vergrößernverkleinern
Tyler Hansbrough wurde 2009 von den Pacers an 13. Stelle des NBA-Drafts ausgewählt © getty

Ty Hansbrough führt Indiana mit einer Bestleistung zum Sieg im "Big Apple". Kevin Loves Serie reißt. Den Suns fehlt ihr Rückgrat.

Von Eric Böhm

München/New York - Die Indiana Pacers haben ihre Pleitenserie gestoppt und einen Überraschungserfolg gelandet.

Im Madison Square Garden von New York schlugen sie dank der überragenden Vorstellung von Tyler Hansbrough die heimischen Knicks mit 106:93 (54:46).

Der Power Forward stellte mit 29 Punkten eine neue persönliche Bestleistung auf und bescherte den Pacers nach sechs Niederlagen am Stück wieder einen Erfolg.

"Niemand in der Liga spielt und trainiert härter als dieser Junge. Tyler hat einen einzigartigen Motor", schwärmte sein Trainer Frank Vogel. (Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

Hansbrough widerlegt Kritiker

Seit er "Psycho T" in die Startformation beförderte, gelangen ihm in vier Partien hintereinander jeweils mindestens 20 Zähler.

"Einige Leute glauben, ich gehöre nicht in die Liga. Also arbeite ich jeden Tag daran, sie zu widerlegen", sagte der frühere Star der Universität von North Carolina.

Ohne ihren Topscorer Danny Granger, der mit Grippesymptomen passen musste, lief alles über den starken Front Court. Center Roy Hibbert lieferte zwölf Punkte, acht Rebounds und fünf Blocks.

Granger-Ersatz Dahntay Jones steuerte immerhin18 Zähler bei. Indiana hatte das gesamte Spiel unter Kontrolle und führte bereits vor dem Schlussabschnitt zweistellig.

Billups mit mauem Comeback

Amare Stoudemire (28 Punkte) und Carmelo Anthony (25) lieferten zwar ihren gewohnten Punkteschnitt ab, verpassten es jedoch die Teamkollegen mitzureißen.

Auch die Rückkehr von Chauncey Billups half den Gastgebern da wenig. Der Point Guard, der sechs Spiele mit einer Oberschenkelblessur verpasst hatte, markierte nur neun Pünktchen und traf keinen seiner sieben Dreierversuche.

Der komplette Rest der Knicks ging mit insgesamt 31 Zählern regelrecht unter.

"Wir haben noch keinen Rhythmus. Ich weiß nicht, ob uns die Power gefehlt hat. Irgendetwas hat heute einfach nicht gestimmt", suchte New Yorks Coach Mike D'Antoni nach Erklärungen.

Dennoch bleibt New York (34:31) im Osten Sechster. Indiana (28:38) teilt sich mit Charlotte Rang acht. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Golden State Warriors - Minnesota Timberwolves 100:77

Die Golden State Warriors gewannen das Kellerduell gegen die Minnesota Timberwolves mit 100:77 (49:44).

Steph Curry war mit 24 Punkten, neun Rebounds und sechs Assists der überragende Mann der Kalifornier.

Ein 13:2-Zwischenspurt direkt nach der Pause brachte ihnen den letztlich entscheidenden Vorsprung.

Beide Teams haben als Zwölfter respektive 14. der Western Conference längst keine Chance mehr auf die Playoffs.

Love-Serie gerissen

Von wesentlich größerem Interesse als der Spielausgang war jedoch, dass die Warriors Kevin Loves grandiose Double-Double-Serie beendeten.

Der Power Forward kam gehandicapt durch eine Oberschenkelverletzung lediglich auf sechs Zähler sowie zwölf Rebounds und konnte seinem NBA-Rekord kein 54. Spiel hinzufügen.

"Mir fällt eine große Last von den Schultern. Jetzt kann ich mich endlich wieder auf mein Spiel konzentrieren", sagte der All Star.

Lee meldet den All-Star ab

Love verpasste erstmals seit dem 19. November eine zweistellige Ausbeute von Punkten und Rebounds.

Golden States David Lee ließ ihn unter den Körben nicht zur Entfaltung kommen und verhinderte vor allem K-Loves Offensiv-Rebounds.

"Lee hat einen tollen Job gemacht. Er hat unsere Anspiele auf Kevin verhindert oder zumindest erheblich erschwert", sagte Wolves-Coach Kurt Rambis.

Phoenix Suns - Orlando Magic 88:111

Die Orlando Magic feierten bei den Phoenix Suns einen klaren 111:88 (61:52)-Auswärtserfolg und verteidigten Rang vier in der Eastern Conference.

Alle Spieler der ersten Fünf Orlandos punkteten zweistellig. Herausragender Spieler war jedoch Dwight Howard. Dem Center gelang mit 26 Punkten und 15 Rebounds ein Double-Double.

"Seit ich in der NBA bin, haben wir hier noch nie gewonnen. Daher waren wir besonders motiviert", meinte "Superman", der im dritten Viertel die 10.000-Zähler-Marke für seine Karriere durchbrach.

Suns ohne Nash

Die Gastgeber holten sich ohne ihren etatmäßigen Spielmacher Steve Nash eine große Klatsche ab. Der Kanadier leidet unter Problemen mit dem Becken und wird auch in Houston (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) ausfallen.

Sein Ersatz Aaron Brooks (19 Zähler, zehn Assists) enttäuschte nicht, aber "Stevie Wonder" hat für die Gastgeber eine besondere Bedeutung.

Das bestätigte auch Trainer Alvin Gentry: "Steve ist das Rückgrat unseres Teams."

Die Suns (33:31) bleiben im Westen knapp hinter den Memphis Grizzlies (36:31) auf Platz neun und müssen um die Playoff-Teilnahme bangen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel