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Bald in einem Team? Stephon Marbury und Dallas' Dirk Nowitzki (r.) © getty

Dallas soll erste Gespräche mit Stephon Marbury geführt haben. Für den Wechsel spricht auch, dass ein Maverick weg will.

Von Jessica Pulter

München - Spielen darf Stephon Marbury bei den New York Knicks derzeit nicht, aber auch die Auflösung seines Vertrags läuft nicht reibungslos.

Ein möglicher Wechsel zu den Dallas Mavericks bringt nun neuen Schwung in die verzwickte Situation des Point Guards und heizt der Gerüchteküche in Texas ordentlich ein.

Denn auch im Team von Dirk Nowitzki möchte ein Spieler weg. Jerry Stackhouse ist mit seiner Rolle im Team unzufrieden.

Treffen mit Marbury

Beim Gastspiel der Mavericks in New York am Sonntag hat sich Manager Donnie Nelson mit dem 31-jährigen Marbury getroffen, um anscheinend den groben Rahmen abzustecken.

45 Minuten hat dieses Gespräch gedauert, doch eine Richtung, ob und wie ein Wechsel in Frage kommt, soll noch nicht eingeschlagen worden sein.

Nicht im Kader

Denn die Situation um Marbury ist keine einfache. Der Point Guard ist der teuerste Spieler im Kader der Knicks und besitzt noch einen Vertrag über knapp 22 Millionen US-Dollar.

Marbury hat in dieser Saison aber noch kein Spiel bestritten. Nachdem Knicks-Trainer Mike D'Antoni ihn vor der Saison auf die Bank setzte, steht er momentan nicht einmal im Aufgebot bei den Saisonspielen.

Angebot ist zu niedrig

Marbury könnte sich zwar aus dem Vertrag herauskaufen, doch die Knicks bieten ihm "nur" 19 Millionen.

Zu wenig für den 31-Jährigen, der auf kein Geld verzichten will.

"Wenn ich mir von ihnen 100 Dollar leihe, dann wären sie doch auch sauer, wenn sie nur 80 Dollar zurückbekommen würde", meinte er zu einem Reporter.

Cuban ist ein Fan von Marbury

Eine weitere Möglichkeit, die Knicks zu verlassen, wäre ein Trade. Doch der Marktwert des Guards sinkt mit jedem Tag, und jünger wird er auch nicht mehr.

Den Mavericks ist das anscheinend egal (Nowitzki-Watch). Besitzer Mark Cuban outete sich erst am Sonntag als Fan des Spielers, um dann gleich hinterherzuschieben: "Ich nehme das zurück. Ich darf ja nicht über Spieler anderer Teams reden."

Ein Platz ist frei

Doch bei Dallas wird sich wohl in den kommenden Wochen noch etwas auf dem Transfermarkt tun (zu den Teamseiten).

"Wir haben nicht umsonst derzeit nur 14 Spieler. Vielleicht bietet sich ja noch eine Gelegenheit", sagte Cuban, der sich momentan auch mit den Vorwürfen des Insiderhandels beschäftigen muss (zum Artikel). 15 Spieler wären pro NBA-Team erlaubt.

Stackhouse will weg

Allerdings könnten die Mavericks noch einen freien Platz hinzubekommen, denn Stackhouse flirtet mit der Idee, Dallas zu verlassen.

"Ich prüfe meine Optionen", meinte der Routinier, der seit 2004 für das Team spielt, zuletzt aber kaum Einsatzzeiten bekam.

"Ich bin an einem Punkt, wo ich schauen muss, ob es andere Möglichkeiten gibt, die für mich mehr Sinn machen."

Der Guard passt nicht ins System

Im Gegensatz zu Marbury möchte Stackhouse sein Team aber nicht im Streit verlassen, damit es für ihn vielleicht eine Rückkehr als Trainer oder im Management der Franchise gibt.

Der 34-Jährige, der jahrelang zu den besten "sechsten Männern" der Liga gehörte, nimmt lediglich im neuen Spielsystem unter Coach Rick Carlisle keine große Rolle mehr ein.

Stackhouse überlegt nun, ob seine Qualitäten in einem anderen Team besser zur Geltung kommen würden.

"In verschiedene Richtungen"

Die Mavericks dagegen würden ihn gerne behalten. Nicht nur als Alternative auf der Bank, sondern auch damit seine Erfahrung den jüngeren Spielern helfen kann. "Das wäre unsere erste Wahl", sagte Manager Nelson.

Doch für Stackhouse ist das wohl zu wenig: "Es wird immer einen Teil von mir geben, der zu den Dallas Mavericks gehört. Aber wie es derzeit aussieht, bewegen wir uns in verschiedene Richtungen."

Für die Mavericks zumindest soll es in der Nacht zum Mittwoch weiter bergauf gehen. Nach dem Erfolg bei den Knicks wollen sie auch in Charlotte gewinnen (Ergebnisse und Tabellen).

Die Statistik spricht dafür, denn gegen die Bobcats haben die Mavs noch nie verloren.

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