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Kobe Bryant (v.) gewann mit den Lakers die letzen beiden Jahre die Meisterschaft © getty

Der Lakers-Star dominiert im All-Star Game und stellt eine Bestmarke auf. Die Akteure der Boston Celtics ernten Buhrufe.

Von Hardy Heuer

München - Dank einer Gala-Vorstellung von Lakers-Star Kobe Bryant hat sich der Westen im All-Star Game in Los Angeles mit 148:143 gegen den Osten durchgesetzt (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

In seinem "Wohnzimmer", dem Staples Center, erzielte der 32-jährige Guard 37 Punkte und 14 Rebounds und sorgte für ein perfektes Wochenende (354892Die Bilder).

Einen Tag nachdem Bryant seine Hand- und Fußabdrücke vor dem Grauman Chinese Theatre in Los Angeles hinterlassen hatte, wurde er zum MVP des All-Star Games gewählt - bereits zum vierten Mal. Damit ist er zusammen mit Hall of Famer Bob Pettit Rekordhalter. "Dies war mein letztes All-Star Game vor diesen Fans, deshalb fühlte es sich großartig an", erklärte der Lokalmatador.

(Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Nowitzki außen vor

Lob gab es auch von seinem Kontrahenten LeBron James. "Er war unglaublich. Man hat gesehen, dass sein Motor heute lief", meinte der Heat-Star.

"Man kann sagen, dass er vom Start weg alles gab - er wollte unbedingt MVP werden" lobte auch Knicks-Forward Amare Stoudemire, um anschließend etwas Kritik zu üben: "Er hat nicht wirklich den Ball abgespielt, aber so ist Kobe eben."

Unterstützung erhielt Bryant von NBA-Topscorer Kevin Durant. Der Guard der Oklahoma City Thunder verbuchte 34 Zähler.

Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks war hingegen nur eine Randnotiz des All-Star Games und kam in 14 Minuten Spielzeit für den Westen auf sechs Punkte und fünf Rebounds (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

James zieht mit Jordan gleich

Beim Osten überragte Heat-Star LeBron James. Der Small Forward erzielte mit 29 Punkten, zwölf Rebounds und zehn Assists ein Triple-Double.

Dies gelang in einem All-Star Game bisher nur NBA-Legende Michael Jordan. Neben James war Stoudemire mit 29 Zählern und sechs Rebounds bester Akteur beim Osten.

Wade verletzt sich

Dwyane Wade, MVP im vergangenen Jahr, schied Mitte des dritten Viertels aus. Laut eigenen Angaben ist er umgeknickt und hat sich am Sprunggelenk verletzt.

Wades Hoffnung, dass James den Osten auch ohne ihn zum Sieg führt, erfüllte sich nicht.

"Ich hätte mir gewünscht, dass der Osten gewinnt, dann wäre mein Teamkollege MVP geworden", erklärte Wade, lobte jedoch Bryant im selben Atemzug: "Aber Kobe hat es verdient."

Buhrufe für Celtics-Akteure

Für das All-Star-Spektakel gab es aber nicht nur Beifall von den mit vielen Promis besetzten Rängen. Ray Allen, Paul Pierce, Kevin Garnett und Rajon Rondo vom großen Lakers-Rivalen Boston Celtics, ernteten zahlreiche Buhrufe.

Besonders hart traf es dabei Pierce und Garnett. Allen bekam hämischen Applaus, als er bei seinem ersten Wurfversuch einen Airball hinlegte.

Ein ehemaliger Celtics-Akteur wurde indes gefeiert. Hall of Famer Bill Russell erhielt stehende Ovationen, als im zweiten Viertel dessen Auszeichnung mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten verkündet wurde.

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