Londons Tücken: Ein Bahn-Ausfall verlängert den Weg zu den NBA-Stars. Die Suche nach der Akkreditierung erinnert an die Gallier.

Es läuft alles erstaunlich glatt. Zu glatt schwant es mir.

In München steige ich in den Flieger, der mich nach Zürich bringt. Von dort geht es ohne große Wartezeit zu meinem Ziel. London und die beiden NBA-Spiele zwischen den Toronto Raptors und den New Jersey Nets.

Am City Airport erwerbe ich dank der freundlichen Hilfe einer Angestellten ohne große Probleme das richtige Ticket für die U-Bahn, die mich erst zur O2-Arena und anschließend zu meinem Hotel bringen soll.

Mit der "Docklands Light Railway", die auch sofort kommt, kaum dass ich am Bahnsteig stehe, erreiche ich die Haltestelle "Canning Town". Großartig!

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Dort muss ich umsteigen auf die "Jubilee"-Linie.

Und als hätte ich es geahnt, beginnen hier die Schwierigkeiten.

Die Linie von "Stratford" nach "Stanmore" ist "suspended", wie eine Bahn-Mitarbeiterin mir mitteilt.

Was nun? Etwas Zeit bleibt mir noch, ehe das Training der New Jersey Nets mit anschließendem Termin mit den Pressevertretern los geht.

Die freundliche Dame gibt mir noch ein paar Tipps mit welchen Bussen ich nach x-maligem Umsteigen doch zu "The O2" komme, aber bereits nach dem ersten von ihr erwähnten Bus-Wechsel kann ich ihr bereits nicht mehr folgen.

Also doch erst einmal ins Hotel, Koffer abstellen, und über den Umweg "Cutty Sark for Maritime Greenwich" geht es weiter zur Haltestelle "Canary Wharf" und mit der Jubilee-Linie in die andere Richtung zu "North Greenwich for The O2".

Das wäre also geschafft, denke ich mir, nachdem ich vor der Arena stehe. Doch hier geht es erst richtig los.

Vom Haupteingang schickt mich ein Sicherheitsdienst zum Eingang "3A", wo ich meine Akkreditierung erhalten soll.

Von 3A ("Hier nur Betreuer und übertragender Sender") zu A ("da war es gestern, heute ist es wahrscheinlich bei H") über H ("versuchen sie es bei C") zu C.

Ich fühle mich wie Asterix und Obelix in Asterix erobert Rom, als sie den Passierschein A 38 besorgen müssen, und ich habe nicht einmal Zaubertrank.

Nach einem weiteren Fußmarsch durch die Halle erreiche ich schließlich mein Ziel, denn von C schickt mich ein Mitarbeiter bestimmt zu G, wo ich dann auch meine Akkreditierung erhalte. Geschafft.

Und so gesehen hatte der kurzzeitige Ausfall der Jubilee-Linie auch seinen Vorteil. Immerhin muss ich nicht meinen Koffer quer durch die Halle schleppen, der in etwa so viel wie ein Hinkelstein wiegt.

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