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Ray Allen (l.) hat die meisten Dreier der NBA-Geschichte verwandelt © getty

Routinier Ray Allen verhilft den Celtics zum Erfolg in Utah. Die Jazz spielen daheim so schwach, wie seit 38 Jahren nicht mehr.

Von Eric Böhm

München/Salt Lake City - Die Boston Celtics haben ihren Spitzenplatz in der Eastern Conference verteidigt.

Bei den Utah Jazz kam der Rekordmeister dank seines Routiniers Ray Allen zu einem 107:102 (56:53)-Erfolg. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Jesus", so wird Allen in Anlehnung an seine Rolle in dem Film "He Got Game" genannt, scheint einfach nicht zu altern und war mit 25 Punkten Bostons Topscorer.

"Es ist ein Privileg in seinem Team zu spielen. Es ist wunderbar ihm in der Crunch-Time zuzusehen", schwärmte Paul Pierce nach der Partie. (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Allen mit der Entscheidung

Allen, der insgesamt fünf seiner acht Versuche von jenseits der Dreierlinie verwandelte, sorgte mit seiner Spezialität auch für die Entscheidung.

Sein Dreier brachte den Celtics 53 Sekunden vor dem Ende die 103:99-Führung. Wenig später machte Rajon Rondo den Sack endgültig zu.

Der Aufbauspieler verzeichnete mit insgesamt 18 Zählern und elf Assists ein weiteres Double-Double.

Pierce traumhaft sicher

In der durchschnittlichen Partie mit extrem vielen Ballverlusten wechselten sich beide Teams mit diversen Zwischenspurts ab, ehe die C's in der Schlussphase ihre große Erfahrung ausspielten.

"Wir haben einen Weg gefunden das Spiel zu gewinnen. Es war sicher kein glanzvoller Erfolg, aber wir nehmen ihn gerne mit", meinte Pierce.

Der Forward sammelte 21 Punkte und zeigte vor allem von der Freiwurlinie (elf von elf) eine traumhafte Sicherheit.

West fällt aus

Nach den Abgängen von Kendrick Perkins und Nate Robinson nach Oklahoma City spielten die Gäste aus Massachusetts einen Großteil des Spiels mit nur sieben Spielern.

Denn Ersatz-Guard Delonte West musste mit einem verstauchten Knöchel kurzfristig passen. er wird frühestens gegen Golden State (Sa., ab 1.30 Uhr LIVESCORES) zurückkehren.

"Du kommst irgendwann darüber hinweg. Ich glaube, die Jungs blicken jetzt nach vorn", sagte Bostons Trainer Doc Rivers und spielte damit auf den emotionalen Abschied von Kendrick Perkins an.

Die beiden Neuen Nenad Krstic und Jeff Green brauchen noch Zeit und kamen gemeinsam auf 16 Zähler.

Harris-Debüt misslungen

Sein Debüt hatte sich Utahs neuer Spielmacher Devin Harris dagegen ganz anders vorgestellt. "Ich hätte natürlich lieber gewonnen, aber das Publikum hier ist fantastisch. Sie haben uns immer unterstützt", sagte Harris. Der ehemalige Net markierte 19 Zähler.

Al Jefferson gelangen gegen das Team, das ihn 2004 gedraftet hatte starke 28 Punkte und 19 Rebounds.

"Er entwickelt sich zu einem verdammt guten Spieler. Wir werden ihn bald beim All-Star Game sehen", lobte ihn sogar Kontrahent Pierce.

Heimmisere hält an

Die Jazz verloren dennoch bereits ihr sechstes Heimspiel in Folge. Zuletzt gab es in Salt Lake City 1982 eine solche Negativserie.

Utah liegt nach der 16. Niederlage aus den letzten 21 Spielen im Westen nur noch auf Rang zehn.

"Wenn wir in den nächsten Spielen so geschlossen auftreten, werden wir keine Probleme haben", zog Jefferson trotzdem ein positives Fazit.

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