vergrößernverkleinern
Brian Scalabrine kam zuvor auf lediglich 24 Minuten Spielzeit © getty

Ein Bankspieler wirft Meister Boston zum Sieg im Traditionsduell mit den Knicks. Ein Orlandos Coach beweist Hellseher-Qualitäten.

Von Rainer Nachtwey

München/Boston - Da Kevin Garnett aufgrund einer Sperre nur in Zivil auf der Bank saß, musste bei den Boston Celtics ein anderer in die Bresche springen. Und das tat derjenige dann auch.

Brian Scalabrine durfte erstmals in dieser Saison in der Starting Five ran und sorgte mit seinem Dreier 74 Sekunden vor Ende der Partie für den entscheidenden Korb.

Der Champion setzte sich gegen die New York Knicks im heimischen TD Banknorth Garden mit 110:101 durch, nachdem er eine 15-Punkte-Führung fast verspielt hatte.

"Ein echter Profi"

Scalabrines Dreier kam genau zum rechten Zeitpunkt, als die Gäste den deutlichen Vorsprung auf nur noch vier Zähler verringert hatten.

"Er hat stark in der Defensive gearbeitet und einen ganz wichtigen Dreier versenkt", lobte Guard Eddie House seinen Mitspieler. "Er ist ein echter Profi. Er war zur Stelle, als er gebraucht wurde."

Garnett fehlt wegen Faustschlags

Trotz seiner guten Leistung konnte Scalabrine Garnett nicht vergessen machen. "Wenn du auf einen so großartigen Spieler wie Kevin verzichten musst, fehlt er natürlich", sagte Point Guard Rajon Rondo, der 15 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists erzielte. "Aber wir haben als Mannschaft dagegen gehalten und den Ball kreisen lassen. Das hat uns viele offene Würfe beschert."

Die Liga hatte Garnett eine Sperre von einem Spiel aufgebrummt, weil er in der Partie gegen die Milwaukee Bucks gegen seinen Gegenspieler Andrew Bogut handgreiflich geworden war.

Randolph nicht so erfolgreich

Bester Werfer bei den Celtics war wieder Paul Pierce mit 22 Zählern. Allerdings traf der Forward nur fünf seiner 13 Würfe aus dem Feld, wobei seine Dreierquote von 50 Prozent (2 aus 4) seine Gesamtquote noch anhob.

Bei den Knicks konnte Zach Randolph nicht ganz an seine grandiose Vorstellung gegen die Dallas Mavericks anknüpfen und erzielte 18 Punkte und acht Rebounds. Besser als der Power Forward machte es Wilson Chandler, der auf 23 Punkte kam.

Orlando Magic - Toronto Raptors

Chris Bosh tat alles was in seiner Macht stand. Er erzielte 40 Punkte, er schnappte sich 18 Rebounds, er gab vier Vorlagen, er blockte einen Wurf und klaute dem Gegner einmal den Ball - es half alles nichts (Tagesbesten).

Trotz einer klasse Leistung ihres Power Forwards unterlagen die Toronto Raptors bei den Orlando Magic mit 90:103.

Das Kuriose dabei: Orlandos Trainer Stan Van Gundy hatte die 40-Punkte-Ausbeute Boshs beim morgendlichen Training vorhergesagt.

Starting Five punktet zweistellig

Doch nicht nur von Bosh, auch von seinen Jungs zeigte sich der Coach beeindruckt. "Es war ja nicht so, dass er auch nur einen Wurf daneben gesetzt hatte", übertrieb Van Gundy leicht, "sondern er hat ja alles getroffen. Deshalb mussten wir knallhart dagegen halten."

Dies taten seine Jungs. Jameer Nelson, Hedo Turkoglu und Rashard Lewis erzielten jeweils 22 Punkte, Dwight Howard und J.J. Reddick steuerten noch 18 bzw. zehn Zähler bei, wodurch die komplette Starting Five eine zweistellige Punkteausbeute vorweisen konnte.

Für die Magic war es der achte Sieg aus den letzten neun Spielen.

Indiana Pacers - Atlanta Hawks

Derweil setzt sich der Abwärtstrend der Atlanta Hawks weiter fort. Nach sechs Siegen in Serie zu Saisonbeginn, kassierte die Mannschaft aus Georgia bei den Indiana Pacers bereits mit 96:113 die vierte Niederlage am Stück.

Zu der Pleite gesellte sich auch noch die Verletzung von Al Horford, der bereits nach sieben Minuten mit einer Blessur am Sprunggelenk aussetzen musste. Wie lange der Center ausfallen wird, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Immerhin stellten sich die Röntgenaufnahmen als negativ heraus.

Bester Scorer der Begegnung war Indianas Danny Granger, der 34 Punkte erzielte.

Weitere Ergebnisse:

Washington Wizards - Miami Heat 87:94Bester Werfer: Antawn Jamison 25 Punkte - Dwyane Wade 19 Punkte

Memphis Grizzlies - Sacramento Kings 109:94Bester Werfer: Rudy Gay 21 Punkte - John Salmons 18 Punkte

Golden State Warriors - Portland Trail Blazers 111:106Bester Werfer: Brandon Roy, Greg Oden 22 Punkte - Anthony Morrow 25 Punkte

New Jersey Nets - Cleveland Cavaliers 82:106Bester Werfer: Devin Harris 23 Punkte - LeBron James 31 Punkte

Denver Nuggets - Milwaukee Bucks 114:105Bester Werfer: Linas Kleiza 25 Punkte - Charlie Bell 25 Punkte

Los Angeles Lakers - Chicago Bulls 116:109Bester Werfer: Pau Gasol 34 Punkte ? Derrick Rose 25 Punkte

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel