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Dirk Nowitzki war der erste Europäer, der in der NBA 20.000 sammelte © getty

Dallas gelingt der achte Sieg in Serie. Nowitzki zeigt gegen Indiana ein MVP-reife Leistung. Der "Jet" beweist starke Nerven.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ihre Erfolgsserie munter fortgesetzt und bleiben nach dem All-Star-Break unbesiegt.

Mit dem 116:108 (68:57) gegen die Indiana Pacers gelang der Truppe um Dirk Nowitzki bereits der achte Sieg am Stück. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der deutsche Superstar hatte wieder großen Anteil an dem Erfolg und war mit 29 Punkten Topscorer der Partie. Außerdem verfehlte er lediglich zwei seiner zwölf Versuche aus dem Feld.

"Im Angriff spielen wir momentan sehr stark. Der Ball läuft sehr gut, wir finden den freien Mann und nutzen unsere offenen Würfe. Das ist großartig", sagte Nowitzki den "Dallas Morning News". (Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

Terry akrobatisch

Dallas hatte das Spiel über weite Strecken im Griff und führte im dritten Viertel bereits zweistellig, ehe Indiana mit einem 8:0-Zwischenspurt etwas mehr als drei Minuten vor Schluss auf 98:101 verkürzte.

Doch der ebenfalls herausragende Jason Terry (21 Zähler, sechs Assists) konterte mit zwei verwandelten Sprungwürfen und entschied damit die Partie.

Der zweite Treffer zum 105:98 war besonders sehenswert. Der "Jet" setzte den Ball an der Grundlinie im Rückwärtsfallen in den Korb und landete dabei selbst im Aus.

"Im letzten Viertel verlässt sich der Coach auf Dirk und mich. Wir spielen einfach sehr gut zusammen", meinte der beste Bank-Scorer der NBA.

Nowitzki lobt Einstellung

Das Traumduo der Mavs erzielte im Schlussabschnitt allein 15 der 26 Punkte seines Teams.

Dirkules hob die kämpferische Einstellung seines Teams hervor: "Es war schön zu sehen, dass wir speziell im letzten Viertel sehr aggressiv waren und voll auf Angriff gespielt haben." (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Jason Kidd steuerte 15 Punkte, sechs Rebounds sowie fünf Assists zum Sieg der Mavs bei, die 18 der vergangenen 19 Spiele gewinnen konnten und Rang zwei im Westen festigten.

Chandler wird vermisst

Coach Rick Carlisle war aber mit der Defensivleistung alles andere als einverstanden.

"Als es drauf ankam, haben wir die Schraube zwar angezogen. Aber in den ersten 45 Minuten haben wir nicht gut verteidigt", kritisierte der 51-Jährige.

Da machte sich besonders die verletzungsbedingte Abwesenheit von Tyson Chandler (Knöchelblessur) bemerkbar. Schließlich trafen die Pacers bis zum Schlussviertel fast 52 Prozent ihrer Würfe.

"Unsere Abwehrarbeit war schon etwas enttäuschend. Da müssen wir uns noch verbessern, speziell mit Blick auf die Playoffs", sagte Nowitzki.

Brewer zu aggressiv

Backup-Center Brendan Haywood zeigte mit zehn Zählern und fünf Rebounds eine solide Vorstellung, hat aber nicht Chandlers Klasse.

Neuzugang Corey Brewer kam für fünf Minuten zum Einsatz, fiel aber lediglich durch seine fünf Fouls auf.

"Ich war ziemlich nervös und etwas zu aggressiv. Das muss ich abstellen", meinte der Flügelspieler.

Pacers weiter Achter

Für die Gäste, die in der Eastern Conference weiterhin den letzten Playoff-Rang acht einnehmen, gelangen Danny Granger 22 Punkte. Point Guard Darren Collison sammelte 17 Zähler und sechs Assists.

Die Pacers warten nun schon seit acht Jahren auf einen Erfolg in Dallas und fanden einfach keine Antworten auf das Gespann Nowitzki-Terry.

"Jason Terry und Dirk haben am Ende wichtige Würfe versenkt. Dirk hat nur zweimal nicht getroffen. Das sagt doch alles", lobte Indianas Topscorer den Würzburger.

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