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Dirk Nowitzki kommt nach elf Spielen auf einen Punkteschnitt von 24,7 © getty

Dallas gewinnt erstmals unter Coach Carlisle zwei Spiele am Stück. In Charlotte helfen ein Rekordstart und eine gute Teamleistung.

Von Rainer Nachtwey

München/Charlotte - Nach dem schwachen Saisonstart - zwei Siege, sieben Niederlagen - geht es mit den Dallas Mavericks wieder bergauf.

Erstmals unter dem neuen Trainer Rick Carlisle gewannen die Texaner zwei Spiele in Serie.

Bei den Charlotte Bobcats feierte die Truppe um Dirk Nowitzki mit 100:83 den vierten Saisonsieg, liegen in der Southwest Division aber weiterhin mit den Memphis Grizzlies auf dem letzten Platz.

Starker Beginn der Grundstein

"Das war ein Spiel, das wir gewinnen mussten", unterstrich Jason Terry die Bedeutung des Spiels.

Und wie wichtig ihnen die Partie war, stellten die Mavericks (Spielplan) gleich zu Beginn unter Beweis. Sie gingen vom Tipoff an konzentriert zu Werke, verteidigten aggressiv und zogen immer wieder zum Korb, um dann selbst abzuschließen oder auf den freien Mitspieler zu passen.

Aufgrund dieser Leistung und der schwachen Wurfquote der Bobcats - sie trafen ihre ersten neun Würfe aus dem Feld und beide Freiwürfe nicht -, bildeten die Mavericks in den ersten sechs Minuten eine deutliche 15:0-Führung.

Es war der drittgrößte Zu-Null-Vorsprung, der jemals zu Beginn eines NBA-Spiels herausgespielt wurde.

"Das hätte auch ein 30:0 werden können, so wie das alles gelaufen ist", sagte ein genervter Bobcats-Coach Larry Brown.

Nowitzki mit mehr Punkten als Charlottes Starter

Den Vorsprung gab Dallas nicht mehr aus der Hand und ließ Charlotte maximal auf 13 Zähler herankommen.

Nach einem erneuten 9:0-Lauf zu Beginn des letzten Viertels war die Partie endgültig entschieden. Dallas führte mit 83:58 und beherrschte das Spiel nach Belieben. Die 25 Zähler waren der größte Vorsprung der Begegnung.

"Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns", freute sich Nowitzki, der mit seinen 32 Punkten nicht nur Topscorer der Begegnung war, sondern damit auch mehr Zähler als die komplette Starting Five (26) der Bobcats erzielte. (Tabelle und Ergebnisse)

Allerdings musste Brown auf seinen besten Schützen Jason Richardson aufgrund einer Knieverletzung verzichten.

Schülermannschaft gegen Profiteam

Mit den 32 Zählern war Nowitzki eifrigster Punktesammler der Begegnung, doch diesmal war es die Mannschaftsleistung, die in North Carolina beeindruckte.

Nicht nur, dass die Mavericks aggressiv verteidigten, alle zehn eingesetzten Spieler trugen sich auf dem Spielberichtsbogen als Scorer ein. Jason Kidd gab nur zwei Würfe für zwei Punkte ab, bereitete aber zehn Korberfolge vor.

"Es sah aus, als würde eine Schülermannschaft gegen ein Profiteam spielen", beschrieb Charlottes Gerald Wallace die an diesem Abend ungleichen Kraftverhältnisse. "Alles was sie machen wollten, haben sie durchgezogen."

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