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Jason Terry wurde 1999 von den Atlanta Hawks an 10. Stelle gedraftet © getty

Die Mavericks entscheiden auch ohne ihren zweitbesten Scorer das texanische Derby für sich. Ein anderer springt dafür in die Bresche.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die drei Spiele dauernde Auswärtsreise hat sich für die Dallas Mavericks gelohnt. Bei den Houston Rockets gewann die Mannschaft um Dirk Nowitzki das texanische Derby mit 96:86.

Für die Mavericks war es der im zwölften Saisonspiel der fünfte Sieg, während der Southwest-Konkurrent Houston die fünfte Niederlage kassierte.

Beste Werfer bei den Mavs waren Jason Terry, der erneut von der Bank kam, mit 31 Punkten und Nowitzki mit 24 Zählern. Für die Rockets trafen Rafer Alston und Tracy McGrady mit jeweils 16 Punkten am häufigsten.

Mit dem Erfolg in Houston gewann Dallas diese Saison (Mavs-Spielplan) erstmals gegen ein Topteam, das eine Siegquote von mehr als 50 Prozent aufweist.

Terry übernimmt Howards Rolle

Dabei mussten die Mavs bereits vor der Begegnung einen Rückschlag verkraften. Josh Howard pausierte aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. "Wir mussten das Beste daraus machen", nahm Jason Kidd den Ausfall des zweitbesten Mavs-Scorers gelassen hin. "Dafür musste halt ein anderer in die Bresche springen. Jet hat diese Aufgabe sehr gut übernommen."

Allerdings fehlte auch auf Seiten der Rockets mit dem chinesischen Center Yao Ming der Topscorer.

Trotz des Ausfalls von Howard, für den James Singleton in die Starting Five rückte, kamen die Mavericks gut in die Begegnung und spielten eine 13:4-Führung heraus. Zwar ging Houston zwischenzeitlich mit 21:20 in Front, es sollte aber das einzige Mal bleiben.

Alle eingesetzten Spieler punkten

Denn dann riss Terry die Partie an sich. "Ich denke, dass die Nichtberücksichtigung für die Starting Five trotz des Ausfalls von Howard ihn zusätzlich motiviert hat", analysierte der TV-Experte und ehemalige NBA-Spieler Jalen Rose. (Ergebnisse und Tabellen)

Terry versenkte seine ersten sieben Würfe der Partie. "Als der Coach den ersten Spielzug auf mich ansagte, und ich dann auch gleich traf, wusste ich, dass es mein Abend wird", sagte der Matchwinner.

Neben Terry punkteten auch sieben weitere der neun eingesetzten Mavericks bereits in der ersten Hälfte. Einzig J.J. Barea musste bis ins dritte Viertel warten, ehe er seine ersten Zähler der Begegnung verbuchen konnte. Aufgrund der starken Bank ging Dallas mit einem 53:46 in die Kabine.

"Unsere Bankspieler waren eine große Unterstützung", lobte Kidd die Reservisten.

Terry und Nowitzki sorgen für Entscheidung

Im dritten Viertel über boten sich beide Teams mit Fehlwürfen. Bis zwei Minuten vor Ende des Spielabschnitts kamen die Mavericks auf eine Wurfquote von 28 Prozent, Houston sogar nur auf acht. Einzig die Freiwürfe (11 von 14) hielten die Gastgeber in der Partie.

"In der Defense standen wir im dritten Viertel sehr gut", meinte Rockets-Coach Rick Adelman, "nur im Angriff ging gar nichts."

Die Mavs gingen mit einer 72:61-Führung ins Schlussviertel, schienen aber nach zwei Dreiern von Aaron Brooks und Von Wafer erneut einen Vorsprung zu verspielen. Aber Kidd, der auf acht Punkte, neun Rebounds und sieben Assists kam, traf einen wichtigen Dreier, der Dallas eine beruhigende 80:71-Führung bescherte.

Zwar verkürzten die Rockets erneut auf sechs Zähler, doch ein weiterer Dreier von Terry nach starkem Anspiel von Nowitzki sorgte 1:58 Minuten vor Ende mit dem 88:79 für die Vorentscheidung.

Terry mit einem Korbleger und Nowitzki (Sport1.de-Nowitzki-Watch) mit vier verwandelten Freiwürfen machten anschließend den Sack zu.

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