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Joakim Noah verbuchte in Atlanta 13 Punkte und zwölf Rebounds © getty

Die Bulls brechen in Atlanta ein und verspielen einen riesigen Vorsprung. Rose nimmt die Schuld auf sich. Horford brilliert.

Von Tobias Hlusiak

München - Das Spiel schien früh gelaufen.

14:0 führten die Chicago Bulls in Atlanta, als Hawks-Coach Larry Drew sein Team zum ersten Timeout um sich versammelte (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

"Alles ist in Ordnung", versuchte der Trainer sein Team zu beruhigen, dass soeben die ersten sieben Wurfversuche der Partie nicht hatte verwandeln können.

Zunächst sah es jedoch weiter nach einer klaren Angelegenheit zu Gunsten der Gäste aus der "Windy City" aus.

19 Punkte betrug der Vorsprung Chicagos nach dem ersten Viertel, mit 16 Zählern Differenz ging es in die Halbzeitpause.

In den letzten beiden Vierteln jedoch war nichts mehr wie zu Beginn des Spiels.

(Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Bulls brechen ein

Die Bulls erzielten bis zur Schlusssirene nur noch 30 Punkte, schenkten reihenweise Bälle her und unterlagen den Hawks schließlich noch mit 80:83 (34:50).

"Ich habe einige wilde Pässe geworfen. Diese Niederlage geht definitiv auf mein Konto", nahm Bulls-Superstar Derrick Rose alle Schuld auf sich.

"Ich garantiere, dass so etwas nicht noch einmal vorkommen wird."

Rose vertändelt den Ball

Rose kam mit jeweils zwölf Punkten und Assists zwar auf ein Double-Double.

Allerdings konnte er nur fünf seiner 21 Würfe im Korb unterbringen und leistete sich sechs Ballverluste.

Zwanzig Sekunden vor dem Ende klaute Hawks-Center Al Horford Rose den Ball, was in einem Dunking von Joe Johnson mündete, der so den Endstand herstellte.

Sekunden zuvor hatte Horford selbst per Dunking mit 81:80 für die erste Führung der Hausherren gesorgt.

Noah geschockt

Zwar hatten Rose und Kyle Korver jeweils per Dreier die Gelegenheit, die Verlängerung zu erzwingen, scheiterten aber kläglich.

"Ich kann diese Art zu verlieren nur schwer akzeptieren", bilanzierte Bulls-Center Joakim Noah (13 Punkte, 12 Rebounds) (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch) .

"Ein NBA-Spiel hat 48 Minuten. Das haben wir heute gelernt."

Horford brilliert

Der Sohn von Tennis-Legende Yannick Noah wurde beim Kampf unter den Brettern von Horford klar in den Schatten gestellt.

Atlantas Center machte eins der besten Spiele seiner Karriere. Mit 31 Punkten stellte er seine Bestmarke ein.

Hinzu kamen 16 Rebounds und zwei Steals.

Smith fehlt verletzt

Der Center machte Atlantas Reboundmaschine Josh Smith vergessen.

"J-Smoothe" konnte wegen Schmerzen im rechten Knie gegen Chicago nicht auflaufen.

"Irgendjemand musste Josh ja ersetzen, da habe ich mich noch mehr reingehängt", zog der Matchwinner cool Bilanz.

"Al war ein Biest"

"Al war heute ein absolutes Biest", zeigte sich sein Trainer Drew nach dem Spiel vom All-Star beeindruckt. "Er hat uns Offensiv wie Defensiv das Spiel gerettet."

"Er würde es zwar nie zugeben, aber ich glaube, das war heute eine persönliche Geschichte für Al", vermutete Horfords Teamkollege Marvin Williams.

"Du willst es deinen ehemaligen Mitspielern doch immer beweisen. Das hat er heute definitiv geschafft."

Chicago bleibt Dritter

Horford und Noah hatten an der Universität von Florida in einer Mannschaft gespielt.

Chicago bleibt mit nunmehr 41 Erfolgen bei 18 Niederlagen die Nummer drei im Osten, Atlanta steht mit einer Bilanz von 37-24 auf Rang fünf.

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