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Celtics Forward Paul Pierce (l.) verteidigt gegen Philadelphias Jodie Meeks © getty

Boston muss in Philadelphia die zweite Pleite in Folge einstecken. Die "Big Three" enttäuschen. Philly gibt sich optimistisch.

Von Björn Seitner

München/Philadelphia - Acht Fehlwürfe in Folge.

Diese Negativserie im Schlussviertel der Partie bei den 76ers besiegelte die achte Conference-Pleite der Boston Celtics. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Beim 86:89 (45:49) in Philadelphia punktete in den fatalen sechs Minuten lediglich Paul Pierce einmal von der Freiwurf-Linie.

Nicht nur im letzten Viertel enttäuschten Kevin Garnett, Ray Allen und Pierce, die alle unter ihrem Punkteschnitt blieben - Allen gelangen gar nur 5 Zähler.

Trotz der 17. Saisonniederlage bleiben die für die Playoffs bereits qualifizierten Celtics aber Tabellenführer im Osten. Für die 76ers war es ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung K.o.-Runde.

Eine Nacht zum Vergessen

Für Bostons "Big Three" war es eine Nacht zum Vergessen. Garnett kam auf 14 Punkte, Pierce nur auf elf. Allen traf gar nur zwei seiner 14 Versuche.

Mit einem Drei-Punkte-Wurf 6:26 Minuten vor Schluss brachte der Shooting Guard sein Team zwar noch einmal mit zwei Punkten in Führung (81:79).

In den folgenden Minuten lief für den Meister von 2008 allerdings gar nichts mehr zusammen. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

"Wir waren todmüde"

Garnett verkürzte 30 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen noch zum 84:87, die zweite Niederlage in zwei Tagen konnte er aber nicht verhindern.

"Wir waren todmüde, einfach fertig", war die einfache Erklärung von Celtics-Coach Doc Rivers. Kurz zuvor setzte es eine 103:108-Pleite gegen die Los Angeles Clippers.

Symptomatisch für die Celtics: Bankspieler Jeff Green war mit 18 Punkten bester Scorer.

Center Nenad Krstic gelang mit 16 Zählern und 15 Rebounds ein Double-Double.

Fortschritt bei den 76ers

Bei den 76ers überzeugten vor allem Power Forward Elton Brand mit 14 Zählern und Center Spencer Hawes (14 Punkte, zehn Rebounds), dem ebenfalls ein Double-Double gelang.

Mit Andre Iguodala (13), Jodie Meeks (12) und Thaddeus Young (11) punkteten drei weitere Spieler zweistellig.

"Wir wachsen definitiv zu einem der besseren Teams der Conference heran", sagte Brand nach der Partie und gab sich optimistisch für das Erreichen der Playoffs.

Young schwärt von der Stimmung

Philly ist mit 34 Siegen und 31 Niederlage derzeit Siebter der Eastern Conference.

Coach Doug Collins war mit der Leistung seines Teams durchaus zufrieden: "Es war perfektes Basketball gegen dieses Kaliber einer Mannschaft."

Die Fans trugen ihr Übriges zu einer prickelnden Partie bei.

Die Stimmung brachte Philadelphias Forward Young ins Schwärmen: "Es ist ein Gefühl, das ich vermisst habe. Wir sind froh, dass es heute Nacht wieder gekommen ist und wir vor unseren Fans gewinnen konnten."

Rivers hadert mit Verletzten

Boston hadert über einigen verletzten Spielern. Glen Davis, Von Wafer und Delonte West fehlten gegen die 76ers.

"Wir wollen als Tabellenführer in die Playoffs gehen, aber wir wollen auch gesund bleiben"beschrieb Rivers sein Dilemma.

Bereits in der ersten Playoff-Runde könnten sich beide Teams wieder gegenüberstehen.

"Es könnte auch die zweite sein", sagte ein nach dem Sieg optimistischer Elton Brand.

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