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Brook Lopez wurde 2008 an 10. Stelle im Draft von New Jersey ausgewählt © getty

Beim 116:103-Sieg der New Jersey Nets über die Toronto Raptors, kocht die Halle beim ersten regulären NBA-Saisonspiel in Europa.

Aus London berichtet Rainer Nachtwey

London - Jose Calderon muss es wissen.

Er ist ein großer Fußball-Fan.

"Als die Laola-Welle durch die Halle ging, kam ich mir wie in einem Fußballstadion vor", sagte der Spanier zu SPORT1 nach dem ersten regulären Saisonspiel der NBA auf europäischem Boden in London, das seine Toronto Raptors gegen die New Jersey Nets mit 103:116 (51:47) verloren.

Doch die Niederlage war dem Aufbauspieler der Kanadier nicht anzusehen. ?Das war sehr beeindruckend. Wir haben uns zwar auf das Spielgeschehen konzentriert, aber die Stimmung in der Halle hat eine Euphorie entfacht?, sagte Calderon.

Und auch die Fans konnten dem historischen Event nur Positives abgewinnen.

Spektakuläre Dunks, Moves und Blocks

"Es waren zwar nicht die besten Teams hier", berichtete Davie aus dem Stadtteil Newham, ?aber sie haben das geliefert, was wir sehen wollten. Spektakuläre Dunks, Moves, Blocks, all das, was Basketball ausmacht.?

Das wichtigste beim Basketball ist am Ende dennoch der Sieg. Und den sicherten sich die Nets dank eines überragenden Schlussviertels, das sie mit 38:22 für sich entschieden.

"Ich glaube, wir haben mehr Willen gezeigt", meinte Center Brook Lopez. "Das war immerhin unser Heimspiel. Auch wenn man es von der Stimmung nicht gemerkt hat. Die war 50:50." (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Lopez punktet

Lopez war mit 25 Zählern erfolgreichster Punktesammler seines Teams.

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Eine herausragende Leistung zeigten auch Ex-Maverick Kris Humphries mit 18 Punkten und 17 Rebounds sowie Rookie Damion James, dem mit 15 Punkten ein Karriere-Bestwert gelang.

Trade-Deadline-Neuzugang Deron Williams erzielte in seinem vierten Spiel für New Jersey sein viertes Double-Double mit 16 Punkten und 11 Assists.

Den Raptors reichten auch 30 Zähler von DeMar DeRozan nicht. Der Italiener Andrea Bargnani steuerte zudem 23 Punkte bei.

Viel Energie im Spiel

"Ich bin glücklich, dass ich endlich meinen ersten Sieg mit meinem Klub eingefahren habe", meinte der Aufbauspieler.

"Ich hatte gedacht, dass wir im letzten Viertel etwas müde sein würden, aber dem war nicht der Fall. Wir haben das gesamte Spiel viel Energie gezeigt", führte der Olympiasieger aus.

Auch von der Stimmung zeigte er sich begeistert: "Das war sehr beeindruckend. Wenn die Anfeuerung noch mehr auf unserer Seite gewesen wäre, hätte es durchaus ein echtes Heimspiel für uns sein können."

"NBA ist großartig"

D-Will hatte großen Anteil an den Begeisterungsstürmen, als er mit einem zwei Spin-Moves erst an Calderon, anschließend an James Johnson vorbeizog und per Dunk abschloss.

"Die Szene hat mir am besten gefallen", meinte Davie. "Das hat gezeigt, wie großartig die NBA ist."

(Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Schiedsrichter gefordert

Dass es sich bei der Partie nicht um eine Spaßveranstaltung handelte, sondern beide Teams - trotz nur noch theoretischer Playoffchancen - richtig ernst nahmen, bewies eine Rangelei zwischen Lopez und Torontos Amir Johnson beim Kampf um die beste Ausgangsposition beim Rebound.

Erst durch das Eingreifen der Schiedsrichter konnten die Kampfhähne getrennt werden.

Beeindruckende Kulisse

Für Williams ist der Europa-Aufenthalt bereits nach der ersten von zwei Partien (Sa., ab 21 Uhr LIVESCORES) ein gelungener.

"Großartige Reise, großartiges Publikum", sagte er, "hoffentlich ist das der Start zu weiteren solcher Spiele."

NBA-Commissioner David Stern und die Fans in London dürften diese Worte mit Wohlwollen aufnehmen.

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