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Kobe Bryant wurde in den letzten beiden Jahren zum wertvollsten Spieler der Finals gewählt © getty

Der Titelverteidiger zeigt auch in Atlanta die Zähne. Kobe Bryant feiert den nächsten Meilenstein. Ein Suns-Reservist blüht auf.

Von Eric Böhm

München/Atlanta - Die Los Angeles Lakers haben ihre perfekte Bilanz nach der All-Star-Pause ausgebaut.

Bei den Atlanta Hawks gelang mit dem 101:87 (57:49) bereits der achte Sieg in Folge.

Ein 24:10-Lauf über nahezu das gesamte dritte Viertel brachte dem Titelverteidiger die vorentscheidende 81:59-Führung.

Kobe Bryant war mit 26 Punkten der Topscorer der Lakers und erreichte vor den Augen der Legende Julius Erving einen weiteren Meilenstein. Mit nun 27.423 Zählern verdrängte er Moses Malone vom sechsten Rang der ewigen NBA-Scorerliste.

"Kobe ist einzigartig"

"Kobe ist wirklich einzigartig. Es war klar, dass er einer der ganz großen NBA-Stars werden würde. Er ist ein Phänomen", geriet Hawks-Coach Larry Drew ins Schwärmen.

Drew war 1996 Assistenzcoach der Lakers, als Bryant seine große Karriere begann. "Ich habe einfach großes Glück. Das ist alles", gab sich "The Black Mamba" bescheiden.

Gegen die Hawks wurde er vor allem von Andrew Bynum tatkräftig unterstützt. Der Center sammelte jeweils 16 Zähler und Rebounds sowie drei Blocks.

"Es läuft jetzt sehr gut. Wir zwingen die Gegner zu schweren Würfen und machen keine Fehler", erklärte Bryant das Erfolgsrezept. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

Jackson lobt Einstellung

Gerade die "Big Men" der Kalifornier machen den Kontrahenten regelmäßig das Leben schwer.

Atlantas Center Al Horford kam kaum einmal zum Korb und benötigte für seine 17 Punkte gleich 16 Versuche aus dem Feld.

"Es war eine wirklich gute Leistung. Aber die Jungs hatten das Spiel schon in der Kabine abgehakt und sind noch lange nicht satt", hob Lakers-Trainer Phil Jackson die Einstellung seines Teams hervor.

Laut Statistik ist dem Meister die Teilnahme an den NBA-Finals nun nicht mehr zu nehmen. Schon fünfmal gelangen L.A. nach dem All-Star-Break acht Siege am Stück, jedes Mal wurde die Finalserie erreicht.

Mavs im Visier

L.A. ist im Westen den zweitplatzierten Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki weiter dicht auf den Fersen.

Atlanta verlor zum dritten Mal in Serie, bleibt in der Eastern Conference jedoch trotzdem Fünfter.

"Klar ist, dass Kobe seine Punkte macht. Wir wollten die Anderen kontrollieren. Das ist uns aber nicht gelungen", meinte Joe Johnson, der nur vier seiner 14 Würfe verwandeln konnte.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Phoenix Suns - Houston Rockets 113:110

Den Phoenix Suns gelang beim 113:110 (48:50) gegen die Houston Rockets ein wichtiger Sieg im Kampf um die Playoffs.

Im Duell des Neunten gegen den Elften der Western Conference war Ersatzmann Hakim Warrick der entscheidende Mann für Phoenix.

Der Power Forward ersetzte den verletzten Channing Frye (ausgekugelte Schulter) in der ersten Fünf und stellte mit 32 Zählern eine persönliche Bestleistung auf.

"Durch einige Korbleger fand ich meinen Rhythmus. Steve Nash hat mich immer wieder bedient, ich musste nur noch verwandeln", sagte der Matchwinner.

Suns machen Boden gut

Vince Carter steuerte ebenfalls 32 Punkte bei. Auch Routinier Grant Hill zeigte mit 19 Zählern eine gute Vorstellung.

Phoenix (33:29) liegt damit nur noch knapp hinter Memphis (36:29), das den letzten Playoff-Rang einnimmt. Houston (33:33) verlor dagegen an Boden.

Die Gäste, für die Kyle Lowry ebenfalls 32 Zähler markierte, hatte mit der Schlusssirene die Chance zum Ausgleich, aber Brad Millers Dreier verfehlte sein Ziel.

"Ich hätte den Wurf nehmen müssen. Der Pass brachte Brad in eine schwierige Situation", beschrieb Lowry die letzte Szene der Partie.

Philadelphia 76ers - Indiana Pacers 110:100

Die Philadelphia 76ers setzen ihre gute Phase fort. Das 110:100 (65:53) war der siebte Sieg aus den vergangen acht Spielen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Andre Iguodala verbuchte 16 Punkte und zehn Assists. Mit vier Rebounds verpasste er jedoch sein drittes Triple-Double hintereinander.

"Wir fangen gerade erst an uns zu finden. Wir werden immer besser", meinte "Iggy".

Der Dreier von Jodie Meeks zum 103:93 raubte Indiana knapp anderthalb Minuten vor Schluss die Hoffnung auf ein Comeback.

Hansbrough ragt heraus

Auch die Spitzenleistung von Reservist Tyler Hansbrough (26 Zähler) nutze da nichts mehr.

Nach einem starken Start unter dem neuen Trainer Frank Vogel setzte es zuletzt sechs Pleiten aus den vergangen sieben Spielen.

"Die Jungs müssen sich verbessern. Wir stehen in der Abwehr nicht gut und bewegen den Ball im Angriff zu wenig", sprach Vogel die Schwachstellen seiner Truppe an.

Damit vergrößerte Philly (33:30) als Siebter im Osten seinen Vorsprung auf die Pacers (27:36), die auf Rang acht folgen.

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