vergrößernverkleinern
Phil Jackson gewnn bisher elf NBA-Titel als Trainer und zwei als Spieler © getty

Der Meister setzt seine Talfahrt in Cleveland fort. Nur Gasol wehrt sich. Die Heat gewinnen bei Boshs Ex-Team. Portland klettert.

Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Lakers haben ihre Talfahrt ungebremst fortgesetzt.

Nach der deftigen Abreibung bei den Charlotte Bobcats setzte es mit dem 99:104 (46:51) bei den Cleveland Cavaliers bereits die dritte Niederlage in Folge. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vor wenigen Wochen hatte der Titelverteidiger das schwächste Team der Liga noch mit 55 Punkten Unterschied aus dem Staples Center gefegt.

"Es war schmerzhaft. Eine wirklich schmerzhafte Niederlage. Dieser Auftritt war enttäuschend. Ich bin ratlos", stammelte Pau Gasol nach der Partie in die Mikrofone. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Nur Gasol überzeugt

Dabei zeigte gerade der Spanier als Einziger seines Teams mit 30 Punkten und 20 Rebounds eine starke Leistung.

Lediglich Gasol und Shaquille O'Neal gelang in den letzten 25 Jahren ein 30/20-Spiel im Lakers-Trikot.

Der Rest der Truppe enttäuschte auf ganzer Linie. Superstar Kobe Bryant traf nur acht seiner 25 Versuche aus dem Feld und kam auf 17 Zähler.

"Das ist unser Problem. Wir nehmen schwache Teams auf die leichte Schulter und spielen mit ihnen Katz und Maus. Manchmal verliert die Katze", sagte Lamar Odom. Der Power Forward unterstrich mit dieser Aussage die mangelnde Einstellung der Kalifornier auf und neben dem Parkett.

Cleveland feiert Revanche

Die Gastgeber dagegen feierten ihre Revanche gegen den Meister ausgelassen.

"Mit 50 Punkten sollte man eigentlich nur in einem Videospiel gewinnen. Heute haben wir angedeutet, was möglich ist, wenn wir unser Potenzial abrufen", meinte Antawn Jamison.

Ramon Sessions gelang für die Gastgeber von der Bank kommend mit 32 Punkten eine Saisonbestmarke. Der Guard verwandelte zudem elf Sekunden vor Schluss die entscheidenden Freiwürfe zum 103:99.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Toronto Raptors - Miami Heat 95:103

Die Miami Heat gewannen zum zehnten Mal in den letzten elf Partien. Bei den Toronto Raptors siegte das Starensemble mit 103:95 (50:46).

Chris Bosh erzielte gegen sein Ex-Team 25 Zähler. LeBron James verpasste mit 23 Punkten, 13 Rebounds und acht Assists nur knapp ein Triple-Double.

"Wir wollten das Spiel unbedingt für Chris gewinnen. Wir wollten für ihn als Brüder und Teamkollegen da sein", spielte James auf die lauten Buhrufe für Bosh an.

Topscorer der Heat war Dwyane Wade mit 28 Zählern. Nur vier andere Spieler Miamis trugen sich in die Scorerliste ein.

Miller pausiert

Die Gäste gewannen die ersten drei Viertel und widerstanden auch dem Aufbäumen der Raptors im Schlussabschnitt.

"Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben uns durchgekämpft. Die All-Star-Pause wird uns sicher gut tun", meinte Heat-Coach Erik Spoelstra.

Miami musste zudem auf seinen Scharfschützen Mike Miller verzichten, der mit einer Blessur am rechten Auge passen musste.

Raptors weiter in der Krise

Für die Raptors, die lediglich zwei ihrer letzten 19 Spiele gewinnen konnten, gelangen Andrea Bargnani 38 Zähler.

"Wir haben viele verschiedene Formationen probiert, aber es hat nicht gereicht", hakte Torontos Coach Jay Triano die Partie schnell ab.

Sein Team ist in der Eastern Conference weiter Vorletzter. Die Heat bleiben Spitzenreiter Boston auf den Fersen.

Portland Trail Blazers - New Orleans Hornets 103:96

Die Portland Trail Blazers setzten ihre Siegesserie fort. Gegen die New Orleans Hornets feierte die Truppe aus Oregon beim 103:96 (48:49) bereits ihren sechsten Erfolg hintereinander.

LaMarcus Aldridge befindet sich seit Wochen in Topform und führte die Blazers mit 34 Punkten an.

Die Gastgeber lagen bis vier Minuten vor dem Ende noch in Rückstand, ehe Aldridge sein Team mit einem Sprungwurf in Führung brachte. Wesley Matthews führte mit zwei Korblegern in Serie zum 94:88 die Entscheidung herbei.

"Ich glaube, wir haben eine sehr gute Einstellung. Wir stehen momentan wirklich gut da", sagte Aldridge.

Paul mit Meilenstein

New Orleans befindet sich derweil in einer schwierigen Phase. In den letzten elf Spielen gelangen der Truppe von Coach Monty Williams nur zwei Siege.

David West traf für die Gäste mit 27 Zählern am besten. Dem ansonsten schwachen Chris Paul (acht Punkte, fünf Assists) gelang immerhin sein 4000. NBA-Assist.

"Es ist echt hart. Wir müssen die Pause nutzen, um uns wieder zu sammeln", meinte der Aufbauspieler.

Mit dem Sieg überholte Portland die Hornets und steht nun im Westen bereits auf Rang fünf.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel