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Carmelo Anthony (am Ball) wurde 2003 an dritter Position von den Nuggets gedraftet © getty

Denver verliert in Houston den Faden und den Superstar. Das Geheimnis der Spurs ist gelüftet. Ein Buck macht große Sprünge.

Von Marcus Giebel

München - Mehr als ein Viertel lang waren die Denver Nuggets her im Haus der Houston Rockets.

Doch dann drehten die Gastgeber im Toyota Center auf und siegten letztlich klar mit 121:102 (58:54).

Da kam auch Carmelo Anthony nicht mehr mit. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Es war ein verrücktes Spiel. Wir waren in der ersten Hälfte mit zwölf Punkten weg. Dann blinzelst du einmal und schon liegen die Rockets mit zwölf vorne", staunte der viermalige Allstar nach dem intensiven Spiel vor 16.450 Zuschauern.

Verletzung nach Zusammenprall mit Scola

Für Melo war es ein Tag zum Vergessen: Nur vier seiner 14 Würfe waren erfolgreich, so dass er auf enttäuschende 16 Zähler kam.

Zu allem Überfluss zog er sich bei einem Zusammenprall mit Luis Scola eine Schulterverletzung zu und musste den Schluss-Abschnitt von der Bank verfolgen.

"Ich habe wohl eine Prellung oder Quetschung. Zum Glück haben wir jetzt einen Tag frei", erklärte der 26-Jährige, der zu einem möglichen Trade nach Houston schwieg.(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Drei Bankspieler für 55 Punkte

Für den Umschwung im Laufe des zweiten Viertels sorgten die Bankspieler der Rockets.

Courtney Lee war mit 22 Punkten Topscorer und traf fünf von sieben Dreierversuchen. Dazu kamen die starken Ausbeuten von Aaron Brooks (18) und Chase Budinger (15).

"Ich muss unseren Bankspielern Respekt zollen. Sie kamen ins Spiel und haben mit ihrer Energie den Spielverlauf komplett geändert", verteilte Coach Rick Adelman ein Extra-Lob.

Perfektes Spiel von Battier

Shane Battier, der bei sieben Würfen für 17 Punkte eine hundertprozentige Trefferquote aufwies, pflichtete ihm bei: "Unsere Bank hat im zweiten Viertel ordentlich auf das Tempo gedrückt und einen tollen Job gemacht. Wir haben dann unseren Rhythmus gefunden. So ein Spiel fühlt sich gut an."

Mit einem 27:9-Lauf zum Ende der ersten Hälfte wendete Houston das Blatt und liegt nun noch fünf Siege hinter dem West-Achten aus Denver.

Bei den Nuggets, die sieben der zehn vergangenen Spiele verloren haben, war Arron Afflalo mit 17 Punkten bester Schütze, Chauncey Billups markierte 15 Zähler.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

New Jersey Nets - San Antonio Spurs 85:102

Die San Antonio Spurs haben auf ihrer mit dem Spiel bei den Bulls in der Nacht auf Freitag endenden Auswärtstour den sechsten Sieg in acht Spielen eingefahren.

Dabei nahm Gregg Popovich das 102:85 (59:48) bei den New Jersey Nets nicht einfach gelassen zur Kenntnis.

"Meine Jungs haben ein paar Schrammen und Prellungen. Aber sie haben einen tollen Charakter. Sie sind Profis und wissen, was von ihnen erwartet wird. Wir arbeiten auf unser Ziel hin", zollte der Coach seinen Profis Respekt.

Sechsmal zweistellig

Dabei erwies sich einmal mehr die Ausgeglichenheit als Trumpf für das beste Team der Liga: Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig.

Manu Ginobili führte dieses Sextett mit 22 Zählern an. Tim Duncan (17 Punkte und elf Rebounds) gelang ebenso wie DeJuan Blair (zehn Punkte und elf Rebounds) ein Double-Double.

Tony Parker traf zwar lediglich fünf von 13 Versuchen, kam aber wie George Hill auf 13 Zähler, Gary Neal steuerte elf zum 46. Saisonsieg bei.

Johnson: "Spurs sind großartig"

Bei den Gastgebern kamen Travis Outlaw und Brook Lopez (zehn Rebounds) ebenfalls jeweils auf elf Punkte.

Ihrem Coach Avery Johnson blieb letztlich nur die Erkenntnis: "Die Spurs sind ein großartiges Team. Es gibt einen Grund, warum sie die beste Bilanz haben: Sie stehen sich nicht selbst im Weg, denn sie sind Profis und verstehen ihr Geschäft."

Milwaukee Bucks - Los Angeles Clippers 102:78

Auch "Double-Double-Mann" Blake Griffin konnte die siebte Pleite der Los Angeles Clippers in den vergangenen acht Spielen nicht verhindern.

Zwar punktete (19) und reboundete (zwölf) der Allstar beim 78:102 (45:47) bei den Milwaukee Bucks zweistellig, doch der überragende Mann stand auf der anderen Seite.

Carlos Delfino hatte mit 26 Zählern großen Anteil am ersten Bucks-Erfolg nach drei Niederlagen und stellte mit sieben verwandelten Dreiern bei zehn Versuchen einen persönlichen Rekord auf.

Was ist mit Ilyasova?

Unterstützung fand er vor allem bei John Salmons, der 16 Punkte erzielte und zwölf Assists verteilte.

Wermutstropfen für Milwaukee: Ersan Ilyasova musste bereits nach zwei Minuten wegen einer Augenverletzung vom Parkett und könnte vorerst ausfallen.

Detroit Pistons - Atlanta Hawks 79:94

Die Atlanta Hawks sind dank Josh Smith wieder in der Spur. Nach zwei Heimniederlagen gewann das Team von Coach Larry Drew bei den Detroit Pistons mit 94:79 (53:51) und ist damit die Nummer vier im Osten.

Smith warf 27 Punkte und pflückte 14 Rebounds vom Brett. Bei den Gastgebern kam Tracy McGrady auf 14 Zähler, traf nur jeden dritten seiner neun Würfe.

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