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Jason Kidd gelingt gegen Philadelphia das 107. Triple-Double seiner Karriere © getty

Die Mavs kochen die 76ers ab. Kidd setzt den Glanzpunkt, Terry wird zum Matchwinner - doch der Sieg ist teuer erkauft.

Von Olaf Mehlhose

München/Philadelphia - Die Dallas Mavericks bleiben das heißeste Team der NBA.

Durch einen hart erkämpften 101:93 (51:44)-Triumph bei den Philadelphia 76ers gewannen die Texaner bereits das siebte Spiel in Folge. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Damit schraubten die Mavericks ihre Erfolgsbilanz auf 17 Siege aus den letzten 18 Spielen.

Matchwinner für Dallas war Jason Terry, der Shooting Guard schloss in der letzten Spielminuten einen Fastbreak mit einem krachenden Dunk ab und brachte sein Team vorentscheidend mit 96:91 in Front.

(Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Hustle-Play von Terry

Zuvor hatte der 33-Jährige bei einem Abpraller darauf spekuliert, dass der Ball bei ihm landen würde und rannte bereits los, als sich der Ball noch in der Luft befand.

Dirk Nowitzki tippte den Ball aus der Zone, Terry sammelte die Kugel ein und ließ sich auf dem Weg zum Korb nicht mehr aufhalten.

"Dieser eine Ball hat gezeigt, wie viel uns das Spiel bedeutet", freute sich "Jet".

Terry zeigte über die gesamte Spielzeit eine starke Leistung: Der Flügelspieler netzte 13 seiner 18 Würfe ein und war mit 30 Punkten Topscorer bei Dallas.

"Er hat alles gezeigt"

"So wie heute habe ich ihn lange nicht mehr gesehen", lobte Nowitzki seinen Teamkollegen: "Er hat alles gezeigt, es hat Spaß gemacht, zuzusehen."

Allerdings brauchte sich Dirkules nicht hinter seinem Mitspieler zu verstecken: Mit 22 Zählern und einer Wurfquote von 60 Prozent lieferte er ähnlich gute Werte ab. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Der 32-Jährige fand einen einfache Formel für die Erfolgsserie seines Teams: "Werfen und abspielen."

Kidd schreibt Geschichte

Neben Terry und Nowitzki trumpfte vor allem Jason Kidd auf.

Mit 13 Punkten, 13 Assists und 10 Rebounds lieferte der Mavericks Spielmacher das 107. Triple-Double seiner Karriere ab.

Damit rangiert er in der "ewigen" NBA-Rangliste auf Rang drei hinter Oscar Robertson (181) und Magic Johnson (138).

"Wir machen einfach so weiter, Welle für Welle", kommentierte der 37-Jährige seine Gala-Vorstellung.

Sorge um Chandler

Allerdings gab es für Dallas auch eine Hiobsbotschaft zu vermelden.

Center Tyson Chandler verstauchte sich den rechten Knöchel und musste die Partie gegen Ende der ersten Hälfte verlassen.

Wie schwer die Verletzung des Defensiv-Spezialisten ist, blieb nach dem Spiel noch unklar. Gegen die Indiana Pacers wird aber voraussichtlich Brendan Haywood auf der Fünf starten.

Chandler zumindest gab via Twitter bereits Entwarnung: "Danke für die vielen Besserungswünsche. Ich bin okay, der Fuß ist nur verstaucht."

Philly auf Augenhöhe

Trotz der Pleite zeigte Philadelphia gegen die Nummer zwei im Westen eine ansprechende Leistung.

Eine Sieben-Punkte-Rückstand zur Pause wandelten die 76ers im dritten Viertel in ein 77:79 um.

Doch obwohl Andre Iguodala seinem Team mit dem Ausgleich zum 79:79 den perfekten Start in den Schlussabschnitt verschaffte, gelang es der Mannschaft von Doug Collins zu keinem Zeitpunkt, die Führung an sich zu reißen.

Jrue Holiday verpasste kurz vor Schluss die Gelegenheit, mit einem Sprungwurf auf 93:94 zu verkürzen, Terry sorgte im Gegenzug für die Entscheidung.

"Ich bin stolz auf meine Jungs"

Dennoch bleibt Philly, mit einer Bilanz von jeweils 30 Siegen und Niederlagen im Osten Platz sieben, weiter auf Playoff-Kurs.

Coach Collins wollte mit seiner Mannschaft dann auch nicht allzu hart ins Gericht gehen.

"Wir sind einem der besten Teams der Liga auf Augenhöhe begegnet", sagte der Trainer: "Ich bin stolz auf meine Jungs. In den wichtigen Situationen hat ihnen noch die Erfahrung gefehlt."

Die besten Werfer seiner Mannschaft waren Jodie Meeks (16 Zähler), Iguodala (15) und Holiday (14)

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