vergrößernverkleinern
Glen Davis wurde im NBA-Draft 2007 von den Seattle Sonics in der zweiten Runde gewählt © getty

Boston erleidet gegen Denver einen Sechs-Minuten-Kollaps und schiebt es auf einen Transfer. Die Hoffnung ruht plötzlich auf Shaq.

Von Eric Böhm

München/Denver - Die Denver Nuggets haben auch ihr zweites Spiel ohne Carmelo Anthony gewonnen.

Gegen die ersatzgeschwächten Boston Celtics gab es einen 89:75 (37:36)-Heimerfolg. Ein 16:0-Lauf in den letzten sechs Minuten der Partie brachte den Gastgebern den Sieg. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Kenyon Martin erzielte allein acht seiner insgesamt 18 Punkte in der Schlussphase. Der Power Forward war auch Topscorer der gesamten Partie.

"In der Abwehr geht es einzig und allein um Einsatz. In der Offensive gibt es immer gute und schlechte Phasen, aber in der Verteidigung kannst du immer alles geben. Das haben wir heute geschafft", sagte Martin. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Boston fehlen "Big Men"

Dabei führten die Celtics nach einem Dreier von Paul Pierce sogar mit 75:73, ehe plötzlich gar nichts mehr zusammenpasste.

Boston verfehlte seine letzen acht Versuche aus dem Feld, bleibt aber dennoch die Nummer eins der Eastern Conference. Pierce sammelte 17 Punkte.

Dem Mini-Aufgebot fehlten vor allem die großen Spieler in der Mitte, da die beiden Neuzugänge Jeff Green und Nenad Krstic noch nicht eingetroffen waren. (348796DIASHOW: Die Winter-Wechselbörse)

Demzufolge war Denver an den Brettern mit 52:38 deutlich überlegen. Lediglich Kevin Garnett (14 Punkte, 13 Rebounds) holte sich mehr als fünf Abpraller.

"Beide werden am Samstag zum Team stoßen und erstmals mit uns trainieren", sagte Coach Doc Rivers.

Perkins wird vermisst

Gerade der Abschied von Kendrick Perkins machte seinen ehemaligen Teamkollegen zu schaffen.

"Es ist ein wirklich harter Tag. Wenn ich ganz ehrlich bin, konnte ich mich heute kaum konzentrieren. Du fühlst dich, als hättest du ein Familienmitglied verloren", sagte ein sichtlich mitgenommener Garnett.

Auch die beiden Rookies Luke Harangody und Semih Erden (beide nach Cleveland) hinterlassen ein Lücke, aber Perkins (gemeinsam mit Nate Robinson nach Oklahoma City) war bei seinen Mitspielern sehr beliebt und angesehen.

"Er war sehr traurig und uns geht es ähnlich. Es ist schade, dass Perk weg ist. Denn er hat immer alles gegeben und wurde immer besser", sagte Pierce.

Hoffnungen ruhen auf Shaq

Aus dem Luxusproblem der Celtics ist somit eine mögliche Schwachstelle geworden. Denn der neuverpflichtete Chris Johnson ist kein gleichwertiger Ersatz für die Abgänge.

Nun ruhen die Hoffnungen auf einer baldigen Genesung von Routinier Shaquille O'Neal.

"Wir brauchen einen fitten Shaq. Ich bin überzeugt, er wird bald zurückkommen. Wenn er gut spielt, wird unsere Strategie voll aufgehen", ist Rivers optimistisch.

Der "Diesel" muss seit Anfang Februar mit einer Verletzung an der Achillessehne zuschauen. Auch Jermaine O'Neal (Knie) fällt nach wie vor aus.

Karl schwärmt

Die runderneuerten Nuggets müssen sich mit fünf neuen Spielern erst noch finden, stecken jedoch voller Tatendrang.

"Diese zwei Spiele haben mir unglaublichen Spaß gemacht. Wir haben als Einheit hervorragend zusammengespielt. Wir haben jetzt viele talentierte Spieler", schwärmte Trainer George Karl von seinem neuen Kader.

Reservist Wilson Chandler gelangen bei seinem Debüt 16 Zähler. Danilo Galinari (zwei Punkte) hat dagegen noch Steigerungspotenzial.

Denver steht mit dem dritten Sieg in Folge im Westen nun gleichauf mit New Orleans auf Rang fünf.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel