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Ty Lawson (r.) gewann 2009 mit North Carolina die College-Meisterschaft © getty

Der Playmaker bewährt sich als Billups-Ersatz und erledigt Utah mit kühler Hand. Martins großer Aussetzer bleibt ohne Folgen.

Von Eric Böhm

München/Salt Lake City - Die Denver Nuggets bleiben nach dem All-Star-Break in der Erfolgsspur.

Das 103:101 (58:51) bei den Utah Jazz war bereits der vierte Erfolg aus den vergangenen fünf Spielen für die Truppe aus Colorado. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vor allem Ty Lawson wird seit den Abgängen von Chauncey Billups und Carmelo Anthony nach New York immer mehr zum "Go-to-Guy" der Nuggets.

"Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Denn hier in Utah sahen wir bei unseren letzten Auftritten selten gut aus", meinte Lawson, der sich in der Startformation festgebissen hat. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV: die SPORT1 News)

"The Jet" überzeugt

Der Aufbauspieler hat sich gegen Neuzugang Raymond Felton durchgesetzt und war gegen die Jazz mit 23 Punkten Topscorer seines Teams.

Außerdem zeigte sich "The Jet" in der Schlussphase eiskalt und brachte die Nuggets mit vier verwandelten Freiwürfen auf die Siegerstraße.

In der ausgeglichenen Partie wechselte die Führung bis zwei Minuten vor dem Ende ständig hin und her, ehe die Gastgeber sich innerhalb kürzester Zeit drei Ballverluste leisteten und Lawson nur mit Fouls bremsen konnten.

"Wir haben sie das gesamte letzte Viertel hindurch attackiert und zu Fouls gezwungen. Freiwürfe sind die leichteste Möglichkeit zu punkten", erläuterte der Guard seine Strategie.

Martins Hirn setzt aus

Arron Afflalo (19 Zähler) sorgte mit seinem Dreier zum 102:98 elf Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung.

Kenyon Martin hätte Denver allerdings mit einem riesigen Lapsus fast noch um den Lohn gebracht.

Mit 1,2 Sekunden auf der Uhr schenkte der Power Forward mit seinem Einwurf unter dem eigenen Korb Utahs Andrei Kirilenko den Ball.

Der sichtlich überraschte Russe bekam den Ball nicht unter Kontrolle und konnte nicht einmal zum Ausgleich ansetzen.

"Mein Gehirn hat ausgesetzt", meinte Martin im Anschluss. Denver bleibt in der Western Conference als Fünfter auf Playoff-Kurs.

Jazz im freien Fall

Die Jazz befinden sich dagegen seit dem Abschied ihres Stars Deron Williams im freien Fall und liegen nach der dritten Pleite in Serie nur noch auf Rang zehn.

"Am Ende haben wir die Nerven verloren. Schlechte Würfe und Ballverluste waren die Folge", sagte Coach Tyrone Corbin.

Immerhin überzeugte sein neuer Aufbauspieler Devin Harris mit 21 Punkten und neun Assists. Reservist C.J. Miles gelangen 22 Zähler.

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