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Celtics-Coach Doc Rivers (r.) mit Abgang Kendrick Perkins (zu Oklahoma City Thunder) © getty

Boston überrascht mit dem Perkins-Wechsel, habt aber besondere Hintergedanken. Rivers freut sich auf neue taktische Optionen.

Von Björn Seitner

München - Zum Ende der Trade-Deadline haben sich die Karten in der NBA noch einmal neu gemischt.

Vor allem die Celtics haben mit dem Abgang von Point Guard Nate Robinson und der drei "Big Men" um Kendrick Perkins für viel Wirbel gesorgt. 348796(DIASHOW: Die Winter-Wechselbörse)

Ohne die Neuzugänge Jeff Green und Nenad Krstic hat Boston gleich seine erste Partie bei den Anthony-losen Denver Nuggets mit 75:89 verloren.

Kein Problem jedoch für Manager Danny Ainge. "Letztendlich verbessern die Wechsel unser Team", ist der 51-Jährige überzeugt.

Außerdem könnten die Trades mit einem besonderen Hintergedanken getätigt worden sein.

Soll Howard 2012 kommen?

Perkins und Robinson wurden in letzter Minute für Green, Krstic und einen Erstrunden-Draft-Pick nach Oklahoma City getradet.

Semih Erden und Luke Harangody verstärken nun für einen Zweitrunden-Pick 2013 die Cleveland Cavaliers.

Damit hätte Boston gutes Potenzial, sollte man kommendes Jahr um Orlandos Dwight Howard werben wollen. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Gedanken bei Heat und Spurs

Doch was bedeuten die Wechsel für die laufende Spielzeit?

Momentan sind die Celtics immer noch das beste Team der Eastern Conference - die Playoff-Teilnahme ist so gut wie sicher, und das, obwohl Perkins bisher nur zwölf Mal zum Einsatz kam. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Wäre die reguläre Saison jetzt vorbei, würde Boston im den Conference-Halbfinals auf die Orlando Magic treffen.

Doch davor scheinen die Strategen aus Massachusetts keine Angst zu haben. Stattdessen erwarten die Celtics offenbar Miami als Gegner - und in den NBA-Finals wohl eher die San Antonio Spurs als Titelverteidiger L.A. Lakers.

Probleme gegen "Go-to-Guys"

Gegen "Go-to-Guys" wie Howard (23 Zähler im Schnitt) oder Pau Gasol (18,7/Lakers), die in spielentscheidenden Situationen die Punkte machen, hätte es Boston nun schwer.

Nach der Abgabe von Perkins, der gegen die Los Angeles und Gasol beim Titelgewinn 2008 ein wesentlicher Faktor war, müsste Shaquille O'Neal einspringen, der mittlerweile aber auch schon 39 Jahre alt und nicht mehr sonderlich schnell ist.

Besser sieht es gegen die Center Miamis und San Antonios, Zydrunas Ilgauskas (5,3) und Tim Duncan (13,5), aus, die das Punkten meist anderen überlassen. Boston scheint also zu spekulieren.

Green für den Flügel

Forward Green würde aufgrund seiner Größe von 2,06 Metern den Celtics zudem die Chance geben, mit Kevin Garnett als Center aufzulaufen und so mehr Raum für Point Guard Rajon Rondo auf dem Feld zu schaffen.

Da nun auch Backup Robinson weg ist, muss das Team auf Ray Allen oder Delonte West zurückgreifen.

Nach dem Abgang von Shooting Guard Marquis Daniels zu den Sacramento Kings benötigte das Team von Coach Doc Rivers außerdem einen Spieler für die Flügelpositionen.

Garnett jedoch trauert dem Abgang von Perkins nach: "Du fühlst dich, als hättest du ein Familienmitglied verloren."

"Es ist schade, dass Perk weg ist. Denn er hat immer alles gegeben und wurde immer besser", befand auch Forward Paul Pierce.

Neue Möglichkeiten für Rivers

"Wer auch immer der beste Spieler ist, ihn versuchst du zu bekommen. Ob es Jeff Green oder Perk ist, wissen wir nicht", erklärte Rivers zu den Wechseln.

Mit Blick auf das Spiel sagte er: "Krstic ist ein guter Mann für uns. Er und Green machen das Spiel weit, was gut für Rondo ist."

Seit dem Abgang von James Posey nach dem Titel vor drei Jahren habe er versucht, eine derartige Aufstellung erneut aufbieten zu können.

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