vergrößernverkleinern
Dwyane Wade nimmt in diesem Jahr zum siebten Mal am All-Star Game teil © getty

Dwyane Wade stellt einen Teamrekord ein und führt Miami zum Erfolg bei den Pacers. LeBron James sorgt spät für die Entscheidung.

Von Eric Böhm

München/Indianapolis - Die Miami Heat haben sich für die die bittere Pleite in Boston rehabilitiert.

Bei den Indiana Pacers gelang dank "Miami Thrice" ein schwer erkämpfter 110:103 (58:54)-Auswärtserfolg. Die drei Superstars erzielten mit insgesamt 90 Punkten ihre zweithöchste Ausbeute der Saison. Anfang Januar kamen die großen Drei in Portland sogar auf 96.

Dwyane Wade stach mit 41 Zählern und zwölf Rebounds heraus und stellte mit 31 Punkten in der ersten Hälfte den Teamrekord von Sherman Douglas aus dem Jahr 1990 ein.

"Das ist D-Wade. Er ist einfach unglaublich. Diese erste Hälfte war einfach einmalig", schwärmte LeBron James von seinem Teamkollegen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

LeBron übernimmt das Zepter

In der entscheidenden Phase übernahm allerdings der "King" selbst das Zepter.

Der Superstar markierte acht seiner 27 Zähler innerhalb von drei Minuten und brachte den Heat die vorentscheidende 101:94-Führung.

"Im letzten Viertel haben wir uns defensiv gefunden. Das ist unsere Stärke. In der 'Winning Time' stoppen wir den Gegner", zeigte sich James zufrieden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Indiana traf im Schlussabschnitt lediglich sechs seiner 23 Wurfversuche.

Traumstart der Heat

Dabei schien die Partie schon nach einem Viertel gelaufen zu sein. Angeführt von Wade gewannen die Gäste den ersten Spielabschnitt 41:19, ehe die Pacers sukzessive näher kamen und sogar bis etwa neun Minuten vor dem Ende in Front lagen.

Doch mit einem spektakulären Dunk leitete LeBron die starke Schlussphase der Heat ein.

"Wir sind im vierten Abschnitt einfach eines der besten Teams der NBA. Mit Chris, LeBron und mir haben wir ausgezeichnete Spieler, die gute, offene Würfe kreieren", meinte Wade.

Dem angesprochenen Chris Bosh gelangen 22 Punkte und acht Rebounds.

Mangelnde Konstanz

Die mangelnde Konstanz nach dem Traumstart machte Miamis Topstars im Anschluss dennoch zu schaffen.

"Uns unterlaufen immer wieder solche Phasen. Die Gegner bringen uns relativ leicht aus dem Rhythmus. Das müssen wir dringend abstellen", warnte James.

Diese Durchhänger werden von den Spitzenteams knallhart bestraft. Auch in Boston war zu sehen, dass die Heat gegen solch starke Kontrahenten über 48 Minuten konzentriert zu Werke gehen müssen, um in der "Winning Time" dann auch den Sieg zu erringen.

"Das ist uns bewusst. Wir müssen diese Konstanz entwickeln, um Meister werden zu können", sagte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Vogel stolz auf sein Team

Indiana verlor erst zum zweiten Mal unter Interimscoach Frank Vogel, jeweils gegen die Heat, und steht im Osten auf Rang acht.

"Ich bin trotzdem stolz auf mein Team. Sie haben Mut bewiesen und nie aufgegeben", lobte Pacers-Interimscoach Frank Vogel seine Truppe.

Bei den Pacers erzielte Center Roy Hibbert 18 Zähler. Tyler Hansbrough steuerte von der Bank kommend 16 Punkte bei.

"Den Rest der Saison werden wir richtig Gas geben. Wir sind hungrig und werden noch einige überraschen", zeigte Hibbert Selbstbewusstsein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel