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Dwyane Wade war 2009 Scoring-Champion der NBA © getty

Miami beendet mit dem Kantersieg gegen Memphis seine Krise. D-Wade gibt den Startschuss. San Antonio siegt im Texas-Derby.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben einen weiteren Schritt aus ihrer Krise geschafft.

Gegen die Memphis Grizzlies gelang nach zuvor fünf Niederlagen mit dem 118:85 (55:37) der zweite Sieg hintereinander.

Der alles überragende Dwyane Wade gab im ersten Spielabschnitt mit vier Blocks innerhalb von nur 55 Sekunden die Richtung zum höchsten Saisonsieg vor.

"Sie haben uns Schlag um Schlag versetzt. Im zweiten Viertel brach dann endgültig der Damm. Wir haben nichts richtig hinbekommen", fand Grizzlies-Coach Lionel Hollins klare Worte. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

D-Wade mit Block-Party

D-Wade war überall zu finden und schwang sich mit 28 Punkten auch zum Topscorer auf. Außerdem sammelte er neun Assists, fünf Rebounds sowie insgesamt fünf Blocks.

Der letzte Guard mit einem statistisch derart beeindruckenden Tag war Michael Jordan im Jahr 1988.

"The Flash" selbst hob aber seine "Block-Party" zu Beginn des Spiels als entscheidend heraus: "In diesem Moment wusste ich, wie das Spiel laufen würde."

Bibby blüht auf

Der zweimalige MVP LeBron James steuerte in nur drei Vierteln 27 Zähler zum Erfolg bei, im Schlussabschnitt konnte er sich zurücklehnen. Chris Bosh (18 Punkte, zehn Rebounds) feierte ein Double-Double.

"Wir haben viel energischer verteidigt als zuletzt. Sie hatten kaum Zeit zum atmen. Im Angriff lief der Ball ausgesprochen gut", sagte Trainer Erik Spoelstra.

Die starke Vorstellung von Mike Bibby war ein wichtiger Grund für das flüssige Offensivspiel.

Der Neuzugang kam auf 17 Zähler, vier Assists und traf sämtliche fünf Versuche von jenseits der Dreierlinie.

Memphis weiter Achter

Durch den Sieg weist Miami eine Bilanz von 45:21 auf und liegt im Osten hinter den Boston Celtics und den Chicago Bulls auf Platz drei. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Gäste aus Tennessee bleiben trotz ihrer dritten Schlappe aus den vergangenen fünf Spielen im Westen auf dem wichtigen letzten Playoff-Rang acht.

Reservist O.J. Mayo (19 Punkte) und Marc Gasol (15) waren die besten Werfer.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Houston Rockets 115:107

Die San Antonio Spurs gewannen das Texas-Derby bei den Houston Rockets mit 115:107 (59:49).

Tony Parker war mit 21 Zählern und sechs Rebounds der herausragende Mann des besten Teams der NBA.

Der Point Guard sorgte gute sechs Minuten vor dem Ende mit seinem Dreier auch für das vorentscheidende 100:97. San Antonio gab die Führung in der Folge nicht mehr her.

"Es war ein sehr körperbetontes Spiel und ein großartiger Sieg für uns. Wir haben ihren starken Angriff ausgebremst", meinte Parker im Anschluss.

Scola-Serie reißt

Manu Ginobili markierte 19 Punkte. Routinier Antonio McDyess (jeweils zwölf Zähler und Rebounds) steuerte ein Double-Double bei.

Für die Rockets gelangen Topscorer Kevin Martin zwar 28 Punkte, er verwandelte aber lediglich neun seiner 23 Würfe.

Power Forward Luis Scola musste nach einer Serie 311 Spielen hintereinander mit Knieproblemen zuschauen. Die Rockets (33:34) belegen im Westen Rang elf.

Chicago Bulls - Utah Jazz 118:100

Die Chicago Bulls (47:18) holten sich ihren 13. Sieg aus den vergangen 15 Spielen und liegen in der Eastern Conference nur noch hauchdünn hinter Spitzenreiter Boston (46:17).

Gegen die Utah Jazz gelang dem Team aus der "Windy City" ein souveränes 118:100 (68:41).

Derrick Rose erzielte 17 seiner insgesamt 26 Zähler im ersten Viertel, das die Bulls mit 37:17 für sich entschieden.

"Sie spielen momentan wie ein Meister", zollte Jazz-Spielmacher Devin Harris (24 Punkte) den Gastgebern Respekt.

Neuer Dreier-Rekord

Luol Deng sammelte ebenfalls 26 Zähler. Der britische Flügelspieler verbuchte außerdem noch sieben Rebounds, sechs Assists und drei Steals.

Chicago verbesserte mit 18 verwandelten Dreiern den Teamrekord von 15 aus dem Jahr 1994.

Am 20. Jahrestag des ersten von sechs NBA-Titeln der Bulls sagte Michael Jordan dem Team sechs weitere Meisterschaften voraus.

Jefferson stocksauer

Bei Utah machte Al Jefferson (33 Punkte, 18 Rebounds) erneut ein überragendes Spiel.

"Ich weiß nicht woran es liegt. Wir lassen den Gegner einfach machen, was er will", sagte der stocksauere Center.

Die Jazz (34:33) verloren seit Jerry Sloans Rücktritt zehn von 13 Partien und stehen im Westen nur noch auf Rang zehn.

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