vergrößernverkleinern
Carmelo Anthony gewann mit den USA 2008 in Peking olympisches Gold © getty

New Yorks Carmelo Anthony verhindert kaltschnäuzig das Grizzlies-Comeback. Das dynamische Duo rettet OKC. Boston patzt daheim.

Von Eric Böhm

München/Memphis - Die New York Knicks haben ihren Aufwärtstrend dank Carmelo Anthony fortgesetzt.

Der Neuzugang sorgte mit seinem Treffer 0,5 Sekunden vor Schluss für den 110:108 (61:53)-Erfolg bei den Memphis Grizzlies. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Anthony war mit 31 Punkten Topscorer der Knicks und sein Game-Winner verhinderte ein spätes Comeback der Gastgeber.

"Ich wusste, dass dieser Wurf reingehen würde. Er fühlte sich einfach richtig gut an", sagte der Matchwinner im Anschluss. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

"Jeder wusste, wer den Ball bekommt"

New York führte im dritten Viertel bereits mit 17 Punkten, ehe Memphis innerhalb der letzten drei Minuten mit einem 10:0-Lauf den Ausgleich schaffte.

"Wir hatten die Chance frühzeitig den Deckel drauf zu machen, aber die Grizzlies kamen richtig stark auf", lobte Amare Stoudemire den Kontrahenten.

Der Power Forward steuerte 26 Zähler bei. Vor der letzten Szene bestand aber kein Zweifel, dass "Melo" den Ball bekommen würde.

"Wir brauchten vorher keine Auszeit. Denn jeder Zuschauer wusste genau, was passieren würde", stellte Knicks-Trainer Mike D'Antoni klar.

Douglas mit Bestleistung

Trotz 17 Ballverlusten und nur vier Freiwürfen gelang dem Team aus dem Big Apple der Auswärtserfolg.

Die gute Leistung von Billups-Ersatz Toney Douglas, der mit zehn Assists eine persönliche Bestleistung aufstellte, und die herausragende Dreierquote (zwölf von 24) waren von entscheidender Bedeutung.

Wenn die Knicks mindestens zwölf Distanzwürfe verwandelten, verloren sie im bisherigen Saisonverlauf nur eine von 14 Partien.

"Sie sind gut. Aber wir hatten von Draußen von Anfang an einen guten Rhythmus", meinte D'Antoni.

Knicks bleiben Sechster

Für die Grizzlies, die im Westen weiter Achter bleiben, gelangen Tony Allen 22 Punkte. Darrell Arthur kam von der Bank und lieferte 21 Zähler und sieben Rebounds.

"Wir haben nicht sehr diszipliniert begonnen. Sie haben viele Dreier getroffen. Unsere Verteidigung war nicht gut. Das war es", meinte Zach Randolph (20 Punkte, elf Rebounds).

Die Knicks festigten mit ihrem dritten Sieg in Folge den sechsten Rang in der Eastern Conference.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Philadelphia 76ers - Oklahoma City Thunder 105:110

Die Oklahoma City Thunder gewannen bei den Philadelphia 76ers mit 110:105 (55:65) nach Verlängerung.

NBA-Topscorer Kevin Durant (34 Zähler, 16 Rebounds) holte in der Schlussminute einen Rückstand von fünf Punkten im Alleingang auf und rettete den Thunder das Unentschieden.

"50 Prozent dieses Spiels ist Kopfsache. Ich war mir sicher, dass mein Dreier zum Ausgleich reingehen würde, bevor ich zum Wurf hochging", zeigte sich "Durantula" selbstbewusst.

In der Overtime sorgte der ebenfalls starke Russell Westbrook (27 Zähler, zwölf Assists) 22 Sekunden vor dem Ende mit seinem Treffer für die Entscheidung.

Sixers-Serie gestoppt

Nach zuletzt sieben Erfolgen aus acht Spielen kassierten die Sixers mal wieder eine Niederlage.

"Wir waren eine Aktion vom Sieg entfernt. Durant hat einen unglaublich schweren Dreier verwandelt", zollte Philadelphias Trainer Doug Collins dem Thunder-Star Respekt.

Aufbauspieler Jrue Holiday überzeugte mit 22 Punkten und acht Assists. Elton Brand erzielte mit 13 Zählern und 15 Rebounds ein Double-Double.

Beide Teams bleiben in ihrer jeweiligen Conference auf Playoff-Kurs.

Boston Celtics Los Angeles Clippers 103:108

Den Los Angeles Clippers gelang bei den Boston Celtics ein überraschender 108:103 (60:42)-Auswärtserfolg.

Blake Griffin (zwölf Punkte, sieben Rebounds) erlebte eines der schwächsten Spiel seiner Karriere, aber Neuzugang Mo Williams sprang mit 28 Zählern hervorragend in die Bresche.

"Ich habe ganz schwach gespielt. Ich bin jedoch mehr als glücklich über den Sieg", gab sich Griffin selbstkritisch.

Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman zeigte mit zehn Punkten und fünf Rebounds eine solide Vorstellung.

"Konstanz fehlt"

Die Kalifornier überstanden im letzten Spielabschnitt diverse Zwischenspurts des Rekordmeisters und holten sich ihren vierten Sieg am Stück. Die Playoffs sind allerdings kein Thema.

Die Celtics, für die Ray Allen war mit 23 Zählern bester Schütze war, bleiben dennoch die Nummer eins der Eastern Conference.

"Ich glaube die Konstanz fehlt. Wir müssen so viele neue Spieler integrieren. Da kann ein solcher Auftritt passieren", sagte Flügelspieler Paul Pierce.

Neuverpflichtung Carlos Arroyo feierte mit vier Punkten und zwei Assists ein unauffälliges Debüt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel