten das Spiel nach Hause.

Noah vor Rückkehr

Derweil kündigte Joakim Noah seine Rückkehr nach dem All-Star Game an. Der Center fällt seit Ende November mit einer Daumenverletzung aus.

"Er hat keine Schmerzen und konnte das komplette Trainingsprogramm absolvieren. Wir müssen jetzt vor allem an seinem Timing arbeiten", meinte Bulls-Coach Tom Thibodeau.

Chicago hält in der Eastern Conference als Dritter weiter Anschluss zu Miami und Boston.

Williams enttäuscht

Bei New Orleans ragte Reservist Marcus Thornton mit 24 Punkten heraus.

"Sie haben uns unter Druck gesetzt und wir haben uns nicht gewehrt. Das war heute wie ein Playoff-Spiel und wir waren nicht gut genug", zeigte sich Trainer Monty Williams enttäuscht.

Die Hornets nehmen nach der siebten Niederlage aus den letzten neun Partien im Westen Rang fünf ein.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Sacramento Kings - Oklahoma City Thunder 97:99

Die Oklahoma City Thunder taten sich derweil bei ihrem 99:97 (54:45)-Sieg bei den Sacramento Kings schwerer als erwartet.

NBA-Topscorer Kevin Durant zeigte mit 35 Zählern erneut seine ganze Klasse, verfehlte aber wenige Sekunden vor dem Ende beim Stand von 99:97 gleich zwei Freiwürfe und gab den Kings eine Chance zum Sieg.

Der starke Tyreke Evens (30 Punkte, neun Rebounds) traf mit seinem Dreier allerdings nur den Ring, und der Favorit kam mit einem blauen Auge davon.

"Der Versuch sah wirklich gut. Tyreke hat das ganze Spiel hindurch schwierige Würfe verwandelt. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite", sagte Durant.

Westphal bleibt Optimist

Nach der Niederlage gegen die Dallas Mavericks verloren die Kings erneut nur knapp gegen ein Spitzenteam der Western Conference.

"Wir sind wirklich nahe dran. Die Jungs können mit diesen guten Teams mithalten. Es fehlt nur der letzte Schritt", blieb Sacramentos Trainer Paul Westphal optimistisch.

Neben Evans überzeugte DeMarcus Cousins mit 14 Zählern und zwölf Rebounds.

Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kommt es zum Rückspiel in Oklahoma City (ab 2 Uhr LIVESCORES)

Washington Wizards - San Antonio Spurs 94:118

Die San Antonio Spurs kamen zu einem lockeren 118:94 (72:45) bei den Washington Wizards.

Das beste Team der Liga machte früh alles klar und erzielte in der ersten Hälfte bereits mehr Punkte als bei der 71:77-Niederlage in Philadelphia.

"Manchmal ist Basketball einfach verrückt. Innerhalb von einem Tag kann sich alles umdrehen", meinte Parker.

Tony Parker sammelte 18 Punkte und achte Assists. Power Forward DeJuan Blair (13 Zähler, zwölf Rebounds) gelang ein Double-Double.

Wizards im freien Fall

Die Hauptstädter kassierten bereits ihre zehnte Schlappe innerhalb der letzten elf Spiele und bleiben das drittschwächste Team der Eastern Conference.

"Du bist so gut wie dein letztes Spiel. Momentan sind wir nicht sehr gut", sagte Coach Flip Saunders.

Andray Blatche war mit 16 Punkten und neun Rebounds einer der ganz wenigen Lichtblicke.

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