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DeJuan Blair (m.) spielte am College für die Pittsburgh Panthers © getty

San Antonio fügt Miami die höchste Pleite der Saison zu. Ein All-Star kehrt zurück. Die Knicks stolpern über ihren Angstgegner.

Von Eric Böhm

München - Die Miami Heat haben die nächste empfindliche Schlappe gegen ein Topteam erlitten.

Bei den San Antonio Spurs kam die Startruppe mit 95:125 (62:50) regelrecht unter die Räder. Das beste Team der NBA begann wie die Feuerwehr und überrollte "Miami Thrice" im ersten Spielabschnitt mit 36:12.

Speziell von jenseits der Dreierlinie erwischte San Antonio einen Sahnetag und stellte mit 17 Treffern einen Teamrekord auf. Acht davon gelangen in dem grandiosen Eröffnungsviertel.

"Diese vielen Dreier waren schon verrückt. Das ist sehr selten und wir sind dankbar für diese wundervolle Nacht", sagte Spurs-Coach Gregg Popovich. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV: die SPORT1 News)

(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

James bleibt gelassen

Für LeBron James (26 Punkte) und Co. war es die höchste Niederlage der Saison.

"Wir haben trotzdem Selbstvertrauen. Es ist mit drei Niederlagen hintereinander eine schwierige Phase für uns. Aber ich glaube, wir brauchen nur einen Sieg", nahm James die Abfuhr erstaunlich leicht.

Gegen die Spitzenteams San Antonio, Dallas, L.A. Lakers, Boston und Chicago gelang den Heat in neun Spielen bisher nur ein einziger Sieg.

Dwyane Wade markierte 19 Zähler. Chris Bosh gelang mit 17 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double.

Parker ist zurück

Bei den Gastgebern feierte All-Star Tony Parker nach seiner Wadenzerrung eine überraschende Rückkehr.

"Die Behandlung mit Gänseleberpastete und Trüffeln hat sehr gut funktioniert", scherzte Popovich bereits vor der Partie.

Der französische Point Guard verbuchte 15 Zähler sowie acht Assists. Manu Ginobili war mit 20 Punkten der Topscorer seines Teams. Gleich acht Spurs punkteten zweistellig.

Spoelstra ringt um Worte

Bei den Gästen herrschte dagegen Katzenjammer. Der Platzverweis für den schwachen Erick Dampier, nach einem Schubser gegen Parker, offenbarte die angestaute Frustration der Heat.

"Wir wurden einfach kalt erwischt. Anders kann man es nicht sagen", rang Trainer Erik Spoelstra um Worte.

Miami (43-19) verlor Rang zwei in der Eastern Conference an Chicago (42-18), die am Sonntag in Südflorida zu Gast sind (ab 19 Uhr LIVESCORES).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Orlando Magic - Chicago Bulls 81:89

Die Bulls rehabilitierten sich für die unnötige Niederlage in Atlanta.

Das Team aus der "Windy City" gewann im Verfolgerduell bei den Orlando Magic mit 89:81 (49:35) und schob sich in der Tabelle aufgrund der besseren Erfolgsquote an Miami vorbei.

MVP-Kandidat Derrick Rose führte sein Team mit 24 Zählern an. Scharfschütze Kyle Korver brachte die Bulls mit zwei späten Dreiern endgültig auf die Siegerstraße.

"Wir wollten zu jedem Zeitpunkt konzentriert bleiben. Denn Orlando ist für seine Comebacks bekannt", meinte Rose.

Howard wird gesperrt

Die Magic bleiben trotz der Heimschlappe nach zuvor vier Siegen Vierter. Vor allem der Nachteil an den Brettern (30:50) war frappierend.

Da half auch Dwight Howards (20 Punkte, zehn Rebounds) übliches Double-Double nicht.

Schlimmer noch, der Center holte sich sein 16. technisches Foul der Saison ab und wird damit gegen Portland (Di., ab 1 Uhr LIVESCORES) gesperrt fehlen.

"Das Spiel gegen Miami hat uns emotional ausgezehrt. Wir hatten heute nichts mehr zuzusetzen", sagte Jason Richardson.

New York Knicks - Cleveland Cavaliers 115:119

Die New York Knicks verloren 115:119 (58:64) vor heimischer Kulisse gegen die Cleveland Cavaliers.

Es war bereits die zweite Pleite gegen das schwächste Team der Liga innerhalb einer Woche. Damit wartet New York seit elf Spielen und mehr als vier Jahren auf einen Erfolg gegen die Cavs.

In den vergangen Jahren peitschte jeweils LeBron Cleveland zu Siegen, aber auch in dieser Saison sind sie gegen die Knicks in drei Partien noch ungeschlagen.

Stoudemire sauer

"Wir hatten heute einfach nicht die nötige Energie, um die Oberhand zu behalten. Du musst diese Teams schlagen, und das haben wir heute nicht geschafft", meinte Amare Stoudemire angefressen.

Der Power Forward ging mit 41 Zählern und neun Rebounds zwar voran, erhielt aber zu wenig Unterstützung.

Cavaliers-Neuzugang Baron Davis markierte zwölf seiner 18 Punkte in den letzten sechs Minuten und traf auch knapp elf Sekunden vor Schluss den vorentscheidenden Dreier zum 116:112. Ein Offensiv-Foul von Carmelo Anthony (29 Punkte) raubte den Gastgebern die letzte Chance.

"Im Garden zu gewinnen ist immer etwas Besonderes, aber hier entwickelt sich eine kleine Rivalität. Deswegen ist der Sieg besonders schön", freute sich Davis.

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