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Derrick Rose (r.) wurde in Chicago geboren und spielte am College in Memphis © getty

Die Wizards sind für Chicago nur ein Sparringspartner. Rose und Co. sind Miami auf den Fersen. Chris Kamans Clippers patzen.

Von Eric Böhm

München - Die Chicago Bulls haben ihren Lauf fortgesetzt und kommen immer näher an die Miami Heat heran.

Das 105:77 (50:37) bei den Washington Wizards war bereits der siebte Sieg aus den vergangenen acht Spielen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Wizards stellten keinen echten Prüfstein dar. Chicago behauptete das ganze Spiel hindurch die Führung gegen hoffnungslos unterlegene Gastgeber.

"Coach Thibs hat uns eingeschärft, dass wir sie nicht unterschätzen dürfen und gleich aggressiv loslegen müssen", verriet Derrick Rose die Marschrichtung seines Trainers Tom Thibodeau. (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Rose wird gefeiert

Der Point Guard zeigte mit 21 Punkten und neun Assists erneut eine gute Vorstellung und wurde selbst in der Hauptstadt mit minutenlangen "MVP"-Rufen gefeiert.

"Es ist schon etwas verrückt, in allen Arenen angefeuert zu werden. Ich liebe es. Zum Glück gewinnen wir die Spiele auch", meinte der 22-Jährige.

Joakim Noah (19 Zähler, elf Rebounds) kommt nach seiner Verletzungspause immer besser in Schwung und steuerte ein Double-Double bei.

Die beiden Jungstars sorgten im ersten Viertel auch für das Highlight der Partie. Rose spielte einen Bodenpass durch seine Beine auf Noah, der mit einem krachenden Dunking abschloss.

"Haben uns in den Hintern getreten"

Damit liegen die Bulls (41-17) nur noch zwei Siege hinter Miami (43-17), und auch die Boston Celtics (43-15) sind nicht außer Reichweite.

Die Gäste stecken dagegen nach ihrer sechsten Pleite in Serie im Tabellenkeller fest.

"Ihre großen Leute haben uns von Beginn an in den Hintern getreten. Meine Spieler zeigten keine Reaktion", fand Wizards-Trainer Flip Saunders klare Worte.

Rookie John Wall fand nie seinen Wurfrhythmus und traf nur drei seiner 14 Versuche, verbuchte aber immerhin zehn Assists.

Mustafa Shakur, der als Ersatz für den abgesprungenen Mike Bibby verpflichtete wurde, gab einen punktlosen Einstand.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Denver Nuggets - Atlanta Hawks 100:90

Den Denver Nuggets scheint der Weggang von Carmelo Anthony gut zu bekommen.

Beim 100:90 (46:47) gegen die Atlanta Hawks gelang den Gastgebern im vierten Spiel ohne den Superstar bereits der dritte Erfolg.

Der im Anthony-Deal neuverpflichtete Raymond Felton (16 Punkte, sieben Assists) und J.R. Smith (19 Zähler, sieben Rebounds) waren von der Bank kommend die Matchwinner.

Ein Alley-Oop von Felton auf Smith brachte 1:34 Minuten vor dem Ende auch die endgültige Entscheidung.

"Es macht momentan sehr großen Spaß. Ich kann mich nicht beschweren, denn wir gewinnen", sagte Smith.

Hawks geht die Puste aus

Da half den Hawks auch die starke Leistung ihres Centers Al Horford (21 Punkte, 16 Rebounds) nicht mehr.

Am Ende ihres langen Auswärtstrips ging den Gästen im Schlussviertel die Puste aus.

"Alle sind ziemlich kaputt. Drei Siege aus den sieben Spielen sind akzeptabel. Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand", meinte Atlantas Cheftrainer Larry Drew.

Sein Team bleibt in der Eastern Conference Fünfter. Die Nuggets nehmen im Westen Rang sechs ein.

Sacramento Kings - Los Angeles Clippers 105:99

Die L.A. Clipers verloren das kalifornische Duell bei den Sacramento Kings mit 99:105 (52:51).

Das Team um den deutschen Nationalspieler Chris Kaman (12 Zähler, fünf Rebounds) leistete sich 21 Ballverluste und verlor bereits zum fünften Mal hintereinander.

Blake Griffin holte mit 27 Punkten und zwölf Rebounds sein übliches Double-Double. Den Kollaps im letzten Viertel (16:27) konnte der All-Star jedoch nicht verhindern.

Thornton-Show

Bei den Kings, die in Retro-Trikots aus ihrer einzigen Meister-Saison 1950/1951 antraten, brannte Reservist Marcus Thornton mit 16 Zählern im Schlussabschnitt ein Feuerwerk ab.

"Marcus kennt noch nicht alle Plays. Also mussten wir improvisieren. Er hat einen tollen Job gemacht", lobte Kings-Coach Paul Westphal.

Der Neuzugang aus New Orleans lieferte mit insgesamt 29 Punkten eine Saisonbestleistung und verwandelte in den letzten 31 Sekunden gleich sechs wichtige Freiwürfe.

Trotzdem bleibt Sacramento, genau wie die Clippers, eines der schwächsten Teams der Liga. Nur Minnesota steht im Westen noch hinter den beiden Kontrahenten.

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