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Derrick Rose spielte am College ein Jahr für die Memphis Tigers © getty

Der Spielmacher verlängert mit einer persönlichen Bestleistung die Siegesserie der Bulls und wandelt auf Michael Jordans Spuren.

Von Eric Böhm

München/Chicago - Die Chicago Bulls haben ihren vierten Sieg hintereinander geschafft.

Gegen die San Antonio Spurs gab es dank Derrick Rose einen 109:99 (58:51)-Heimerfolg.

Der Aufbauspieler feierte mit 42 Punkten eine neue persönliche Bestleistung und sorgte 3:21 Minuten vor dem Ende mit dem Sprungwurf zum 101:90 auch für die Vorentscheidung.

Außerdem gelangen dem All-Star gegen das beste Team der NBA auch noch acht Assists und fünf Rebounds.

"Mich beeindruckt an ihm, dass er es offensichtlich liebt, unter Druck zu spielen und sein Team im Alleingang zum Sieg zu führen", schwärmte San Antonios Trainer Gregg Popovich. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Rose rechtfertigt Wahl

Vor dem Spiel hatte sich Rose bei den Fans für seine Wahl in die Startformation der Eastern Conference bedankt.

Seit Michael Jordan 1998 war kein Spieler der Bulls mehr in die erste fünf des All-Star-Spiels gewählt worden.

Auf dem Parkett bestätigte der Point Guard dann mit unzähligen spektakulären Aktionen seine Nominierung.

"Wir haben momentan sehr viel Selbstvertrauen. Wir können die besten Teams der NBA schlagen. Nach der Pause muss es so weitergehen", sagte der Matchwinner. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Unbeschreibliche Leistung"

Speziell im Schlussabschnitt konterte er jeden kleinen Lauf der Spurs mit unglaublichen Drives zum Korb und butterweichen Sprungwürfen.

"Das war eine unbeschreibliche Leistung. Er hat große Führungsqualitäten bewiesen", zeigte sich sein Coach Tom Thibodeau beeindruckt.

Die begeisterten Zuschauer stimmten an Jordans 48. Geburtstag immer wieder MVP-Rufe für Rose an.

Unterstützt wurde er vor allem durch Luol Deng. Der Flügelspieler sammelte insgesamt 19 Zähler, sieben Rebounds und fünf Assists.

Bulls bleiben dran

Mit dem 25. Sieg im United Center bei nur vier Niederlagen legten die Bulls zum All-Star-Break die beste Heimbilanz seit 1997/1998 hin.

Damals gewann Jordans letztes Meisterteam 25 der ersten 27 Auftritte vor dem eigenen Publikum.

Damit bleibt Chicago dem Spitzenduo im Osten dicht auf den Fersen. Boston und Miami liegen nur noch zwei Spiele vor ihnen.

"Haben noch nichts erreicht"

Die Spurs gehen trotz der Niederlage mit der besten Bilanz (46:10) in die Pause, sind aber alles andere als zufrieden.

"Wir haben eine gute Bilanz. Die wichtige Phase der Saison kommt allerdings erst noch. Wir haben noch nichts erreicht", sagte Popovich.

Tony Parker zeigte mit 26 Punkten eine gute Leistung. All-Star Manu Ginobili kam auf 16 Zähler.

"In der Abwehr hatten wir nicht unseren besten Tag und im Angriff lief der Ball ganz schlecht", analysierte der Argentinier.

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