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James Singleton wechselte vor der Saison von TAU Ceramica nach Dallas © getty

Durch die drei Siege in den drei Auswärtsspielen geht Dallas gestärkt ins Heimspiel gegen Memphis. Ein Duo hat großen Anteil daran.

Von Rainer Nachtwey

München/Houston - Fünf Tage sind seit der enttäuschenden 100:102-Niederlage gegen die Orlando Magic vergangen.

Die Spieler gaben trotzige Antworten, flüchteten sich in Durchhalteparolen, als sie auf den schwachen Start mit den sieben Pleiten in neun Saisonspielen angesprochen wurden, und anschließend auch auf einen drei Spiele dauernden Auswärtsreise, der sie die Sorgen im heimischen American Airlines Center vergessen ließen.

Nun, fünf Tage und drei Siege später kehrt eine komplett gewandelte Mannschaft in die ihre Heimspielstätte zurück.

Nicht essen und nicht reden

"Vor einer Woche wollte keiner essen, keiner wollte mit dem anderen reden - wir waren einfach nur frustriert", sagte Brandon Bass nach dem 96:86-Sieg bei den Houston Rockets (Spielbericht). "Sehen Sie uns jetzt an, wir reißen Späße, wir lachen - es fühlt sich einfach gut an, zu gewinnen."

Nach dem beeindruckenden Erfolg im texanischen Derby haben die Mavericks auch allen Grund dazu. Beeindruckend ist der Triumph über den Divisionsrivalen vor allem deshalb, weil mit Josh Howard die Nummer 1b im Angriff nicht zur Verfügung stand.

Doch Coach Rick Carlisle hatte genau das richtige Mittel gefunden, um den Ausfall zu verkraften.

Er nahm Jason Terry in der Offensive in die Pflicht und in der Verteidigung vertraute er auf James Singleton, der sogar den Vorzug vor Terry in der Starting Five erhielt, und Shawne Williams.

Überzeugende Abwehrleistung

Vor allem der erst während der Preseason nach Dallas gewechselte Williams hinterließ bei Carlisle großen Eindruck. "Shawne Williams hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert, vor allem in der Verteidigung", lobte der Trainer den Neuzugang.

Seine Leistungen im Angriff ließ Carlisle unter den Tisch fallen, denn dort wusste der Forward weniger zu überzeugen. Mit einer Trefferquote von 1 aus 7 für 5 Punkte in 31 Minuten blieben seine Bemühungen eher eine Randnotiz auf dem Spielberichtsbogen.

Dafür zeichnete er sich mit drei Defensivrebounds, zwei Blocks, einem Steal und zwei verwandelten Freiwürfen bei ebenso vielen Versuchen aus.

Duo gibt Stars Verschnaufpausen

Ähnliches gilt für Singleton. Zwar stand er im Vergleich zu Williams und zur Partie in New York (Spielbericht) nur 18 Minuten auf dem Parkett, dennoch ist der Aufschwung der Mavericks auch an diesen beiden Spielern festzuhalten.

In den ersten Begegnungen erhielt das Duo kaum Spielzeit oder stand nicht einmal im Kader. Erst auf dem "Roadtrip" nach New York, Charlotte (Spielbericht) und Houston erhielten Singleton und Williams ihre Chance und nutzten diese.

"Wir haben die Jungs gebraucht. Wenn Sie sich die Spielminuten bei Dirk von 37 Minuten, Jason Kidd und Jason Terry von jeweils 34 Minuten ansehen, bemerken Sie, dass diese Jungs einen Schritt nach vorne gemacht haben", wies Carlisle hin.

Erfolgreiche Durchhalteparolen

Neben den positiven Auftritten von Williams und Singleton bleibt festzuhalten, dass sich die Mannschaft gefunden hat. Einbrüche im letzten Viertel wie im ersten Saisonspiel gegen Houston, Cleveland, die L.A. Clippers und Orlando gehören der Vergangenheit an.

Zudem ließen sich die Akteure "nicht verrückt" machen. "Wir wussten, dass wir ein hartes Auftaktprogramm haben", sagte Jason Kidd nach dem Sieg in New York.

Mehr als einmal hatten er, Terry und Howard hingewiesen: "Es ist noch Anfang der Saison."

Mit der gelungenen Auswärtsreise sind die Kritiker der Mavericks vorerst verstummt und die drei Siege haben den Mavericks Selbstvertrauen eingeimpft.

"Selbstbewusste Mannschaften finden immer einen Weg, um zu gewinnen", sagt Dirk Nowitzki. Einem ersten Sieg im American Airlines Center gegen die Memphis Grizzlies in der Nacht auf Samstag (1.30 Uhr LIVESCORES) sollte deshalb nichts im Wege stehen.

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