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Carmelo Anthony (r.) gewann 2003 mit den Syracuse Orange die College-Meisterschaft © getty

Der "King" verpasst bei New Yorks Erfolg in Miami die Siegchance. Manu Ginobili explodiert nach dem Aus eines Teamkollegen.

Von Eric Böhm

München - Die neuen New York Knicks haben ihren ersten echten Härtetest mit Bravour bestanden.

Nach der peinlichen Schlappe in Cleveland gelang ihnen ein 91:86 (52:51) bei den Miami Heat. (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Neuzugang Carmelo Anthony war mit 29 Punkten und neun Rebounds der überragende Mann auf dem Parkett. Die Entscheidung führte aber New Yorks zweiter Superstar herbei.

Amare Stoudemire (16 Zähler, zehn Rebounds) blockte beim Stand von 87:86 sieben Sekunden vor dem Ende einen Versuch von LeBron James und sicherte den Knicks damit den Auswärtssieg.

"Ich habe ihn die ganze Zeit beobachtet und wusste genau, was er versuchen würde", sagte Stoudemire im Anschluss.

Billups übernimmt

Dabei führten die Heat drei Minuten vor dem Ende noch 84:78, ehe der zweite Neue Chauncey Billups seinen großen Auftritt hatte.

"Mr. Big Shot" machte seinem Namen alle Ehre und brachte New York mit einem Dreier in Front.

"Diese Spiele machen einfach Spaß. Jeder ist besonders motiviert und ruft seine Topleistung ab", zeigte sich Anthony zufrieden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Wade außer Form

Die Gastgeber kassierten nach sieben Siegen hintereinander wieder eine Heimniederlage. James (27 Punkte) und Chris Bosh (20 Zähler, zwölf Rebounds) ragten bei den Gastgebern heraus.

Dwyane Wade erwischte dagegen mit nur fünf Treffern bei 15 Versuchen und zwölf Punkten einen unterdurchschnittlichen Tag.

In der entscheidenden Szene konnte sich der "King" aber nicht durchsetzen: "Ich kam an Melo vorbei und irgendwie brachte Amare die Finger an den Ball."

Vorsprung schmilzt

Miami liegt damit im Osten nur noch knapp vor den Chicago Bulls auf Rang zwei und kann die Spitzenspiele nicht gewinnen.

In der ersten Hälfte lag Miami bereits mit 15 Zählern in Front, ehe die bekannten Unkonzentriertheiten die Gäste aus dem Big Apple wieder ins Spiel brachten. Auch gegen Chicago oder Boston verloren "Miami Thrice" nach ähnlichem Strickmuster.

"Wir werden den Durchbruch schaffen. Ich hoffe, dass eine so schmerzhafte Niederlage das Team noch hungriger auf einen Sieg in einem Topspiel macht", sagte Heat-Coach Erik Spoelstra.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Memphis Grizzlies 95:88

Manu Ginobili führte die San Antonio Spurs zu einem 95:88 (43:35) gegen die Memphis Grizzlies.

Der Argentinier stellte mit 35 Zählern eine persönliche Saisonbestmarke auf und war vor allem im letzten Viertel mit 18 Punkten nicht zu bremsen.

"Ich wusste, es würde eine lange Nacht werden. Memphis ist ein physisch starkes Team, das sich mit allen Mitteln zur Wehr setzt. Du musst gegen sie Geduld haben", erklärte Ginobili seine Marschroute.

Ohne den verletzten Tony Parker, der All-Star schied mit einer Wadenblessur aus, lag die Last auf Ginobili. Der Routinier enttäuschte nicht und entschied mit acht Zählern in den letzten 75 Sekunden die Partie.

Parker muss raus

Mit den 21. Heimsieg in Serie stellten die Spurs einen Teamrekord ein und bleiben das Maß der Dinge.

Bei Memphis, das trotz der Niederlage im Westen weiter Achter ist, überzeugte Zach Randolph mit 24 Punkten und 17 Rebounds. Mike Conley sammelte 19 Zähler.

"Wir haben wirklich hart gekämpft, aber Manu ist unglaublich schwer zu verteidigen. Seine Fußarbeit ist herausragend und er zieht sehr viele Fouls", lobte Grizzlies-Guard Conley den Matchwinner.

Portland Trail Blazers - Atlanta Hawks 83:90

Die Atlanta Hawks feierten mit dem 90:83 (48:36) bei den Portland Trail Blazers ihren zweiten Auswärtserfolg hintereinander.

Bankspieler Jamal Crawford war mit 23 Punkten Topscorer der Hawks und machte mit seinem Dreier zum 85:78 auch den Sack zu.

"Wenn wir ins Laufen kommen, sind wir unheimlich schwer zu stoppen. Sie kamen gegen Ende noch einmal auf, aber wir behielten die Nerven", sagte der Guard.

Atlanta hält im Osten als Fünfter weiter Kurs auf die Playoffs.

Camby ist zurück

Die Blazers kassierten dagegen nach zuvor sechs Siegen am Stück bereits die zweite Pleite aus den letzten drei Spielen und stehen in der Western Conference nur noch auf Rang sieben.

Immerhin konnten sich die Gastgeber über das Comeback von Marcus Camby freuen. Der Center wirkte erstmals nach 16 Partien Zwangspause wieder mit, blieb jedoch ohne Punkt.

Neuzugang Gerald Wallace erwischte keinen guten Einstand und traf nur vier seiner zwölf Versuche aus dem Feld.

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