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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Kobe Bryant erzielt in seiner NBA-Karriere im Schnitt über 25 Punkte pro Partie © getty

Dallas kommt zu spät in Fahrt. Nowitzkis Double-Double reicht nicht. L. A. steckt eine Schrecksekunde um seinen Superstar weg.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks wollten gegen den Meister ein Zeichen setzen, stattdessen gab es eine Lektion in Sachen Coolness.

Vor der Rekordkulisse von 20.619 Zuschauern verloren Dirk Nowitzki (25 Punkte, zehn Rebounds) und Co. mit 91:96 (44:50). Die Kapazität der Mavs-Heimstätte war vor der Saison auf 21.041 erhöht worden.

Die Lakers kontrollierten die Partie von Beginn an und ließen sich selbst von der Knöchelverletzung ihres Superstars Kobe Bryant nicht aus dem Konzept bringen.

"The Black Mamba" knickte im dritten Viertel mit dem linken Fuß um, kehrte aber nach einer Behandlungspause im Schlussabschnitt wieder auf das Parkett zurück. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

"Ich dachte, die Saison wäre vorbei"

"Es war ein Statement für uns. Dieses Team ist ein ernsthafter Konkurrent für uns. Es war definitiv ein großes Spiel", meinte Bryant.

Der Titelverteidiger stellte gerade in der Abwesenheit des Topscorers seine Routine unter Beweis und vergrößerte den Vorsprung auf neun Punkte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich dachte, die Saison wäre für mich gelaufen. Es sah schlimm aus und fühlte sich grauenvoll an. Als ich auftrat, ging es jedoch schon wieder besser", beschrieb Bryant seine Schrecksekunde.

Der Superstar verbuchte 16 Zähler und fünf Rebounds, traf aber lediglich sechs seiner 20 Versuche aus dem Feld.

Zone gehört den Lakers

Die starke Verteidigung von Shawn Marion hatte Kobe aber auch schon vor seiner Verletzung schwer zu schaffen gemacht.

Das die Lakers dennoch gewannen, verdankten sie ihrem im wahrsten Sinne des Wortes großen Vorteil unter den Körben.

In der Zone gelangen ihnen gleich 18 Punkte mehr als Dallas. Tyson Chandler und Nowitzki hatten in der Verteidigung einen schweren Stand gegen die Big Men der Gäste. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Die starke Offensivleistung des Würzburgers, der sein elftes Double-Double holte, konnte die Niederlage auch nicht mehr abwenden.

"Bittere Niederlage"

Dabei hatte der überzeugende Marion (25 Zähler, zwölf Rebounds) Dallas nach zwischenzeitlichem zweistelligem Rückstand kurz vor Schluss mit einem krachenden Dunking auf 89:91 heran gebracht.

Doch nicht zufällig entschieden Pau Gasol und der beste Lakers-Spieler Andrew Bynum (22 Punkte, 15 Rebounds) das Spiel von der Freiwurflinie.

Das deutlich abgeklärtere und cleverere Team behielt am Ende verdient die Oberhand.

"Es ist eine bittere Niederlage, weil das Spiel schon eine große Bedeutung hatte. Dennoch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Der Einsatz stimmte", sagte Mavs-Coach Rick Carlisle.

Terry schwach aus dem Feld

Nach dem Erfolg der Texaner im Januar an gleicher Stelle, glichen die Lakers (47:20) die Saisonserie aus und liegen als Tabellendritter nur noch eine Niederlage hinter Dallas.

"Wir hätten nach Kobes Verletzung die Chance wahrnehmen müssen. Das ist uns nicht gelungen. Wir sind sehr enttäuscht", meinte Jason Terry.

Der "Jet" (13 Zähler) erwischte wie einige andere Mavericks auch einen unterdurchschnittlichen Tag und traf nur sechs seiner 16 Würfe. Peja Stojakovic (weiterhin Rückenprobleme) verpasste bereits sein drittes Spiel in Serie.

Ende März gibt es das dritte und letzte Duell zwischen den beiden Tabellennachbarn im Staples Center von Los Angeles.

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