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Dwight Howard wurde bereits zweimal zum besten Verteidiger der NBA gewählt © getty

Dwight Howard verhilft Orlando zum Heimerfolg. Die Lakers erreichen einen Tiefpunkt. Bei den Wizards platzt endlich der Knoten.

Von Eric Böhm

München - Die Orlando Magic haben ein deutliches Signal an den Rest der Liga gesendet.

Gegen die Los Angeles Lakers gab es einen klaren 89:75 (45:41)-Heimerfolg. Dabei gewannen die Magic gegen den Titelverteidiger jedes einzelne Viertel und riefen ihr großes Potenzial endlich einmal über die gesamten 48 Minuten ab.

Dwight Howard gelangen 19 seiner 31 Punkte nach der Pause. "Superman" sammelte außerdem noch 13 Rebounds und drei Blocks. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"So wie heute müssen wir immer auftreten. Wenn wir das hinbekommen, sind wir zweifellos ein Titelkandidat", meinte Howard nach der Partie. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

"Wollten uns etwas beweisen"

Spätestens nach einem Drei-Punkte-Spiel des Centers zum 84:69 war die Entscheidung gefallen.

Damit gelang den Gastgebern der erste Sieg gegen einen Kontrahenten mit positiver Bilanz seit über einem Monat. Damals siegten die Magic bei den Dallas Mavericks, die allerdings ohne Dirk Nowitzki auskommen mussten.

"Wir haben gegen die guten Teams bisher nicht überzeugt. Heute wollten wir uns selbst beweisen, dass wir auch diese Teams schlagen können", sagte Forward Ryan Anderson.

Lakers mit Negativrekord

Orlandos knallharte Verteidigung hielt die Lakers bei ihrer schwächsten Punktausbeute der gesamten Saison. Weniger Punkte hatten die Lakers zuletzt am 11. März 2007 beim 72:108 gegen Nowitzkis Mavericks erzielt.

"Im Angriff kamen wir einfach nicht zurecht. Sie haben nur 89 Punkte erzielt. Wir hätten das Spiel gewinnen können", zeigte sich Center Andrew Bynum enttäuscht.

Superstar Kobe Bryant erzielte 17 Zähler, nahm in der zweiten Hälfte aber nur sechs Würfe und verfehlte vier davon.

"Wir hatten Glück, dass Kobe heute nicht ganz so gut drauf war. Trotzdem haben wir ihnen keine einfachen Punkte gestattet oder offene Würfe zugelassen", analysierte Magic-Coach Stan Van Gundy.

Barnes vor Comeback

Die Kalifornier verloren erstmals nach zuvor vier Siegen in Folge. Immerhin deutet sich das Comeback von Matt Barnes an.

Der Forward fällt seit Anfang Januar mit einer Meniskusverletzung aus, wird aber in den nächsten Tagen ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Mit dem Erfolg verbesserte sich Orlando in der Eastern Conference auf Rang vier. Die Lakers sind im Westen knapp hinter den Dallas Mavericks Dritter.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Memphis Grizzlies - Denver Nuggets 116:108

Die Memphis Grizzlies fuhren mit dem 116:108 (55:67) gegen die Denver Nuggets ihren dritten Sieg hintereinander ein.

Dabei lagen die Gastgeber im dritten Viertel bereits mit 17 Punkten in Rückstand, ehe Zach Randolph die Grizzlies zurückbrachte.

Der Power Foward markierte zwölf seiner 14 Zähler im Schlussabschnitt. Darrell Arthur gelang mit 24 Punkten eine persönliche Bestleistung.

"Du musst keinen Plan machen, um 'Zebo' ins Spiel zu bringen. Er schnappt sich den Ball und dominiert", schwärmte Rudy Gay (insgesamt 23 Zähler) von seinem Mitspieler.

Billups frustriert

Denvers Carmelo Anthony setzte trotz der Niederlage seinen starken Monat mit 28 Zählern fort. Im Februar verbucht er im Schnitt fast 33 Punkte pro Partie.

"Es ist enttäuschend. Wir hätten dieses Team schlagen müssen. Gerade mit dem großen Vorsprung. Das frustriert mich unheimlich", sagte Nuggets-Aufbauspieler Chauncey Billups.

Memphis hält Anschluss

Die Grizzlies beendeten das Spiel mit einem 20:6-Lauf und gewannen erst zum zweiten Mal in den letzten 13 Aufeinandertreffen mit Denver.

Memphis liegt damit im Westen weiter nur ein Spiel hinter Portland, das den letzen Playoff-Rang besetzt. Die Nuggets bleiben Sechster.

Cleveland Cavaliers - Washington Wizards 100:115

Die Washington Wizards feierten im Duell der Kellerkinder endlich ihren ersten Auswärtserfolg.

Bei den Cleveland Cavaliers triumphierten die Hauptstädter nach zuvor 25 Pleiten auf gegnerischem Parkett mit 115:100 (68:46).

Washingtons Topscorer Nick Young zeigte mit 31 Zählern eine starke Leistung. John Wall sammelte 19 Punkte und 14 Assists.

"Es ist wie Weihnachten. Dieser Sieg bedeutet uns unglaublich viel", sagte der sichtlich erleichterte Wall.

Josh Howard ist zurück

Die Cavaliers können die Gefühlslage der Wizards sicher gut verstehen, schließlich beendeten sie zuletzt gegen die Los Angeles Clippers ihre Rekord-Pleitenserie.

Der ehemalige Maverick Josh Howard kam erstmals seit Anfang Januar wieder zum Einsatz und verwandelte acht Minuten vor Schluss gleich den letztlich vorentscheidenden Dreier zum 102:86.

"Ich bin ratlos. Nach dem Ende der Serie haben die Spieler alle gesagt, dass wir immer so spielen müssen, und dann liefern sie so eine schwache Leistung ab", war Clevelands Trainer Byron Scott bedient.

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