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Dwyane Wade wurde 2006 zum MVP der NBA-Finals gewählt © getty

Miamis Guard knackt beim Heimsieg erneut die 40. Die Entscheidung fällt aber erst nach der Verletzung des Wizards-Topscorers.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben die bittere Niederlage in Chicago verdaut und sich vor heimischem Publikum rehabilitiert.

Dabei taten sie sich bei dem 121:113 (63:61) gegen die schwachen Washington Wizards jedoch wesentlich schwerer als erwartet.

Erst ein 20:8-Lauf bescherte den favorisierten Gastgebern gute fünf Minuten vor Schluss eine komfortable 108:94-Führung.

Es passte ins Bild, dass der starke Dwyane Wade diesen Zwischenspurt mit einem Korbleger krönte. Der Guard war mit 41 Punkten wieder mal der überragende Heat-Akteur. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Dwyane ist phänomenal"

Seine vielen spektakulären Aktionen versetzten sogar die Gegner ins Staunen.

"Es ist unglaublich schwer gegen sie zu spielen. Dwyane ist phänomenal. Ihm gelingen immer wieder diese zirkusreifen Treffer", war Wizards-Coach Flip Saunders sichtlich beeindruckt. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

D-Wade feierte gegen die Wizards bereits sein fünftes Spiel mit mehr als 40 Zählern, gegen kein anderes Team gelang ihm dies öfter.

"Am Anfang fielen einige Würfe. Wenn du siehst, dass der Ball durchs Netz geht, kommst du in Schwung", meinte der Matchwinner.

LeBron überzeugt

Gerade zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigte Wade sein ganzes Repertoire und traf gleich neun Würfe hintereinander.

Aus einem 20:25-Rückstand machte er so fast im Alleingang eine 39:33-Führung. Nur ein Freiwurf von Eddie House unterbrach Wades Ausbruch.

Auch die beiden anderen Mitglieder von "Miami Thrice" konnten überzeugen. LeBron James steuerte 25 Punkte, neun Rebounds und fünf Assists zum Erfolg bei.

Power Forward Chris Bosh markierte nach seinem grauenvollen Tag gegen die Bulls immerhin 15 Zähler und verwandelte fünf seiner zwölf Versuche aus dem Feld.

"Das macht die NBA so fantastisch. Du kannst sofort einen schwachen Auftritt ausbügeln", sagte Bosh im Anschluss.

Young-Verletzung entscheidend

Die Entscheidung fiel aber erst als Wizards-Guard Nick Young (insgesamt 38 Punkte) im dritten Viertel mit Knöchelproblemen behandelt werden musste.

Bis dahin hatte Washingtons Topscorer in nur 27 Minuten gleich 24 Zähler erzielt und der Heat-Verteidigung immense Probleme bereitet.

"Wir hatten nach dem Bulls-Spiel einen kleinen Hangover. Gerade in der Defensive müssen wir uns deutlich steigern", analysierte Miamis Coach Erik Spoelstra.

Young kehrte zwar später in die Partie zurück, da hatten sich die Gastgeber aber bereits abgesetzt.

Wall dennoch zufrieden

Wizards-Rookie John Wall gelangen 24 Punkte und zwölf Assists. JaVale McGee kam auf 18 Zähler und 17 Rebounds.

Bei den Hauptstädtern, die lediglich eines ihrer 29 Auswärtsspiele gewinnen konnten, gab zudem Neuzugang Mike Bibby ein unauffälliges Debüt.

Der ehemalige Aufbauspieler der Atlanta Hawks blieb in zehn Minuten ohne Punkt, gab aber immerhin vier Assists.

"Wenn wir den Rest der Saison so spielen wie heute, werden wir noch einige Spiele gewinnen", zog Wall dennoch ein positives Fazit.

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