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Dirk Nowitzki stand bereits viermal im All-NBA First Team © getty

Angestachelt durch den Coach stoppt Dallas die Serie der Knicks. Dirk Nowitzki ist der Topscorer. "Melo" fehlt die Präzision.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben sich nach der harschen Kritik ihres Coaches eindrucksvoll zurückgemeldet.

Im Heimspiel gegen die neu zusammengestellten New York Knicks gelang der Truppe um Dirk Nowitzki ein souveräner 127:109 (72:51)-Erfolg. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Würzburger war mit 23 Punkten erneut bester Werfer seines Teams und steuerte noch neun Rebounds bei.

Nach der Schlappe in New Orleans hatte Trainer Rick Carlisle sein Teams als "soft" bezeichnet und den fehlenden Killerinstinkt bemängelt. Entsprechend angestachelt agierten die Mavs. (Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

"Du kannst nicht immer gewinnen, also musst du im nächsten Spiel ein Ausrufezeichen setzen. Das haben wir heute geschafft", lobte "Dirkules" sein Team.

"Wir sind nicht soft"

Die Mavs führten seit Beginn des zweiten Viertels zweistellig und ließen den Knicks nicht den Hauch einer Chance ins Spiel zurückzukommen.

Bereits vor der Partie hatten diverse Spieler Carlisles Ausführungen energisch widersprochen.

"Ich bin nicht soft und meine Teamkollegen sind auch nicht soft. Er hat das sicher nicht persönlich gemeint", sagte Jason Terry.

Der beste sechste Mann der NBA erzielte starke 21 Zähler. Der Kniff des Trainers hatte den gewünschten Effekt, denn das Team überrannte die New Yorker förmlich.

Dallas stellte mit 41 Punkten im zweiten Viertel, 72 Zählern zur Halbzeit und 127 Punkten am Ende der Partie jeweils neue Saisonbestmarken auf.

Carlisle zufrieden

Auch in der Verteidigung zeigten sie die geforderte Härte. Neun Steals und die klare Überlegenheit an den Brettern (47:37, 17 Offensiv-Rebounds) verdeutlichen dies.

"Wir wollen den Titel, also muss ich das Team weiter pushen. Mehr und mehr Teams wollen uns mit Härte aus dem Konzept bringen. Wir müssen uns wehren. Heute haben wir richtig attackiert", zeigte sich Carlisle äußerst zufrieden.

Selbst der bisweilen etwas phlegmatische Brendan Haywood (zwölf Zähler, acht Rebounds) legte sich mächtig ins Zeug.

"Es war definitiv ein guter Sieg. Wir haben den Sack zugemacht und ihnen keine Möglichkeiten gegeben", meinte Nowitzki. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Der deutsche Superstar sorgte in der Endphase für einen Schreckensmoment. Er vertrat sich den rechten Knöchel und musste vorzeitig in die Kabine. Nowitzki gab allerdings anschließend Entwarnung: "Bei mir ist alles in Ordnung."

Marion ragt heraus

Neben "Big D" überzeugte insbesondere Shawn Marion.

Der Flügelspieler vertrat erneut den angeschlagenen Peja Stojakovic (Rückenprobleme) in der Startformation und sammelte 22 Punkte sowie acht Rebounds.

"Ein Sieg ist immer eine gute Antwort auf Kritik. Darauf kommt es an", sagte "The Matrix", der sich seine Rippenprellung aus dem Hornets-Spiel nicht anmerken ließ.

Dallas (47:18) verteidigte im Westen Rang zwei. In der Nacht auf Sonntag kommt es zum Duell mit den drittplatzierten Los Angeles Lakers (46:20) (ab 3 Uhr LIVESCORES).

Cuban gießt Öl ins Feuer

Mavericks-Besitzer Mark Cuban hatte vor der Partie noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen.

"Ich glaube Denver ist ohne Anthony ein besseres Team. Sie sind jetzt tiefer besetzt und spielen aggressiver", meinte Cuban.

Der neue Knicks-Star konnte ihn im Spiel nicht widerlegen. "Melo" gelang mit 18 Zählern und zehn Rebounds zwar ein Double-Double, aber er traf nur fünf seiner 15 Versuche aus dem Feld.

Stoudemire droht Sperre

Auch die 36 Punkte von Amare Stoudemire reichten nicht aus, um das Team aus dem "Big Apple" im Spiel zu halten.

Der Power Forward holte sich zudem nach einer Rangelei mit Haywood sein 16. technisches Foul der Saison ab. Damit droht ihm eine Sperre für ein Spiel.

Die Knicks (34:30) sind nach dem Ende ihrer Siegesserie von drei Spielen in der Eastern Conference trotzdem weiter Sechster.

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