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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Tyson Chandler wurde 2001 direkt aus der High School von den L.A. Clippers gedraftet © getty

Der Center schafft eine Bestmarke und ist in Washington der Matchwinner. Am Ende wird es wieder eng. Nowitzki behält die Nerven.

Von Eric Böhm

München/Washington - Die Dallas Mavericks haben ihren guten Lauf auch in der Hauptstadt fortgesetzt.

Bei den Washington Wizards gelang mit dem 105:99 (59:49) bereits der 15. Sieg in den letzten 16 Spielen, ohne dass Dirk Nowitzki (21 Zähler, sieben Rebounds) glänzen musste.

Tyson Chandler hatte sich bereits vor der Partie gegen eines der schwächsten Teams der NBA etwas vorgenommen und schwang sich zum Matchwinner der Mavericks auf. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

"Ich wollte heute ein Statement abgeben. Ich wusste, dass ihre "Big Men" sehr aggressiv sind, daher würde ich Möglichkeiten unter den Korb bekommen. Die habe ich ausgenutzt", sagte der Mavs-Center im Anschluss.

Chandler mit Bestmarke

Der 28-Jährige stellte mit 23 Punkten eine neue persönliche Saisonbestmarke auf, sammelte zusätzlich 13 Rebounds und brachte Dallas 1:17 Minuten vor Schluss mit einem Tip-In in Führung.

"Gerade jetzt ist es wichtig, mich im Angriff mehr einzubringen. Die entscheidende Phase der Saison hat begonnen, und wir müssen uns auf die Playoffs fokussieren", blickte Chandler voraus.

Der Center überzeugte nicht nur mit spektakulären Dunks, sondern ließ auch Washingtons große Leute JaVale McGee oder Trevor Booker überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.

Mavs laden Gastgeber ein

Dass die Partie überhaupt bis in die Schlussminute offen blieb, lag aber wieder mal an den Mavericks selbst. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Gäste hatten die Partie über weite Strecken unter Kontrolle und führten vier Minuten vor Schluss bereits 95:86, ehe sie die Wizards mit eigenen Fehlern und Unkonzentriertheiten zurück ins Spiel brachten.

"Wir haben das Spiel mit dem komfortablen Vorsprung nicht langsamer gemacht. Stattdessen haben wir viele schnelle Würfe genommen. Dadurch kamen sie schnell zurück", analysierte Nowitzki die Partie.

Aufbauspieler Jason Kidd verbuchte 14 Assists, allein elf davon in der ersten Hälfte. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Sorglosigkeit nicht neu

Dallas verspielte in den letzten Wochen bereits häufiger in den Schlussminuten einen vermeintlich sicheren Vorsprung.

Diese Sorglosigkeit rächte sich allerdings nur bei der Last-Minute-Niederlage gegen die Denver Nuggets.

"In diesen Situationen willst du eigentlich nur Eisbeutel auf die Knie packen und in den Bus, aber wir müssen diese Spiele besser zu Ende bringen", sagte Jason Terry.

Der sechste Mann war mit 25 Punkten Topscorer. Shawn Marion steuerte von der Bank kommend mit 13 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double bei.

Nowitzki nervenstark

Rookie John Wall (insgesamt 24 Punkte) gelangen drei schnelle Korbleger, und Neuzugang Jordan Crawford sorgte mit einem Sprungwurf sogar für den 97:97-Ausgleich.

Nach Chandlers Treffer bewiesen Nowitzki und Terry allerdings ihre Nervenstärke und verwandelten jeweils drei wichtige Freiwürfe, die den Sieg doch noch sicherstellten.

"Das war ein wichtiger Sieg, aber wir müssen uns jetzt schnell umstellen. Denn der Reisestress ist nicht zu unterschätzen", hakte Rick Carlisle den Erfolg schnell ab.

Der Mavericks-Coach spielte dabei auf die Partie bei den Toronto Raptors (ab 0 Uhr LIVESCORES) an.

Mit dem Erfolg bleiben die Mavs im Westen weiter auf Rang zwei hinter den San Antonio Spurs. Washington hat dagegen keine Chance auf einen Playoff-Platz und bleibt in der Eastern Conference Vorletzter.

Saunders hadert

Die Wizards haderten dagegen mit ihrer Schwäche von der Freiwurflinie. Von 16 Versuchen konnten sie lediglich sechs verwandeln.

"Hätten wir unsere Freiwürfe getroffen, wären wir als Sieger vom Platz gegangen", zeigte sich Washingtons Trainer Flip Saunders enttäuscht.

Gerade die beiden Fehlversuche des ansonsten herausragenden John Wall in der Schlussphase taten weh.

Der frühere Maverick Josh Howard kam dagegen in seinem ersten Spiel gegen Dallas lediglich auf neun Punkte und klagte im Anschluss erneut über Probleme mit seinem operierten Knie.

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