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Shawn Marion kam 2009 zu den Dallas Mavericks © getty

Dirk Nowitzki und seine Mavs siegen auch in Toronto. Die starken Backups geben den Anstoß. Dirkules beendet eine Durststrecke.

Von Eric Böhm

München/Toronto - Die Dallas Mavericks bleiben dank Dirk Nowitzki und ihrer tiefen Bank in der Erfolgsspur.

Der 114:96 (50:57)-Erfolg bei den Toronto Raptors war bereits der sechste Sieg in Folge. In den letzten 17 Spielen wurde gar nur einmal verloren. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nach einem katastrophalen Beginn und 3:22-Rückstand waren es die Reservisten, die Dallas aus seiner Schläfrigkeit befreiten.

"Am Anfang war es wirklich gruselig. Unsere Bank hat uns wirklich gerettet", meinte Nowitzki, der als einziger Starter zu überzeugen wusste. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Dirkules mit Double-Double

Dirkules feierte mit 31 Punkten und 13 Rebounds sein erstes Double-Double seit dem 2. Februar und hielt sein Team vor allem im zweiten Viertel mit 16 Zählern im Spiel.

"An manchen Tagen ist unsere erste Fünf einfach nicht da. Ob es Müdigkeit, der fehlende Rhythmus oder etwas Anderes ist, kann ich nicht sagen. Aber unsere Bank war phänomenal", lobte der Würzburger die Reservisten.

Mavericks-Coach Rick Carlisle reagierte früh und brachte Shawn Marion sowie Jason Terry ins Spiel, der Dallas mit einem Dreier zum Ende des ersten Viertels auf 24:30 heran brachte. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Sie haben uns wirklich aufgeweckt. Zu Beginn waren wir nicht im Spiel und haben überhaupt nicht verteidigt", gab Jason Kidd zu. Keiner von Nowitzkis Mitstreitern in der Startformation kam auf mehr als sechs Zähler.

Marion dreht auf

Nach der Pause drehte vor allem Marion richtig auf und brachte Dallas während eines 15:4-Zwischenspurts Mitte des Abschnitts auch erstmals in Führung.

"Er hatte ein tolles drittes Viertel. Sein Spiel hat dem Team neue Energie verliehen", sagte Carlisle.

"The Matrix" gelangen neben seinen 20 Zählern auch diverse krachende Dunkings. Terry steuerte 19 Punkte und fünf Assists bei.

"Ich war mir sicher, dass wir früher oder später aufwachen würden", gab sich Marion gegenüber den "Dallas Morning News" selbstbewusst.

Kidd adelt Backups

Auch Center Ian Mahinmi (13 Zähler) und J.J. Barea (12 Punkte, neun Assists, nur ein Ballverlust) zeigten von der Bank kommend starke Leistungen.

"Das ist das ausgeglichenste und tiefste Team, in dem ich je gespielt habe", bekannte Aufbauspieler Kidd und der Routinier spielt schließlich schon seit 1994 in der NBA.

Der schwache Peja Stojakovic (nur zwei von sieben aus dem Feld) wurde im Übrigen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte mit lauten Buhrufen begrüßt.

Ein 12:2-Lauf mit fünf Zählern von Nowitzki brachte zu Beginn des Schlussabschnitts die endgültige Entscheidung.

Dallas gewann die zweite Hälfte mit 64:39 und festigte in der Western Conference Rang zwei.

Bargnani fehlt

Die Gastgeber vermissten nach dem starken Start ihren Topscorer Andrea Bargnani, der mit Grippesymptomen passen musste.

"Sie haben uns wirklich auseinandergenommen. Nach der Pause hielten wir nicht mehr dagegen", meinte Aufbauspieler Jose Calderon.

Der Spanier schrammte mit 15 Zählern, acht Rebounds und acht Assists nur knapp an einem Triple-Double vorbei. Amir Johnson gelangen 21 Punkte.

Toronto hat in der Eastern Conference auf Rang elf keine Chance mehr auf die Playoffs.

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