vergrößernverkleinern
Paul Pierce ist mittlerweile neunmaliger NBA-All-Star © getty

Boston kann sich auch in Milwaukee auf die "Big Three" verlassen. Die Knicks siegen trotz des gehandicapten Carmelo Anthony.

Von Eric Böhm

München - Die Boston Celtics bleiben in der Eastern Conference trotz großer Verletzungssorgen das Maß der Dinge.

Der Rekordmeister gewann bei den Milwaukee Bucks mit 89:83 (43:49) und feierte den fünften Erfolg hintereinander. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die großen Drei sorgten in den letzten 2:34 Minuten für die Entscheidung.

Ray Allen brachte die Celtics 84:82 in Front, Kevin Garnett baute die Führung wenig später aus und der überragende Paul Pierce (23 Zähler) machte den Sack mit einem Drei-Punkte-Spiel zu.

"Wir sind der Kern dieses Teams. Wenn es eng wird, finden wir einen Weg zu siegen", sagte Pierce. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV: die SPORT1 News)

Bucks beißen sich die Zähne aus

Besonders die knallharte Verteidigung in der Schlussphase beeindruckte.

Schließlich blieben die Bucks in den letzten dreieinhalb Minuten ohne Treffer aus dem Feld.

"Am Ende waren wir hellwach. In der Abwehr sind uns einige gute Plays gelungen. Das war extrem wichtig", meinte Garnett, der mit 14 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double verbuchte.

Arroyo noch nicht im Einsatz

Die stark ersatzgeschwächten C's mussten in Milwaukee neben den Langzeitverletzten auch zum zweiten Mal auf Glen Davis verzichten, der sich in Phoenix bei einem Dunking am Knie verletzt hatte.

Immerhin findet sich der neue Center Nenad Krstic immer besser zurecht und sammelte 17 Zähler. Der neuverpflichtete Point Guard Carlos Arroyo war dagegen noch nicht zum Team gestoßen.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass hier zwei Mannschaften mit gefühlten hundert Verletzungen antreten. Trotzdem musste einer das Spiel gewinnen. Das sollten wir sein", spielte Bostons Trainer Doc Rivers auf die Personalsorgen beider Teams an.

Jennings selbstkritisch

Denn auch den Bucks fehlten mit Andrew Bogut (Zerrung), Ersan Ilyasova (Gehirnerschütterung) und Drew Gooden (Fuß) wichtige Stützen.

Brandon Jennings traf für die Gastgeber mit 23 Zählern am besten. Sein Team gewann nur vier der vergangenen 16 Partien und bleibt in der Eastern Conference Zehnter.

"Ich kreide mir die Niederlage an. Die beiden Ballverluste und ein unnötiger Fehlwurf waren ausschlaggebend", zeigte sich der Spielmacher selbstkritisch.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Atlanta Hawks - New York Knicks 79:92

Die New York Knicks rehabilitierten sich für den Ausrutscher gegen Cleveland und gewannen das Verfolgerduell bei den Atlanta Hawks mit 92:79 (44:42).

Topstar Carmelo Anthony wurde im ersten Viertel unglücklich am Auge erwischt und kam durch Kopfschmerzen gehandicapt nur auf 14 Punkte.

"Ich hatte das ganze Spiel hindurch Migräne. Selbst das Stirnband war zu eng. Ich habe mich einfach durchgekämpft", meinte Anthony.

Also musste Amare Stoudemire die Angriffslast tragen und lieferte mit 26 Zählern eine Topleistung ab.

Drew schützt sein Team

Ein 19:2-Lauf brachte den Gästen die vorentscheidende 83:65-Führung. Guard Landry Fields steuerte 15 Punkte bei. Die Knicks verteidigten mit dem Sieg Rang sechs in der Eastern Conference.

Atlanta bleibt Fünfter und hatte in Josh Smith (17 Zähler, elf Rebounds) seinen besten Spieler.

"Jeder ist körperlich und mental sehr müde. Wir müssen uns jetzt durchbeißen", nahm Hawks-Coach Larry Drew sein Team in Schutz.

Oklahoma City Thunder - Phoenix Suns 122:118

Die Oklahoma City Thunder schlugen die Phoenix Suns in einer bis zum Schluss spannenden Partie mit 122:118 (57:61) nach Verlängerung.

Zwar traf NBA-Topscorer Kevin Durant (18 Punkte) nur drei seiner 14 Versuche aus dem Feld, dafür sprang Russell Westbrook mit 32 Zählern und elf Assists eindrucksvoll in die Bresche.

"Die Jungs haben meinen schwachen Tag sehr gut ausgebügelt. Ich kam nie in einen Rhythmus. Wir sind ein starkes Team", lobte "Durantula" seine Kollegen.

Carter ist der tragische Held

Der starke Vince Carter (29 Punkte) rettete seine Suns mit einem Dreier in die Verlängerung, verfehlte jedoch in der Overtime zwei wichtige Freiwürfe.

Da auch Steve Nashs (elf Zähler, 14 Assists) Distanzwurf zehn Sekunden vor der Schlusssirene nicht in den Korb wollte, triumphierten die Gastgeber.

Die Thunder sind nach dem dritten Sieg in Serie im Westen weiterhin Vierter. Phoenix muss als Neunter um die Playoffs zittern.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel